Liebe Sprüche
Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen
5474 Sprüche in dieser Kategorie
O nichts befriedigt die liebende Seele, als was sie mit der geliebten teilt.
Wenn man fort ist, da fühlt man's, wie lieb man sich haben soll, während man bei einander ist.
Bescheid Mädelein, was machst du? Wenn ich weine, lachst du; Mädelein, was meinst du? Wenn ich lache, weinst du. Wenn ich dich herze, grollst du, Wenn ich grolle, staunst du; Wenn ich staune, schmollst du, Wenn ich schmolle, launst du. Wenn ich laune, lachst du, Wenn ich lache, weinst du; Mädelein, was machst du? Mädelein, was meinst du? "Ohne Rauch und Kohlen Kanns kein Feuer geben, Und nicht unverhohlen Kann die Liebe leben. Soll dir Liebe werden, Nimm auch Rauch und Kohlen, Denn so ists auf Erden – Damit Gott befohlen!"
Die Liebe ist die einzige positive Größe, die durch Teilen verdoppelt.
Das Weib liebt die Liebe, also liebe sie.
Eine Bemerkung Verschwiegne Liebe wird zur Schlange, Die unsers Lebens Ruhe stört, Sie tilgt das Roth von unsrer Wange, Sie ist's, die jeden Reiz verheert – Und die man doch so gern und lange Mit Schmerz in seinem Busen nährt.
Heimkehr Wie ich in den Hofraum trete durch das mittlere Tor, drängt sich wiederum das stete blinde Weinen empor. Vor zwei Jahren, langen Jahren, stand ich hier zuletzt. Blumen, die damals Blüte waren, duften und blühen auch jetzt. Und die Halle mit dem Dach, grün und dunkelbraun, und das Fenster von meinem Gemach und der Bambuszaun, alles nimmt sich wie damals aus, atmet die gleiche Ruh. Aber am Eingang zum inneren Haus fehlt nun etwas: du.
Im Kampf zwischen der Scham und dem Eros, geht immer Eros als Sieger hervor.
Stumme Liebe Ich liebe dich – und muß dir doch entsagen! Wie viele Süße und wie vieles Leid, Wie viele schmerzdurchbohrte Seligkeit Die armen, herben Worte in sich tragen! In Ketten ist mein stürmisch' Herz geschlagen, Und keine Gnade gibt es, die befreit, Und keine Hoffnung, die ihm Flügel leiht – Nur leiden darf es, doch es darf nicht klagen. So folgt es dir wie ein getreuer Hund. Und eines Tages wirst du es verjagen Wie einen lästigen Hund – und es vergessen. Und für die Liebe, jahrelang getragen, Wird sich nicht einmal – einmal nur dein Mund Auf meine stummgebliebnen Lippen pressen.
Gar mancher steht und wartet in der Welt Und weiß nicht recht, worauf er warten soll; Wer zu viel Freundschaft hofft, sieht selbst im Freunde Den kalten Fremden: diese Alltagswelt Ist voll von leeren Busen, leeren Herzen, Daß man die Liebe nicht verschleudern muß, Um nicht in jenen schlimmsten Fall zu kommen, Um Liebe einst zu betteln, und wie Bettler Mit Höhnen von der Thür gewiesen werden.
Mit Leib und Seel' Manchmal im Traume meiner Nacht Umschling' ich sie mit tiefer Glut In ihrer ganzen nackten Pracht Und tu, was heiße Liebe tut … Doch wenn sie dann am Tage mir Begegnet, keusch und rein wie je, Schäm' ich so bitter mich vor ihr, Daß ich ihr kaum ins Auge seh'. Sie aber lächelt still und fein, Als wüßte sie, was ich verhehl' Und spräche: Kann es anders sein Wenn du mich liebst mit Leib und Seel'? Und hast du nie daran gedacht, So keusch ich dir am Tage schien, Ob nicht die Träume meiner Nacht Dieselben irren Wege ziehn?
Liebster Freund, kannst du nicht sehen, Daß die Dinge, für uns sehbar – Nur ein Widerschein, ein Schatten Derer, nicht dem Blick erspähbar? Liebster Freund, kannst du nicht hören, Daß das Marktgeschrei der Menge – Ein verzerrtes Widerhallen Feierlicher Sphärenklänge? Liebster Freund, und kannst du ahnen, Daß es eins nur gibt auf Erden – Wenn in einem stummen Gruße Sich zwei Herzen einig werden? Kamen nicht umsonst zusammen, Nicht umsonst haucht wie in Flammen Meine Leidenschaft: Dieser Feuerqualen Würgen, Ist es nicht das beste Bürgen Für der Schöpfung Kraft? In die dunkle Schlucht der Gluten Strömen die lebendgen Fluten Ewger Liebe hier. Aus des Kerkers Gluten bringe Von des Feuervogels Schwinge Ich die Feder dir. Licht aus Nacht. Aus Schollendunkel Könnt nicht aufgehn mit Gefunkel Deiner Rosen Pracht, Wenn ins Finstre, Trübe, Schwere Nicht tief eingedrungen wäre Ihrer Wurzeln Macht.
Die Liebe [...] [ist] der Baum des Lebens, den mitleidige Engel, den die Hand der ewigen Liebe selbst aus dem verlorenen Paradiese in die Wüste des Lebens verpflanzte.
Welch hohes Wunder muß die Liebe sein! Das Menschenherz ist doch so eng, so klein – Und wenn es liebt, dann ist es groß und weit, Dann hat es Raum für eine Ewigkeit. – Dann ist es stark, nicht länger arm und schwach, Denn in ihm tönt ein Gottgedanke nach, Es loht darin ein Funken Himmelglut, Ein Strahl von jenem Licht, das Wunder thut, Ein Hauch der Schöpferkraft, die aus dem Nichts Das Weltall rief zum Träger ihres Lichts – – O, welch ein Wunder muß die Liebe sein! – Für einen Himmel ist es viel zu klein, Und dennoch hat dies weite Herz nur Raum Für einen einz'gen holden Liebestraum!
Es ist eine traurige Liebe, wo man zum erstenmal im Grab miteinander zu Bette geht.
Aber wo wäre denn Glück zu finden, wenn nicht eine beiderseitige Liebe es einem verschafft? Zärtliche Freundschaft, süßes Vertrauen, das einzige, das ohne Vorbehalt ist, gelinderte Pein, vermehrte Freuden, zauberische Hoffnung, köstliche Erinnerungen, wo anders als in der Liebe sollten sie zu finden sein?
Es war einmal die Liebe … Es war einmal die Liebe, Die himmelsklare Liebe, Wohl in gerechtem Zorn, Und sprach zum blinden Triebe: Verzeih! heut kriegst du Hiebe Ganz recht mit einem Dorn. Da zagt der Trieb betroffen, Doch kaum hat ihn getroffen Der Liebe Dornenstreich, Sind alle Knospen offen, Der Dorn ganz ohn Verhoffen Schlug aus voll Rosen gleich. Es war einmal die Liebe, Die himmelsklare Liebe, Sie war vom Trieb betrübt, Und sprach zum blinden Triebe: An dir, du Friedensdiebe, Wird Rache heut geübt. Doch, als sie sich will rächen, Entstürzt in Tränenbächen Das Mitleid ihrer Brust, Sie kann den Stab nicht brechen, Die Lieb wird aller Schwächen Des Triebes sich bewußt. Es war einmal die Liebe, Die himmelsklare Liebe, Sie war vom Trieb gekränkt, Und sprach zum blinden Triebe: Wenn dir kein Trost auch bliebe, Heut wird dir's nicht geschenkt, Und, um ihm zu gedenken, Will sie ein Füllhorn senken Voll von Gerechtigkeit, Und hat mit Fahnenschwenken Den Richtplatz mit Geschenken Der Gnade überstreut. Ei sag einmal du Liebe, Du himmelsklare Liebe, Wer hat dich das gelehrt, Daß man dem blinden Triebe Für strenge Dornenhiebe Nur Rosen mild beschert, Und daß man für die Rute Dem blinden Übermute Nur süßen Honig gibt. Das lehrte dich der Gute, Der dich mit seinem Blute In deiner Schuld geliebt. Da sang einmal der Liebe, Der himmelsklaren Liebe, Der Trieb dies Liebeslied, Dass Lieb dem blinden Triebe Das Licht ins Herz einübe, Das ihr im Auge blüht. Da sah der Trieb verkläret, Was Liebe ihm gewähret, Und beide sprachen fromm: Du hast mich Trost gelehret, Du hast mir Licht bescheret, Trieb sei der Lieb willkomm! Da faßt einmal die Liebe, Die himmelsklare Liebe Sich einen frischen Mut Und ward dem blinden Triebe, Daß er nicht irrend bliebe, Ein Blindenführer gut. Da lernt der Trieb das Lieben, Da ward die Lieb getrieben, Bis sehend er, sie blind, Und beide sind's geblieben, Und ich hab es geschrieben, Lies du und bleib ein Kind!
Die Liebe ist kein Ding der Freiheit, der Reflexion, der Schul-Vernünftigkeit, sondern eine Naturmacht, ein Verhängnis im Herzen.
Die Menge wird nicht zur Gesellschaft, die Gesichter sind nichts anderes als eine Sammlung von Bildern und die Gespräche ein störender Lärm, da, wo es keine Liebe gibt.