Liebe Sprüche
Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen
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Liebe, du bist ernst und froh und duldsam und tätig!
Auf Schwächen und Blößen gründet sich die Liebe, und auf diese die Fruchtbarkeit.
Die da viel lieben, die schweigen selig. Die nicht lieben, sind stets Aufpasser der Liebe.
Als Kind habe ich von Liebe geträumt, als junger Mann vom Ruhm; als Mann vom Grab jener letzten Liebe derer, die keine mehr haben.
In Traumes Bann Sinnverwirrend schön sind deine Rosen, so betäubend ist ihr süßer Duft. Flüsternd raunt es wie ein heimlich Kosen durch die sengend schwüle Sommerluft. Schlummertrunken streck ich meine Glieder, tief beseligt noch im Traumesbann… Küsse dir die müden Augenlider – Was ein Traum heraufbeschwören kann! Und ich fühle dich in meiner Nähe schattenhaft – und doch so lebenswarm! Ganz in eins verschmelzend – ich vergehe selig, liebestoll in deinem Arm!
Es gibt nur da Liebe und Freundschaft, wo sich einer dem andern beugt! Und nicht immer der Schwache vor dem Starken – auch der Starke vor dem Schwachen.
Und die Liebe? Gott, ja, die Liebe! Besteht sie ihrem Wesen nach nicht in der schrankenlosen Bereitwilligkeit, den Zustand des anderen zum eignen zu machen?
Das herbste Wort im ganzen Liebesbuche Ihr alle wähnt, es sei: Ich lieb' dich nicht? – Dies wär' das Wort, vor dessen Zauberspruche So oft ein trostlos Herz im Busen bricht? Ihr irrt! Die Rose, die euch nie geblühet, Füllt euch, entblättert nie mit Wehmutsdrang, Doch wenn euch der genoss'ne Duft entfliehet, Dann mißt ihr das Verlorne doppelt bang! Ihr irrt! Was will doch jenes Wörtchen sagen, Wie macht es euch das Herz so seufzerschwer? – Nein! sparet eure Thränen, eure Klagen Dem herbsten Wort: "Ich liebe dich nicht mehr!" –
Einem Mädchen Du über deren Lippen leis in linden Frühsommernächten trunkne Worte schweben: Nun will ich deinen jungen Leib umwinden und deiner Seele süße Last entbinden und aller Träume wundervolles Weben in Märchenaugen rätselhaft gespiegelt wie Lilien sich zu dunklen Wassern neigen – Schon fühl ich schwankend in gelöstem Reigen aus Purpurschächten zauberkühn entriegelt ein Fremdes Ahnungsvolles wirkend steigen – Einem Mädchen Schon trägt vom jungen Morgenwind gezogen das goldne Schiff uns auf geklärten Wellen zu neuem Meer. Schon sehen wir im hellen Dunstflor der Fernen weiß vom Gischt umflogen die blauen Inselkuppen ladend schwellen gestreift von früher Sonne scheuem Schein in warmem Kranz die sanften grünen Buchten – Schon steigen wir durch Tal und feuchte Schluchten und schauen strahlend über schwarzem Hain die Wundergärten die wir sehnend suchten – und betten uns in goldne Blüten ein.
Die Auserwählte Mädele, ruck, ruck, ruck an meine grüne Seite, I hab du gar so gern, i kann di leide. Mädele, ruck, ruck, ruck an meine grüne Seite, I hab du gar so gern, i kann di leide. Bist so lieb und gut, Schön wie Milch und Blut, Du mußt bei mir bleibe, Mir die Zeit vertreibe! Mädele, ruck, ruck, ruck an meine grüne Seite, I hab du gar so gern, i kann di leide. Mädele, guck, guck, guck in meine schwarze Auge, Du kannst dei lieblichs Bild drinne schaue! … Guck no recht drei nei, Du mußt drinne sei; Bist du drinne z' Haus, Kommst au nimme raus. Mädele, guck, guck, guck in meine schwarze Auge, Du kannst dei lieblichs Bild drinne schaue! … Mädele, du, du, du mußt mir den Trauring gebe, Denn sonst liegt mir ja nichts mehr an mei'm Lebe. … Wenn ich di net krieg Gang i fort in Krieg, Wenn i di net hab, Ist mir d' Welt a Grab. Mädele, du, du, du mußt mir den Trauring gebe, Denn sonst liegt mir ja nichts mehr an mei'm Lebe. …
Liebesglut 1. Sie liebt mich nicht. Nun brennt mein Herz Ganz lichterloh vor Liebesschmerz, Vor Liebesschmerz ganz lichterloh Als wie gedörrtes Haferstroh. Und von dem Feuer steigt der Rauch Mir unaufhaltsam in das Aug', Daß ich vor Schmerz und vor Verdruß Viel tausend Tränen weinen muß. Ach Gott! Nicht lang' ertrag' ich's mehr! – Reicht mir doch Feuerkübel her! Die füll' ich bald mit Tränen an, Daß ich das Feuer löschen kann. 2. Seitdem du mich so stolz verschmäht, Härmt' ich mich ab von früh bis spät, So daß mein Herz bei Nacht und Tag Als wie auf heißen Kohlen lag. Und war es dir nicht heiß genug, Das Herz, das ich im Busen trug, So nimm es denn zu dieser Frist, Wenn dir's gebacken lieber ist!
Chronik der Liebe Der Jugend Lenz entblüht den schönsten Trieben, Es heischet ihr Gebot: du sollest lieben! Der Lenz entflieht, im Herzen steht's geschrieben, Du hast geliebt; nie sollst du wieder lieben! Wem die Erinn'rung frühern Glücks geblieben, Der sehnet sich nach einem zweiten Lieben: Er wählt von Sehnsucht und von Wahn getrieben, Und sieht, ein eitles Hoffen war's – kein Lieben! Das Leben welkt; er blicket bang nach d'rüben! Und jenseits winkt verklärt sein erstes Lieben.
Durch die Liebe werden die bittersten Leiden süß, die wunderlichsten Begebenheiten gut, die kleinsten Werke groß und göttlich.
Amor und die Nymphen Als blöde Nymphen einst Cytherens Sohn Aus Furcht vor seinen Waffen flohn, Da warf der kleine Gott in Eil' Den Bogen weg, lief ohne Pfeil Und ohne Kleid, in nackender Gestalt, Den blöden Nymphen nach in einen Myrthenwald! Und als die Nymphen da den Knaben ohne Waffen Und nackend sitzen sahn, Nicht fürchteten, ihn anzugaffen, Nicht scheuten, ihm zu nahn, Da rief aus einem Busch Diana: "Nymphen, wißt: Er ist gefährlicher, je nackender er ist!"
Abschied Ich habe dir viel gegeben; Bewahr es gut, Wo fern vom Irren und Leben Es einsam ruht. Wie Schatten hingebreitet, Die kommen und fliehn, Auf deiner Seele gleitet Die Welt dahin. Doch in die tiefern Gründe Schau ich hinab, Ob ich dort wiederfinde, Was ich dir gab.
O Gott! ich verstehe ja wenig vom Lieben, aber daß es eine Qual sein muß, aufzuhören – so was begreif ich noch.
Feierlich, in wunderbarem Frieden Feierlich, in wunderbarem Frieden, ziehen die Gestirne ihre Bahn. Warum ist mir Ruhe nicht beschieden? Quält mich Reue? Plagt mich eitler Wahn? Nein, nichts such ich, was ich einst besessen, und was war, das hab ich nie bereut. Ruhen will ich und mich selbst vergessen – wunschlos ruhn in alle Ewigkeit. Doch nicht jenen Schlaf in Grabestiefe suche ich in kalter, dunkler Gruft. Atmen soll die Brust, als wenn ich schliefe, atmen will ich warme Sommerluft. Einer süßen Stimme will ich lauschen, die mir Tag und Nacht von Liebe singt. Über mir soll eine Eiche rauschen, die um meinen Schlaf die dunklen Zweige schlingt.
Lieber Name, den ich niemals nenne, Den ich lautlos nur mir selbst bekenne, Manchmal tönt auf Gassen, Plätzen, Wegen Mir dein Klang aus fremdem Mund entgegen. Manchmal auch aus eines Buches Zeilen Springst du auf und lädst mich zu verweilen. Aber immer schreck' ich scheu betroffen, Und mich dünkt, mein Herz läg jedem offen.
Die Liebe muß sich selbst ein ewiges zartes Geheimnis bleiben; wo sie sich begreift, da schwindet sie.