Liebe Sprüche

Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen

5474 Sprüche in dieser Kategorie

Versucht die Liebe, die eure Pflicht ist!

Pestalozzi, Über Gesetzgebung und Kindermord, 1783

Liebe Was die Liebe kann begehren, Liebe darf es frei gewähren. Was von Liebe ward verschuldet, Gern von Liebe wird's geduldet. Alles Fehlen, alles Irren, Liebe weiß es zu entwirren. Trägt mit seliger Gebärde Alle Not und Schuld der Erde; Am Geliebten jeden Flecken Weiß sie sorgsam zu verdecken; Ja, ihn völlig freizusprechen, Lächelnd teilt sie sein Verbrechen.

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Lobgesang Wie das Meer ist die Liebe – unaufhörlich, unergründlich, unermeßlich: Woge um Woge drängend getrieben, Woge um Woge wühlend verschlungen, sturm-und-wettergeworfen nun, sonnelachend nun, bebend nun dem Mond die rastlos wechselnde Fläche, – doch in der Tiefe leises Fluten ewiger Ruhe, unerschüttert, undurchdringlich dem suchenden Blick, matt verdämmernd in nächtiges Dunkel, – und in der Weite sanftes Wallen ewiger Ruhe, unbewegt, unerfaßlich dem suchenden Blick, still verschwimmend in Himmelslüfte, – Ahnung der Unendlichkeit — ist das Meer, ist die Liebe.

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Liebe und Geduld sind durch tausend Meilen getrennt.

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In Liebeslust, in Sehnsuchtsqual In Liebeslust, in Sehnsuchtsqual, O höre mich! Eins sing ich nur viel tausendmal Und nur für dich. Ich sing' es laut durch Wald und Feld, O höre mich! Ich sing' es durch die ganze Welt: Ich liebe dich! Und träumend noch in stiller Nacht Muß singen ich; Ich singe, wenn mein Aug' erwacht: Ich liebe Dich! Und wenn mein Aug' im Tode bricht, O sähst du mich! Du sähst, daß noch dies Auge spricht: Ich liebe dich!

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Bei Tag liebt man den Menschen wegen seiner Tugenden, bei Nacht wegen seiner Schwächen.

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Die Sonne nimmt mit der Entfernung an Hitze ab, bei der Liebe ist's umgekehrt.

Schlichting (Hg.), Weiser Humor – Lachende Philosophie. 1000 der besten boshaften Sinnsprüche, gesammelt von Wilhelm Schlichting, Verlag Wilhelm Schlichting, Stuttgart-Gablenberg 1931

Bleibe, bleibe bei mir, Holder Fremdling, süße Liebe, Holde, süße Liebe, Und verlasse die Seele nicht! Ach, wie anders, wie schön Lebt der Himmel, lebt die Erde, Ach, wie fühl ich, wie fühl ich Dieses Leben zum ersten Mal!

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese

Der sicherste Weg, damit dich der andere liebt, ist, ihn nicht zu lieben.

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Liebhaben, das heißt nichts annehmen, von nirgends, alles vergessen und von einem Menschen alles empfangen wollen, das was man schon besaß und alles andere.

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Und wie viele Menschen verdienen es denn überhaupt, daß man sich von ihnen lieben lässet? Mich ausgenommen, nicht zwei, und kaum.

Jean Paul, Flegeljahre, 4 Bde., 1804-1805. Viertes Bändchen. Nr. 64. Mondmilch vom Pilatusberg

Es kann das arme Leben Ein dauernd Glück nicht geben. Doch wo zwei Herzen füreinander schlagen, Da werden leichter sie das Leid der Erde tragen.

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Kleiner Roman Sie lernte Stenographin. Er war Engros-Kommis. Im Speisewagen traf ihn ein Blick. Er liebte sie. auf einer Haltestelle brach man die Reise ab, woselbst er im Hotelle sie als sein Weib ausgab. Nicht viel, das man sich fragte. Doch küßten sie genug. Und als der Morgen tagte, ging schon der nächste Zug. Nach einer kurzen Stunde fand ihre Fahrt den Schluß. Er nahm von ihrem Munde noch einen heißen Kuß. Er sah sie schnupftuchwinkend noch stehn zum letztenmal, und in sein Auge blinkend sich eine Träne stahl. Er soll sie noch heute lieben. Sie war so drall und jung. Ihr ist ein Kind geblieben und die Erinnerung.

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Ständchen Was Liebe gibt und Liebe weiht, Und wär's auch ohne Worte, Was Schönes ist es allezeit Und auch an jedem Orte. Und wenn dir nicht erscheinen kann In diesem Gruß das Schöne, So nimmt ihn doch als Liebe an, Es sind des Herzens Töne.

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Lebenswechsel Einst litt ich Schmerzen der Liebe, sie gingen vorüber; Seitdem hab' ich jedoch Stunden und Tage vergähnt.

Platen, Gedichte. Ausgabe 1834. Epigramme

Wollust O Unterschied im Liebesspiele! Wie kommt es aus ganz andern Quellen: bei ihr zu sein, und sie sich vorzustellen! Denn sie ist nur ein Schein; doch wenn sie fern, erwachsen die Gefühle. Kurz ist die Gier, und man ist bald am Ziel und fühlt nur eben, was man fühle; das ist nicht viel. Gern wär' man aus dem Spiele, ist man bei ihr. Wie bin ich anders aufgewühlt, ist sie entrückt! Wie wird sie vielfach neu und nah und endlos bleibe ich verzückt, denn sie, sie selbst ist da, und ich, ich fühle, was sie fühlt!

Kraus, Worte in Versen I-IX, 1922-1930. IV.

Was kann er für sie thun?!? Was kann ich für Dich thun?!? Ich kann auf dem Spaziergang Deinen Mantel tragen – – – ich kann Dich, wie Du gestern schliefest, fragen – –. Ich kann, wenn man Dir widerspricht, mit meinem Blicke sagen: "Du hast Recht, nur Du!" Ich kann, wenn Du nicht da bist, bedrückt und kränklich sein – – – – ich kann vor Glück erbeben, trittst Du ein – –. Ich kann mein Opernglas Dir leihen im Theater und Komplimente über seine Tochter machen zu Deinem Vater. Ich kann Dir süße Mandarinen bringen und manche kleine Aufmerksamkeit wird mir gelingen. Mein Herz jedoch wird unerbittlich fragen, ohne zu ruh'n: "Was kann ich für sie thun?!?"

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Man verliebt sich nur in den Schein, man liebt aber die Wahrheit.

Rosenkranz/Schubert (Hg.), Bemerkungen zu den Beobachtungen über das Gefühl des Schönen und Erhabenen, entstanden um 1764, posthume Auswahl veröffentlicht 1842, vollständig zugänglich seit 1942

An die Sonne Sinke, liebe Sonne, sinke! Ende deinen trüben Lauf, Und an deine Stelle winke Bald den Mond herauf. Herrlich und schöner dringe Aber Morgen dann herfür, Liebe Sonn! und mit dir bringe Meinen Lieben mir.

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Das Mädchen Wie so innig, möcht ich sagen, Sich der Meine mir ergibt, Um zu lindern meine Klagen, Daß er nicht so innig liebt. Will ich's sagen, so entschwebt es; Wären Töne mir verliehen, Flöss' es hin in Harmonien, Denn in jenen Tönen lebt es. Nur die Nachtigall kann sagen, Wie er innig sich mir gibt, Um zu lindern meine Klagen, Daß er nicht so innig liebt.

Schlegel, F., Gedichte. Abendröte. Zweiter Teil

Jeder Tag ohne Liebe zu erweisen, oder zu empfangen, ist ein verlorener in Gottes Reich.

Toeche-Mittler, Stimmungsgedanken über Raum und Zeit, 1907