Liebe Sprüche

Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen

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Zuletzt hat diese Verteufelung des Eros einen Komödien-Ausgang bekommen: Der „Teufel“ Eros ist allmählich den Menschen interessanter als alle Engel und Heiligen geworden, Dank der Munkelei und Geheimtuerei der Kirche in allen erotischen Dingen.

Nietzsche, Morgenröte. Gedanken über die moralischen Vorurteile, 1881

O Männer! Forscht! Erforscht der Mädchenherzen Triebe! Oft lieben sie nicht uns – nur unsre Liebe.

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Die stärksten Antriebe der Natur [...] sind Liebe zum Leben und Liebe zum Geschlecht.

Kant, Anthropologie in pragmatischer Hinsicht, 1798. Erster Teil. Anthropologische Didaktik

Nenn ich dich Glück? Nenn ich dich Glück? Entsetzen? nenn ich dich Heil oder Folter? Ich weiß keinen Namen Zu fassen dich; ich fügte keinen Rahmen Um dich, daraus dein Bild nicht löste sich Und schritt davon. Ich habe dich zu halten Vermocht in keiner einzigen Gestalt. Ich griff mit einer innigen Gewalt Und was ich griff, lächelte schon gespalten… Du bist so weise dich stets zu entwinden Aus meinen Worten, meinem Blick, der Hand, Daß ich schon oft vermeinte dich zu finden, Wenn ich fand (Unvollendet)

Weissmann, M. L., Gedichte

Ist die Liebe ein Laster, so ist sie ein schöneres Laster als alle Tugenden zusammen.

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Nichts auf der Welt kann einen Menschen, den man geliebt hat, ersetzen.

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Nicht? Mund, der dürstend mir am Munde lag, Und die Augen halb erschöpft geschlossen, Füßchen, die ich hob zum Wagenschlag, Irre Worte, die in eins verflossen, Nachts in finst'ren Fluren Kuß um Kuß, Lange Blicke, die wie Fackeln brannten, Zwischen Tagesanfang und -beschluß Briefe und Verse, die mir Flammen sandten – – Komm' nur her und sprich, du liebst mich nicht! Und hast mondelang um mich geworben, Mondelang bist du um mich gestorben! Jetzt her den Blick und sprich: "Du liebst mich nicht!"

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Wer liebt, muß das Los dessen teilen, den er liebt.

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Wahre Liebe verströmt sich auf das Objekt ihrer Zuneigung, ohne etwas zurückzuverlangen.

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Astronomisches Gespräch Sieh den Mond mit schlanken Sichelarmen glühend zucken nach den schönsten Sternen. Süße Ferne, wo Gestirne liebend sich umarmen! – Meinst du gar, sie werden sich erreichen? Wird der junge Mond den Stern umfangen? Hold Verlangen, fern von dir zu stehen, dem Stern zu gleichen! – Menschenaugen werden's nicht erspähen. Doch im Licht des Tages scheu verborgen mag der Morgen, der uns trennt, sie bei einander sehen. Und wenn Tag mit flammenden Alarmen auf mich scheucht vom Lager der Geliebten, liegen wohl im Ungetrübten Mond und Stern sich liebend in den Armen. – Freund, so laß mich lieber dich umschlingen. Gib den Tag als Mantel den Gestirnen. Von den Firnen schwand das Licht. um uns die Nacht zu bringen. –

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Liebend unternehmen wir aneinander gleichsam Schwimmübungen am Korken, während deren wir so tun, als sei der Andere als solcher das Meer selber, das uns trägt.

Andreas-Salomé, Lebensrückblick: Grundriß einiger Lebenserinnerungen, 1951 (posthum)

Glänzender Stern! Glänzender Stern! Wär ich doch stet wie Du – Nicht Schimmern, einsam aufgehängt zur Nacht, Und schlaflos, offnen Lides immerzu, Einsiedler der Natur, der duldsam wacht, Wie sich das Meer bewegt, das priestergleich Die Menschenküsten reinwäscht auf der Welt, Und auf den Schnee blickt, dessen Maske weich Auf Heideland und Hügel niederfällt – Nein – und doch stetig, stets unwandelbar, Gebettet auf der Liebsten junger Brust, Dem sanften Auf und Ab für immer nah, Für immer wach in ruheloser Lust, Stets, stets im Ohr den zarten Atemzug, Und wär so ewig – sonst nie tot genug.

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Jeder wird von irgendwem geliebt, wenn er es auch nicht weiß.

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Manchmal ein Zaun dazwischen, Weckt neu die Lieb und tut erfrischen.

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O gib O gib mir deine Hände, Der Frühling brennt im Hag, Verschwende dich, verschwende Diesen Tag. Ich liege dir im Schoße Und suche deinen Blick. Es wirft gedämpft den Himmel, Der Himmel dich zurück. O glutend über Borden Verrinnt ihr ohne Ruh: Du bist Himmel geworden, Der Himmel wurde du.

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Der Abend geht hinab wie ein bescheidenes Feuer, das erlischt. Dort, über den Bergen, verbleibt ein bißchen Glut. Und dieser abgebrochene Baum am weißen Wege bringt einen zum Heulen vor Mitleid. Zwei Äste an dem verwundeten Stamm, und ein welkes, schwarzes Blatt an jedem Ast! Weinst du? … Zwischen den goldenen Pappeln in der Ferne erwartet dich der Schatten der Liebe.

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Die erste Liebe O wie viel Leben, wie viel Zeit Hab' ich, als kaum beseelt, verloren, Eh' mich die Gunst der Zärtlichkeit Begeistert und für dich erkoren! Nun mich dein süßer Kuß erfreut, O nun belebt sich meine Zeit! Nun bin ich erst geboren!

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Die meisten Liebesgeschichten haben einen typischen Werdegang: Fieber, Langeweile, Asphyxie.

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An eine, die vorüberging Der Straßenlärm betäubend zu mir drang. In großer Trauer, schlank, von Schmerz gestrafft, Schritt eine Frau vorbei, die mit der Hand gerafft Den Saum des Kleides hob, der glockig schwang; Anmutig, wie gemeißelt war das Bein. Und ich, erstarrt, wie außer mich gebracht, Vom Himmel ihrer Augen, wo ein Sturm erwacht, Sog Süße, die betört, und Lust, die tötet, ein. Ein Blitz … dann Nacht! – Du Schöne, mir verloren, Durch deren Blick ich jählings neu geboren, Werd in der Ewigkeit ich dich erst wiedersehn? Woanders, weit von hier! zu spät! soll's nie geschehn? Dein Ziel ist mir und dir das meine unbekannt, Dich hätte ich geliebt, und du hast es geahnt!

Baudelaire, Gedichte. Die Blumen des Bösen (Les fleurs du mal), 1857-66. Nach der Übers. von Wolf v. Kalckreuth, Insel-Verlag, Leipzig 1907. Originaltext der Übersetzung

Wir lieben nicht was uns liebt, sondern was uns reizt.

Gött, Zettelsprüche. Aphorismen, hg. von Volker Schupp und Reinhard Pietsch, Universitätsbibliothek Freiburg i. Br. 1982

Der Eros triumphiert, egal, mit wem er kämpft.

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