Liebe Sprüche

Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen

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Wenn dich keiner liebt, ist es überflüssig, daß du in dieser Welt lebst.

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Das ist der größte Vorteil für die Menschheit, Daß jeder für die andern alles thue, Und jeder von den allen es empfange. Nur wenig bringt der Einzelne dem Ganzen, Wie viel empfängt der Einzelne von allen! Wie treu beschützt ist jeder durch die Menschheit. Wie wenig mehr bedarf es doch zur Eintracht, Zu Glück und Ruh' zu unkränkbarer Freiheit Von allen Menschen, als den Willen aller: Jedwedem mit dem Leben selbst zu dienen! Mit den geringsten Mitteln will der Gott Die größte Wirkung – aber durch die größte Gesinnung, durch die göttlichste: – die Liebe.

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Die Liebe ist ein Himmelstropfen, herabgeflossen in den Kelch des Lebens, um die Bitterkeit seines Inhalts zu mildern.

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Niemals sind wir ungeschützter gegen das Leiden, als wenn wir lieben, niemals hilfloser unglücklich, als wenn wir das geliebte Objekt oder seine Liebe verloren haben.

Freud, Das Unbehagen in der Kultur, 1930

In der Liebe gibt es die schöne Sprache des Schweigens, welche mehr erregt als das Reden.

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Die Liebe ist die beständige Melodie der Menschheit; sie erhält die Welt ewig jung und frisch. Sie gießt einen hellen Glanz aus über die Jugend und verbreitet um das Alter einen Heiligenschein.

Smiles, Der Charakter (Character), 1871

Die allerschönste Blume, Die hier dem Menschen blüht, Die süße Himmelsdüfte Ihm hauchet ins Gemüt, Dies wunderbare Blümelein, – Du rätst wohl, wie es heißt – Mit Tränen will's begossen sein, Daß du's nur weißt!

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Kann der Winter alles zähmen, Kann er töten Laub und Gras, Kann er schon die Frücht' uns nehmen, Kann er zwingen alles Naß, Ei, sie muß er doch mit Schanden Von den Herzen ziehn ab, Die mit festen Liebesbanden Sich verknüpfen bis ans Grab.

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Heimliche Liebe Es ist genug der Hände Drücken Der Füße Tritt, der Augen Nicken, Wenn, Liebchen, wir bei Leuten sind. Hör' auf mit weitern Liebeswerken; Man will es fast zu deutlich merken, Daß wir uns lieben, gutes Kind. Sind wir dann insgeheim beisammen, So lüste frei die heißen Flammen; Bin ich doch, Närrchen, allzeit dein. Dann können wir uns satt ja küssen Und, was wir je zuweilen missen, Mit Wucher bringen wieder ein.

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Da die Nacht mit Laternen noch draußen stand, Der Schlaf und der Träume glitzernder Fächer Um Haus und Himmel ausgespannt, Da sang an mein Bett weit über die Dächer, Da sang vor der Stund', eh' mit bläulicher Hand Der Morgen sich unter den Sternen durchfand, Eine Amsel aus Finster und Fernen. Eh' noch den Laternen das Licht verflackt, Hat schon die Amsel die Sehnsucht gepackt. Sie sang, von Inbrunst aufgeweckt, Mit dem Herz, das ihr heiß in der Kehle steckt. Sie sang von Lieb', die sich aufgemacht Und durch die schlafenden Mauern lacht.

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Harlekins Liebes-Carmen Lisette, liebster Rosenstock, Meines Herzens Zucker-Stengel, Du meines Leibes Unter-Rock Mein Schatz und tausend Engel. Vernimmm den Klang, Und schönen Gsang, Die saubern Ritornellen, So klingen wie Kuhschellen. Und diß geschieht zu Ehren dir, Weil ich dich herzlich liebe, Das Herz in Hosen zittert mir, Aus lauter Liebes-Triebe, Du wirst ja auch, Nach Handwerks-Brauch, Mich recht von Herzen meynen, Sonst müßt ich todt mich greinen. Ach mache mir doch auff geschwind, Du wertheste Lisette, Ach lasse mich doch ein, mein Kind, Mein Schatz, zu dir ins Bette, Denn Harlekin, Dein Herz und Sinn Erwartet dein mit Schmerzen, Thu auff und laß dich herzen!

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Die rechte Liebe ist wie der Sandelbaum, der die Axt, die ihn umhaut, noch mit Wohlgeruch umduftet.

Brandt (Hg.), Gedankenperlen zum Betrachten und Beachten. Eine Gabe für sinnende und sinnige Freunde, 1861

Liebeseifer Ach Liebste laß uns eilen! Noch ist es Zeit Es schadet das Verweilen Uns beiderseit. Der edlen Schönheit Gaben Fliehn Fuß für Fuß Daß alles, was wir haben, Uns schwinden muß. Der Wangen Ziehr verbleichet Das Haar wird greiß Der Augen Feuer weichet Die Brunst wird Eiß. Das Mündlein von Korallen Wird ungestalt, Die Hände, sie verfallen Und du wirst alt. Drum laß und jetzt genießen Der Jugend Frucht Eh' als wir folgen müssen Der Jahre Flucht. Wo du dich selber liebest, So liebe mich; Gib mir – das, wann du gibest, Verlier auch ich.

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Zorn Reize mich nicht – o reize mich nicht! Ich könnte sonst vergessen, Wie viel ich thörichte Liebe für Dich Und Selbstverleugnung besessen! Ich könnte vergessen, was ich Dir galt Und was ich um Dich gelitten, Drum reize mich nicht – o reize mich nicht, Zur Stunde kann ich noch bitten! Doch wehe! wenn ich es nicht mehr kann, Dann kenn' ich kein Zögern und Schwanken, Du weißt, wenn meine Lippe zuckt, Dann morden die bösen Gedanken.

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Oh, wie mir schweren Dranges Das Herz im Leibe bebt, Wenn sie so leichten Ganges An mir vorüberschwebt! Herab vom Rücken weht Ein blendend weißer Schauer; Durch ihre Augen geht Ein wunderbares Feuer; Die schwarzen Locken wühlen Um ihres Nackens Fülle; Der Leib, der Busen fühlen Sich eng in ihrer Hülle. Allüberall Bewegung, Allüberall Entzücken, Daß sich in toller Regung Die Sinne mir berücken, Daß wunderbaren Dranges Das Herz im Leibe bebt, Wenn sie so leichten Ganges An mir vorüberschwebt! Narzissen blühn und Rosen Um himmelblauen Kleide, Darunter flammen Hosen Von feuerroter Seide – Die kleinen, zarten Füße, Die weichen, feinen Hände, Der Mundrubin, der süße, Der Zauber ohne Ende! Oh, wie mir schweren Dranges Das Herz im Leibe bebt, Wenn sie so leichten Ganges An mir vorüberschwebt!

Bodenstedt, Die Lieder des Mirza-Schaffy, 1851. Hafisa

Der Mann liebt wenig und oft, die Frau stark und selten.

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Ach, was wißt ihr von Liebe denn, ihr Jungen. Kaum flügg' Gewordnen, mit dem Flaum am Kinne, Die ihr ins Leben kommt hereingesprungen Wie in den Ballsaal bunte Harlekine? Ihr schlürft sie nicht mit wählerischen Zungen! Euch ist sie noch im tollen Rausch der Sinne Ein Becher Sekt, voll Übermut geschwungen, Gleichgültig, was davon zu Boden rinne! – Uns aber, die wir wissen, wie sie endet, ist jede Liebe gleich dem heil'gen Grale, Die alles Reine vom Gemeinen wendet, Und die wir trinken bis zum Grund der Schale, Verschwendungslos, als würde sie gespendet Vom Schicksal jedem stets zum letzten Male.

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So ist denn alles nichts, wenn das eine fehlt, das dem Menschen alles übrige wert ist.

Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre, 1795/6. 8. Buch, 7. Kapitel

Das erste Liebeswort Das war der süßeste der Laute! Sie sprach's, das erste Liebeswort; Im Herzen nun trag ich das traute Tiefselige Geheimnis fort. Allein, wo berg' ich meine Wonne, Daß ich sie wohl behüten mag? Dein Licht verhülle, läst'ge Sonne! Verstumme, lärmbewegter Tag! Weltfern sei meines Glückes Fülle Begraben, wo sie nichts verrät Und nur durch Nacht und heil'ge Stille Des süßen Wortes Nachhall weht.

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Mächtiger als die Wellen des Meeres sind Thränen der Liebe. Jene gehorchen dem Sturme; diese besänftigen ihn.

Bouterwek, Neue Vesta. Kleine Schriften zur Philosophie des Lebens und zur Beförderung der häuslichen Humanität, hg. von Fr. Bouterwek, 11 Bde., 1803-1810

Es ist wohl wahr, daß der Mensch sich nicht zur Liebe zwingen kann, wie er sich zur Arbeit zwingen kann; daraus aber folgt durchaus nicht, man könne ohne Liebe mit Menschen umgehen, besonders, wenn du irgendwelche Ansprüche auf sie machst. Fühlst du keine Liebe zu den Menschen, bleib' schön ruhig sitzen, befasse dich mit dir selbst, mit Gegenständen, mit allem, was du willst, nur mit Menschen nicht.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07