Liebe Sprüche

Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen

5474 Sprüche in dieser Kategorie

Du kannst geben ohne zu lieben, aber nicht lieben ohne zu geben.

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Das wäre schlimm, wenn alle, welche lieben und lieben werden, daran sterben müßten.

Euripides, Hippolytos, um 428 v. Chr

Wer liebt, wer die Kraft der Liebe hat, ist auch liebenswürdig, und es wäre grausam, wenn es anders wäre.

Fontane, Schach von Wuthenow. Erzählung aus der Zeit des Regiments Gensdarmes, 1883

Bittre Liebe Lieben ist ein süsses Leiden, Wenns nicht bitter wird durch scheiden. Bittres wil ich dennoch leiden, Daß ich Süsses nicht darff meiden.

Logau, Sämmtliche Sinngedichte, 1872 (EA: 1654). Originaltext

In Lust und Schmerzen In Lust und Schmerzen in Kampf und Ruh', steht eins fest im Herzen, und das bist Du! Das sind deine Augen, das ist dein Mund, das ist deiner Seele tief innerster Grund, das ist deine Liebe, sie winkt mir zu. In Lust und Leiden in Kampf und Ruh'

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Man findet, daß man nicht genug liebt; ja das ist wahr: man liebt nie genug!

Kral (Hg.), Christliches Zitatenlexikon, hg. von Josef Kral, 1950. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des IGW Verlags. Am 1. Dezember 1916, dem Tag seiner Ermordung

Die Liebe macht ähnlich und gleich.

Joseph von der Heiligen Maria, Der Bestirnte und gesternte Himmel. An welchem erglantzen Jesus, die Sonn, Maria, der Mond, die zwölff Apostel, als zwölff lebendige Himmels-Zeichen, die andere Heilige aber die Stell der hell-funcklenden Sternen vertretten, 1707

Es treibt dich fort von Ort zu Ort, Du weißt nicht mal warum; Im Winde klingt ein sanftes Wort, Schaust dich verwundert um. Die Liebe, die dahinten blieb, Sie ruft dich sanft zurück: O komm zurück, ich hab dich lieb, Du bist mein einz'ges Glück! Doch weiter, weiter, sonder Rast, Du darfst nicht stillestehn; Was du so sehr geliebet hast, Sollst du nicht wiedersehn.

Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte. Verschiedene. In der Fremde, 1.

Liebende sind eitel.

Balzac, Die Lilie im Tal (Le lys dans la vallée), 1835

Zu groß ist die Liebe zur Wissenschaft und zu klein die Wissenschaft der Liebe.

Kral (Hg.), Christliches Zitatenlexikon, hg. von Josef Kral, 1950. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des IGW Verlags

Wer zu sehr der Liebe frönt, verzichtet auf Reichtum wie Weisheit.

Bacon, Essays oder praktische und moralische Ratschläge (The Essayes or Counsels, Civill and Morall), 1597 (1612 und 1625 um neue Essays erweitert). Über die Liebe (Of Love)

An Mauern hin Es geht ein alter Weg entlang An wilden Gärten und einsamen Mauern. Tausendjährige Eiben schauern Im steigenden fallenden Windgesang. Die Falter tanzen, als stürben sie bald, Mein Blick trinkt weinend die Schatten und Lichter. Ferne schweben Frauengesichter Geisterhaft ins Blau gemalt. Ein Lächeln zittert im Sonnenschein, Indes ich langsam weiterschreite; Unendliche Liebe gibt das Geleite Leise ergrünt das harte Gestein.

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Es ist etwas Schönes um ein Mädchen, das in sanfter, stiller Liebe ist, es ist etwas Heiliges, möchte ich sagen.

Hauff, Mittheilungen aus den Memoiren des Satan, 2 Bde., 1825/26. Zweiter Teil. Der Fluch

Noch suche ich! Nie liebt' ich Weiber, nein! ich such' das Weib, Das Weib der Wahrheit – ohne Wunden, Von schöner Seele wie von schönem Leib, In dem die Sehnsucht soll gesunden. Noch suche ich das Weib der Harmonie. Doch jede Sehnsucht weist in Fernen, in immer weit're… Und ich bog das Knie Drum keiner Einzigen Augensternen. Es gab mir jede Frau nur einen Strahl Der vollersehnten Liebessonne; So ward mir jedes Weib zu neuer Qual, Niemals zu ganzer Wahrheit Wonne. Nur Eine nehm' ich aus: die Mutter mein Und dann die Mutter meiner Kinder. Die Mutter aber ließ mich längst allein. Der Andern Herz gehört nicht minder Den Kindern und viel Liebbedürft'gen mehr. … So geht die tiefste Sehnsucht wandern, Und sucht die Liebe, deren Hand nie leer, Und die ihr Leben läßt dem Einen Andern.

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Wenn du jemanden liebst, laß ihn gehen. Kommt er nicht zurück, nimm dir einen Hund. Der kommt immer zu dir zurück.

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Ich liebte sie, Verschlossen war sie, stille; Und ihrer Schönheit Fülle Versiegte nie. Der Blume gleich, Glaubt ich die Welt verstecket, Wo nie ein Ton erwecket, Ihr Herz wie reich. Du liebe Zeit, Da fängt sie an zu sprechen, Will mir das Herze brechen, Ach, wie sie schreit; Ich fühl mich arm, Nun sie sich reicher fühlet, Wie ist mein Herz erkühlet, Was einst so warm.

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Nicht jeder liebt, der es als unangenehm empfindet, wenn ein Weib seine Werbung zurückweist, Liebe ist etwas ganz anderes.

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An die Geliebte Weil mir dein voller Kelch die heißen Lippen kühlte, Weil meine bleiche Stirn in deiner Hand geruht, Weil ich den süßen Hauch von deiner Seele fühlte, Der wie ein Weihrauch ist in dunkler Fluth; Weil mir's gegeben ward, von dir die süßen Laute Zu hören, drin das Herz sich aufschließt bis zum Grund, Weil deine Thräne sanft auf meine Wimper thaute, Weil ich mein Lächeln sah erblühn auf deinem Mund; Weil auf mein Haupt ein Strahl in wundervollem Glanze Von deinem Sterne fiel, der sein Gewölk durchbrach, Weil ich ein Rosenblatt, aus deiner Tage Kranze Entrissen, sinken sah in meines Lebens Bach: So sprech' ich unverzagt zu den entflieh'nden Lenzen: Zieht hin, zieht immer hin! Nicht altert dies Gemüth. Wie Schatten schwindet fort mit eurem welken Kränzen! In mir ist eine Kraft, die unvergänglich blüht. Die Schale, die mich labt, ist stets zum Rand gefüllet, Und nie zertrümmert sie der Flügelschlag der Zeit. Mehr Feuer hat mein Geist, als ihr in Aschen hüllet, Mehr Liebe hat mein Herz, als ihr Vergessenheit. (übersetzt von Emanuel Geibel)

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Nur der liebt, dem die Liebe seine Gedanken klarer, seine Arme kräftiger macht.

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An seine Boten Geht, ihr meine Tränen, geht und erweichet der ihr Herze, die wie eine Klippe steht, unbewegt von meinem Schmerze, die das, was mein Herze bricht, sieht und wills doch sehen nicht! Fliegt, ihr meine Seufzer ihr, nehmet eure Kraft zusammen! Blaset, wie ihr tut bei mir, auf bei ihr die Liebesflammen, dass sie, wenn sie sieht auf mich, lichter lohe brenn' als ich! Meine Boten, so fahrt hin, schafft mir Rat, so viel ihr könnet, und vergnüget meinen Sinn, der sich selbsten kaum besinnet! Bringt nicht ihr mir ihre Gunst, so ist alle Kunst umsunst.

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Mit heißem Herzen sehnt sich der Mensch nach Liebe und erreicht nur Qual.

Madách, Die Tragödie des Menschen (Az ember tragédiája), 1861