Liebe Sprüche

Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen

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Nirgends gibt es ein Gefängnis, zu dem Liebe nicht den Eintritt erzwingen kann.

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Du kannst dich nicht so anbeten lassen, ohne die geringste Erwiderung dieses Gefühls zu zeigen.

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Wie seltne Sprachgewandtheit nicht Besitzt mein Lieb, das junge, Das mit den Augen fert'ger spricht Als andre mit der Zunge. O welch ein reicher Wörterschatz In diesem offnen Briefe! Da ist ein Blick ein ganzer Satz Von unerforschter Tiefe. Sie haben Liebe blind gemalt, Man sollte stumm sie malen; Die Sprache, die dem Aug' entstrahlt, Ersetzt des Schweigens Qualen. Das ist die Sprach', in der allein Die Seligen in Eden, Die Sprach', in der im Frühlingshain Sich Blumen unterreden. Das ist die Sprache, deren Schrift Im lichten Zug der Sterne, Geschrieben von der Liebe Stift, Durchblinkt die ew'ge Ferne. Die Sprache, vom Verstande nicht, Nur vom Gefühl verstanden, Darum in dieser sich bespricht Die Lieb' in allen Landen.

Rückert, Gedichte. Liebesfrühling, entstanden 1821, Erstdruck 1834

Die wahre Liebe würdigt ihren Gegenstand, aber das ist die wahre Liebe nicht, die nur das Würdige liebt.

Börne, L., Dramaturgische Blätter. Sappho. Trauerspiel von Grillparzer, 1820

Die Liebe ist eine ungeheure Verarbeitungsfähigkeit, die mit allen störenden Einzelzügen am Nebenmenschen fertig wird; eine Kraft des Durchbruchs zum Ganzen des Nebenmenschen, wie sie etwa eine Mutter gegenüber ihrem Kinde hat.

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D Liebi S git öppis, s isch finer As s allerfinschti Gwäb, Und doch isch es stercher As isigi Stäb. S isch früscher as s Bluescht, wo am Öpfelbaum stoht, Wie Schnee uf de Bärge, wo nümme vergoht, Bald bitter wie Galle, Bald süesser as Hung, S läbt mängs hundert Johr und blibt allewil jung, S isch höcher as d Stärne Und teufer as s Meer: Was müesst mer au afoh, wenn d Liebi nid wer!

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Über den Wassern ein Schaumgeflimmer – nächtens leuchtender Sternenschimmer – hoch die Venus funkelt von fern –, ewiger Morgen- und Abendstern. Hat sie tröstend geweiht den Tag, schützend hämmernder Pulse Schlag, und ist erfüllt ihr Liebeslauf, strahlt neu als Stern der Nächte sie auf. Liebe – sie dämmt das Leben ein, endlos im Kreislauf von Lust und Pein –, Liebe, sie bringt um Sinn und Verstand den, der aus ihrem Licht verbannt! Nächtens leuchtender Sternenschimmer, über den Wassern ein Schaumgeflimmer.

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Vielleicht kann überhaupt nur wer liebt, erst geben, lieben ist geben, sich geben, sich ergeben [und dies in jedem erdenklichen Sinne von Ergebung].

Bahr, Kritik der Gegenwart. Tagebücher vom 16. November 1919 bis 14. Dezember 1920, Augsburg 1922

Die letzte Liebe ist die wahre.

Altmann, Die Sprichwörter der Russen, die einen allgemeinen Charakter haben, im Gegensatz zu denen, die eine lokale Färbung tragen, 1855

Denn gänzlich ist der Liebe noch niemand entronnen, und keiner wird ihr je ganz entrinnen, solange es Schönheit gibt und Augen sehen.

Longos von Lesbos, Daphnis und Chloe, 2. oder 3. Jhdt. n. Chr. Vorrede

Aus ihren Augen lacht die Freude, Auf ihren Lippen blüht die Lust, Und unterm Amazonenkleide Hebt Mut und Stolz und Drang die Brust. Doch unter Locken, welche fliegen Um ihrer Schultern Elfenbein, Verrät ein Seitenblick beim Siegen Den schönen Wunsch, besiegt zu sein.

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Das glückliche Weib liebt schwächer als das unglückliche.

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Der einzige Ehrgeiz der Frau liegt darin, den Eros zu inspirieren.

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Was sich liebt und füreinander geboren ist, findet sich leicht zusammen: verwandte Seelen grüßen sich schon aus der Ferne.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Über die Universitätsphilosophie

In der Liebe nimmt der Geschmack zu, wenn die Leidenschaft abnimmt.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Liebe könnte mir helfen, doch der traue ich nicht mehr.

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Mein Herz Ich weiß nicht, was ich habe, mir ist ums Herz so schwer… Ums Herze? Ach was sag ich – ich hab doch keines mehr. Seit ich, mein Glück, dich kenne, du süßes Liebchen mein, vom ersten Augenblicke an wars ja doch schon dein. O mögst du es behalten, damit es stets so blieb – es soll ja dir gehören, nur, mein süßes Lieb! Giebs nie mehr mir zurücke – es schlägt dir ja in Treu – und willst du's nicht mehr haben Mein Schatz, dann brichs entzwei.

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Atlantis Wer sie zu finden wüßte, Glückseligster Pilot, Die wundervolle Küste, Wo uns kein Schmerz mehr droht! Wo nimmer Mund vom Munde, Vom Herzen Herz sich reißt, Wo keine letzte Stunde Uns bittern Abschied heißt! Wo nicht das Flügelrauschen Der Zeit uns mehr erschreckt, Kein Spähen mehr, kein Lauschen In unserm Glück uns neckt; Wo wie in Meeresgrunde, Versteckt von tiefster Flut, Unendlich ew'ge Stunde Mein Herz an deinem ruht! Es ist kein falsch Gelüste, In eitlem Hirn erdacht, Die wundervolle Küste, Sie ist kein Traum der Nacht; In deinem Aug' und Mienen, Da fand ich ihre Spur, Da ist sie mir erschienen, Die Paradiesesflur! Herz, breite deine Schwingen! Es gilt ein köstlich Gut, Zu kämpfen und zu ringen, Wohlauf und habe Mut! Gieb dich getrost den Winden, Nicht scheue Sturm und Riff, Du wirst dein Eden finden; Führt Liebe doch dein Schiff!

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Nichts ist so leicht verraten, als die Liebe, Nichts trennt die Hölle freudiger, als Herzen!

Auffenberg, Viola. Ein romantisches Trauerspiel in fünf Acten. Nach einer Volksage, 1824. 1. Akt, 2. Szene. Serini

Daß Titania auch einen Esel herzen kann, wollen die Oberone nie verstehen, weil sie dank einer geringern Geschlechtlichkeit nicht imstande wären, eine Eselin zu herzen. Dafür werden sie in der Liebe selbst zu Eseln.

Kraus, Sprüche und Widersprüche, 4. Auflage 1924 (EA: 1909). I. Weib, Phantasie

Die Liebe hat, wie unsere Erde, zwei Pole und eine Mittagslinie. Bleibe, wenn es dir möglich ist, in den gemäßigten Gürteln; denn nicht wenige, wenn sie die Linie passieren, büßen darüber den Verstand ein.

Coutelle (Hg.), Pharus am Meere des Lebens. Anthologie für Geist und Herz, hg. von Carl Coutelle [I. Ausgabe], 4., sehr verbesserte und vermehrte Auflage 1858 (EA: 1833)