Liebe Sprüche

Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen

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Liebe muß Widerstand haben. Ohne Hindernis keine Liebe.

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Nur in der Liebe zärtlichem Hauch bildet im Menschen der Engel sich aus.

Gotthelf, Die Wassernot im Emmental am 13. August 1837, entstanden ab 1838, Erstdruck 1852

Mir steht das Motto aus dem Sophokles ("Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da.") über meinem ganzen Lebenswerk, und die Juden sind dabei wahrhaftig nicht am schlimmsten gefahren.

Raabe, W., Briefe. An S. Bachenheimer, 24. Februar 1902

Liebe ist Glut, Haß ist Kälte. Sehnsucht und Angst sind Feuer und Eis. Die ganze Welt der Gefühle liegt dazwischen.

Spengler, Urfragen. Fragmente aus dem Nachlaß, unter Mitwirkung von Manfred Schröter hg. von Anton Mirko Koktanek, C. H. Beck 1965

Lieben ist nichts Besonderes, sich gegenseitig lieben sehr selten. Die Liebe ist ein Gesetz, die Gegenseitigkeit der Liebe ein Zufall.

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Liederschmuck Mein Herz ist von der Liebe Zur Liebsten so erfüllt, Daß sie in tausend Tropfen Darüber strömt und quillt. Und jeder dieser Tropfen Glänzt wie ein Edelstein, Und all' die tausend Tropfen Die fange ich mir ein. Und füge sie zusammen Zu einem dichten Kranz, Um meiner Liebsten Stirne Wind' ich den lichten Glanz. Daß rings die Erde lachet, Wenn sie vorübergeht, Und alles steht und staunet; "Seht die Holdselige, seht! Das ist gewiß 'ne Fürstin, Von Ländern reich und hehr?" Nein, eines Dichters Liebste – Und das ist noch viel mehr!

Wildenbruch, Lieder und Balladen, 1887

Die Liebe ist göttlichen Ursprungs; sie wirkt wie der Sonnenstrahl, alles durchdringend, erwärmend, erleuchtend, verklärend, belebend: sie ist die Sonne der Seele.

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Was ist Liebe? Nicht Gedanke, nicht Stimmung, nicht Wille, – alles in Einem!

Eyth, Bilder ohne Rahmen. Aus den Papieren einer Unbekannten mitgetheilt – nicht von ihr selbst, 8. Auflage 1894 (EA: 1852) (anonym)

Unerklärbar Ich weiß es nicht, warum die Blume blüht, Ich weiß, sie muß erblühn und Düfte spenden; Ich weiß es nicht, warum der Stern entglüht, Ich weiß es nur, er muß die Strahlen senden. Ich weiß es nicht, warum die Welle fließt, Ich weiß es nur, sie muß und darf nicht weilen, Warum der Strom sich in das Meer ergießt, Ich weiß es nicht, er muß zum Meer enteilen. Ich weiß es nicht, warum so nah als fern Dein Bild so treu im Herzen mir geblieben; Vergebens fragst du Blume, Well' und Stern So weiß auch ich allein, ich muß dich lieben.

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Die Leidenschaft der höchsten Liebe findet wohl auf Erden ihre Befriedigung nie!

Gontard, Briefe. An Friedrich Hölderlin, Dezember 1798

Die Liebe Ach, gibt es ein göttlicher Weh als die Liebe, Gibt es ein köstlicher Glück als ihr Leid, Streift sie auch nur mit dem Finger Dein Kleid Mitten im sinnlosen Straßengetriebe! Liebe fühlt fein, wie ein Nackter im Grase, Liebe im Aug' sieht den Winter noch grün, Macht auch den Waffenlosen todkühn Und trutzig Dein Herz zum Prellstein der Straße. Mehr als die Weisen kann Liebe begreifen, Liebe gibt tausend Glühlampen dem Geist, Liebe hat alle Sternbahnen bereist, Liebe ist rund um das Weltall ein Reifen. Mit dem Liebe gerungen, der nur ist Ringer, Wer um Liebe gelitten, der nur hat Ruhm, Wer die Liebe verschwiegen, der nur war stumm, Wer aus Liebe gesungen, der nur war Singer.

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Die Liebe lebt von ihrer Distanz zum Objekt, obwohl es als Streben in aller Liebe liegt, diese Distanz zu überwinden.

Ebner, Schriften, 2 Bde., Kösel, München 1963

Wie die Luft, wie das Wasser, wie alles in der Welt, so steigt auch unser Herz desto höher empor, je wärmer es wird.

Eötvös, Gedanken, 2. Ausgabe 1867 (EA: 1864)

Aber auch der tiefsten Liebe Wurzel stirbt im Herzen, wenn man sie nicht pflegt.

Anonym, Frauen-Brevier für Haus und Welt. Eine Auswahl der besten Stellen aus namhaften Schriftstellern über Frauenleben und Frauenbildung, 2. vermehrte Auflage 1864 (EA: 1859)

Liebe, nur Liebe führt – sonst nichts! – zur Quelle der Liebe!

Hufeland (Hg.), Worte des Herzens von J. C. Lavater. Für Freunde der Liebe und des Glaubens, hg. von Christoph Wilhelm Hufeland, 8. Auflage 1852 (EA: 1825)

Ich hab dich selig gemacht, mein Geliebter, und du mich, du bist mein, und darfst nicht bei mir sein in meinen furchtbaren Schmerzen. Bis in Mark und Bein bin ich dein, und darf nicht nach dir schrein vor den Menschen, wenn ich sterben muß ohne deinen Kuß. Nein nein nein: du hast mich selig gemacht, Tag und Nacht fühl' ich mich an deinem Herzen leben, das an mein Herz schlug! Ja, ich fühl's, ich bleibe leben, hab dir noch so viel zu geben, o mein Leben, gab dir nie, noch nie genug!

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Liebesspiele Die keuschen, weißen Anemonensterne, Fünf an der Zahl, wie deines Namens Zeichen, Fünfblättrig wieder jeder Stern – du lächelst? Ach, Liebe liebt zu deuten und zu gleichen. Heut sind es Töne, morgen winden Reime Den Kranz um dich und deinen lieben Namen, Und immer kränzen Garten, Feld und Wiese Dein liebes Bild mit einem neuen Rahmen. Was bleibt mir denn, als diese holden Spiele Der Phantasie? Herzblumen, dich zu schmücken. Wenn jede süße Hoffnung ihr genommen, Muß sich die Liebe in sich selbst beglücken.

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… daß in der Liebe nichts so schwierig ist, wie das zu schreiben, was man nicht fühlt.

Laclos, Gefährliche Liebschaften (Les Liaisons dangereuses), 1782

Welch schönes Vorrecht der Liebe – sie drängt alles in den Schatten, läßt alles verblassen: Altar, Thron und Geschäftsbücher.

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Ich hab' den Weg verloren, Der mich zum ihm geführt; Ich hab' das Wort vergessen, Das seine Seele rührt. Er geht an mir vorüber, Es wich der Zauberbann; Ich hab' das Wort vergessen Und geh' zu Grund daran.

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Ein Leben ohne Liebe, ohne die Nähe des Geliebten ist nur eine »Comėdie à tiroir«, ein schlechtes Schubladenstück.

Goethe, Die Wahlverwandtschaften, 1809. 2. Teil, 9. Kap.