Liebe Sprüche

Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen

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Lieb' und edles Herz sind eines nur.

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Was ist die Liebe denn nur, wenn sie uns sogar dazu bringt, daß wir uns nach den Gefahren zurücksehnen, denen sie uns aussetzt; wenn man vor allem fürchten muß, sie selbst dann noch zu empfinden, wenn man sie nicht mehr einflößt.

Laclos, Gefährliche Liebschaften (Les Liaisons dangereuses), 1782

Liebe Tief und tiefer: seliges Geben, bang Empfangen – welch Verschulden! Schwellend wühlt sich Leben in Leben: wildes Wachsen, stilles Dulden.

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Wenn man eine Frau liebt, so fragt man sich: Was will ich von ihr? Aber wieviel Vorsicht ist nötig, um nicht zu lügen?

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Frauenliebe Frauenliebe ist die Quell' im Thale, Die, ob festes Eis sie noch umschließt, Bei dem ersten warmen Sonnenstrahle Wieder reicher wallend sich ergießt. Frauenlieb' ist gleich dem Rosenstrauche; Ob ihm Nord und Sturm die Blüten raubt, Bei dem ersten warmen Frühlingshauche Hebt aufs neu' erblühend er das Haupt. Frauenlieb' ist gleich dem Abendsterne, Scheint vergebens er auch tausendmal, Ruhig harrt er in der blauen Ferne, Bis ein liebend Aug' erkennt den Strahl.

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Der Mensch, der die Gewalt besaß, uns glauben und lieben zu machen, bleibt zutiefst in uns der königliche Mensch, auch noch als späterer Gegner.

Andreas-Salomé, Lebensrückblick: Grundriß einiger Lebenserinnerungen, 1951 (posthum)

Wo ich nicht lieben kann, mag ich nicht leben.

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Ja, einmal nimmt der Mensch von seinen Tagen Im voraus schon des Glückes Zinsen ein, Und spricht: Ich will den Kranz der Freude tragen, Mag, was darauf folgt, nur noch Asche sein. Die vollen Becher! Laß uns alles wagen! Ja einmal will ich auf den Mittagshöh'n Des Lebens stehn und dann am Ende sagen: Wie war es doch so schön! Wie war der Traum so schön! Da wir uns liebten, Da blühten Rosen um den Trauerzug; Im Schaum der Tage, die sonst leer zerstiebten, War eine Perle, reich und stolz genug. Ich will den Arm um deinen Nacken schlingen, Und durch die Ferne der Erinnrung tön': Kann keine Zeit das Glück uns wiederbringen – Wie war es doch so schön!

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Mit keinen sonstigen Begriffen des Lebens wird so viel Missbrauch getrieben wie mit denen der Freundschaft und Liebe.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Die Liebe selbst ist niemals ein Mißverständnis, nur stößt oder verwundet sie sich leicht an den Mißverständnissen des Lebens und der Wirklichkeit.

Tieck, Der Hexensabbat. Novelle, 1831

Liebesschauder Unter einer Trauerweide, Vor dem Tor im Sternenschein Flüstern, von der Mailuft trunken, In ihr süßes Glück versunken, Junggesell' und Mägdelein. Unterm Gras ruht ein Vergess'ner, Von den Wurzeln treu bewacht. Ruhig schaun die tiefen, dunklen Augenhöhlen in das Funkeln Einer seligen Liebesnacht. Was verstummt das traute Lispeln? Kam ein Schauder jenen Zwei'n, Daß auf einem Grab sie küssen, In der Jugend Vollgenüssen, In dem Kreis des Todes sei'n?

Bosshart, J., Gedichte

Bei einem beinah alten Mann Bei einem beinah alten Mann Meldete sich klein Amor an (Ein Mädchen wars in einer Hosenrolle). Der Überraschte fragte, was er wolle. "Dich prüfen will ich", sprach das liebe Ding (Halb Gassenbub, halb Schmetterling), "Ob du noch brennen kannst" und küßt ihn so, Daß augenblicks er Feuer fing. Darüber war der Mann natürlich froh. Denn allzulange war er wie ein Besen, Zwar dürr, doch ohne Glut gewesen. Wie aber dann der Kleine wieder ging, Da trat herein zur Türe groß Madam Vernunft, setzt schwer sich auf den Schoß Noch warm von Amors Hinterteilchen Und sprach: Herr Lichterloh, glaubt nicht dem Mädel, Das jetzt zu Euch in Amors Maske kam Und augenblicks Besitz von Euerm Schädel, Von Euerm Torenschädel nahm, Denn es vertrieb sich bloß ein Langeweilchen. Da bot der Mann Madam Vernunft den Arm Und führte sie zur Tür und sprach: "Au revoir, Ihr sprecht wahrscheinlich wie gewöhnlich wahr, Doch allzukühle, und ich bin von Herzen Froh, daß mir endlich wieder einmal warm Zumute ist. Der Liebe helle Kerzen Lösch ich nicht aus. Wer weiß, wie bald ein Wind Sie niederweht und ich im Finstern träume Von hellen Kerzen, die erloschen sind."

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Ach das ist eben das Unglück der Menschen, daß sie einen solchen Unterschied zwischen Liebe und Freundschaft machen, als könnte man je etwas anderes oder Höheres oder Schöneres als die Seele lieben.

Jean Paul, Briefe. 29. April 1796

Die Liebe Liebe darff nicht lernen mahlen, weil sie nicht die Farbe kennt, Weil sie blaues oft für rothes und für weisses schwartzes nennt.

Logau, Sämmtliche Sinngedichte, 1872 (EA: 1654). Originaltext

Ein Leben, dem das Liebste fehlt, Zerfliegt wie flücht'ger Atemzug.

Scheffel, J. V., Gedichte. Aus: Wiedersehen

Die Liebe lebt von Idealen, aber sie stirbt auch daran.

Lüttwitz, Wo ist das Glück? Aphorismen, 1911

Liebende wissen nichts von Schamhaftigkeit.

Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829

Das Duell Um eine Ziege balgten sich Zwei Böcke, warm von Herz und Stirne. Der Kampf war lang und fürchterlich Zum Glück erschien zuletzt die Dirne Und rief: Ihr Herren, haltet ein; Weswegen rauft ihr? "Nur um dich allein!" Um mich? den Streit kann ich entscheiden. Ich liebe keinen von euch beiden.

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Du klarer Stern, der… Du klarer Stern, der meine Nacht Mit freud'gem Kuß hinweggelacht, Wer je dich sah, vergißt dich nicht. Wo gingst du hin, du schönes Licht? Ich suche dich auf Berg und Höhn; Denn ach! – Du warst so schön, so schön! In deines Augens mildem Glanz Verlor sich meine Seele ganz. Und im Verlust ward mir erst klar, Daß in mir Geist und Leben war. Nun such ich mich in dir, mein Stern, Doch ach! – Du bist so fern, so fern!

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Wandlung Willst du erschau'n, wie viel ein Herz kann tragen, O blick' in mein's! So reich an Wunden, vom Geschick geschlagen, War wohl noch kein's. Doch mitten in den wütendsten Orkanen Erhob ich mich, Und schritt dahin auf meinen fernen Bahnen – Wie stark war ich! Wie ward mir doch nun so mit einemmale Die Kraft geraubt? Es trotzte mutig dem Gewitterstrahle Mein stolzes Haupt, Doch als du zu mir sprachst mit leisem Grüßen: "Ich liebe dich!" Da sank ich still und weinend dir zu Füßen – Wie schwach bin ich!

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Der Lohn der Liebe ist, daß dein Wesen Liebe wird.

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937