Liebe Sprüche

Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen

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Ein Mensch, der liebt, tritt fast aus aller übrigen Gerichtsbarkeit heraus. Liebe – dann kannst du tun, was du willst.

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Die Liebe selbst hat im Bereich des Endlichen verschiedene Arten und Formen: als Liebe des Niederen zum Höheren hat sie mehr vom Verlangen an sich und ist vornehmlich auf Empfang gestellt; als Liebe vom Höheren zum Niederen ist sie mehr freies Schenken aus eigener Überfülle. Immer muss sie aber Hingabe sein, um echte Liebe zu sein. Ein Begehren, das nur für sich gewinnen will, ohne sich selbst zu geben, verdient den Namen Liebe nicht. Man darf wohl sagen, dass der endliche Geist in der Liebe seine höchste Lebensfülle erreicht.

Stein, Endliches und ewiges Sein. Versuch eines Aufstiegs zum Sinn des Seins, 1951

Wetterleuchten Zerrissene Wolken schimmern hell; Matt funkeln vereinzelte Sterne. Ein Wetterleuchten, feuergrell, Zuckt auf in dämmernder Ferne. Die flammende Unrast, abends spät Von der Tagesschwüle geboren, Dies Lenzgewitter, das rasch vergeht, Im Grenzenlosen verloren: Gemahnt an deine Liebe mich, Die einst in heißen Stunden So blendend kam, so jäh verblich Und längst in Nacht entschwunden.

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Wenns dämmert Und Tag um Tag geht still dahin, Und meine ruhigen Augen sehn, Wie alle Wünsche wunschlos still In eine blasse Dämmerung gehn. Dich lieb ich, du! Oh komm, sei mein! Ein grauer Nebel kommt und steht. Wo bist du?! Alles grau und leer. Und mein Begehren wankt und geht. Wohin, wohin!? Ich seh kein Licht, Ins Graue schwindet, was ich will. Laß gehn dahin und frage nicht, Laß gehn dahin und blicke still. Wunsch geht und Welt geruhig hin, Und meine ruhigen Augen sehn, Wie alle Wünsche wunschlos still In eine blasse Dämmerung gehn.

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Kühner Mut ist bei der Liebe.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Wallensteins Tod, 1799. 3. Akt, 2. Aufzug, Gräfin Terzky

Laß allen Tugenden die Sterbeglocke läuten! ich höre ja dich, dich, deines Herzens Lied, du Liebe! und finde unsterblich Leben, indessen alles verlischt und welkt.

Hölderlin, Hyperion oder der Eremit in Griechenland, 2 Bde., 1797-99. Erster Band. Zweites Buch. Hyperion an Bellarmin

Nur eine Rose wollt ich pflücken Nur eine Rose wollt ich pflücken Für ihren Busen. Doch sie wurde rot Und sagte, während ihre Stimme bebte: "Du hast dich nie gekümmert, als sie lebte, Um meine Liebe. Nun ist sie kalt und tot, Willst du ihr Grab mit Blumen schmücken?"

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Glücklich! glücklich!Dichhab ich gefunden, Hab aus Millionendichumwunden, Und aus Millionenmeinbist du.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Die Freundschaft, 1782

Wenn man nicht unbedingt lieben darf, sieht es mit der Liebe schon mißlich aus.

Goethe, J. W., Autobiographisches. Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit, 1811, 2. Teil, 9. Buch

Ich will nur das, was von selbst aus dir kommt, und ich lehne alle Liebesbezeugungen ab, die du in dir zu unterdrücken vermöchtest.

Alcoforade, Portugiesiche Briefe, 1669

Ach, was ist Liebe! Wüßten wir doch nur, was wir lieben!

Rathenau, Auf dem Fechtboden des Geistes. Aphorismen aus seinen Notizbüchern, Verlag Der Greif, Wiesbaden 1953

Wie manches Mädchen meint mit einem Mann nichts als Geistesinteressen und Seelenfreundschaft zu teilen, während sie, – oft unbewußt, – nichts andres begehrt als seine Liebe, seinen Besitz.

Andreas-Salomé, Fenitschka. Eine Ausschweifung, 1898

Eine [Bitte] tun, heißt in der Liebe mehr geben, als eine erhören.

Jean Paul, Flegeljahre, 4 Bde., 1804-1805. Viertes Bändchen. Nr. 59. Notenschnecke

O ihr dürftigen egoistischen Menschen! [...] dieses Polarleben ist ohnehin so kahl und kalt, wir stehen ohnehin Wochen und Jahre nebeneinander, ohne mit dem Herzen etwas Besseres zu bewegen als unser Blut- bloß ein paar glühende Augenblicke zischen und erlöschen auf dem Eisfeld des Lebens – warum meidet ihr doch alles, was euch aus der Alltäglichkeit zieht, und was euch erinnert, wie man liebt – –

Jean Paul, Hesperus oder 45 Hundsposttage. Eine Lebensbeschreibung, 3 Bde., 1795. Zweites Heftlein. 16. Hundposttag

Findet einer selbst im Unglück Liebe, so kann er wenigstens gewiß sein, daß es wahre Liebe ist.

Balzac, Vater Goriot (Le Père Goriot), 1834-35

Deine Hand ist in meiner, solange du sie dort lässt.

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Gefahr kennt keine Zuflucht und Krieg keinen Frieden für den, der die Liebe singen hört und für den sie niemals endet.

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Liebe Wir sind zwei Schatten, die aus Welt und Welt An einem Eschenbaum zusammentrafen. Wir glitten einsam im entrückten Feld Und suchten späte Herberg, um zu schlafen. Und standen einen tiefen Augenblick Uralt bekannt uns gegenüber Und grüßten uns und wuchsen bis ans Glück. Dann sanken wir hinüber und herüber, Zerfallend in die alte Nacht zurück.

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Stille Liebe Es gibt auch eine stille Liebe, die leis und langsam Wurzel schlägt, und, ob auch ohne üppige Triebe, sich warm und fest ums Herze legt. Und solche Liebe hab ich erfahren, und dafür dank ich dir, mein Gott! Sie soll mir lebenslang bewahren das Herz vor allem Groll und Spott.

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Woher? Wie der Wasserlilie Kelch Leuchtend auf den Wellen schwanket, Während in dem Schoß der Wasser Sich ihr stiller Stengel ranket: So, ein lichtes Wunder, schwimmt Träumerisch mir im Gemüte Über tiefen, dunklen Fluten Meiner Liebe weiße Blüte. Ihre Wurzel sah ich nie; Heimlich sproßten ihre Triebe: Wie sie plötzlich sich entfaltet, Wußt' ich eins nur – daß ich liebe!

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Nur das tut mir so bitterweh Nur das tut mir so bitterweh, Daß Niemand mir von ihm erzählt, Ob ich ihn je nur wiederseh', Und ob er glücklich hab' gewählt. Ich möcht' nur einmal noch ihn sehn, Und zög' er auch an mir vorbei. Wollt' ungesehn am Fenster stehn Nur schauen, ob er glücklich sei.

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