Liebe Sprüche
Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen
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Ein guter Moment, um einer Frau eine Liebeserklärung zu machen, ist bei der Rückkehr von der Beerdigung ihres Mannes.
Folge der Liebe und sie wird vor dir fliehen; fliehe vor ihr und sie wird dir folgen.
Zwei Liebchen Ein Schifflein auf der Donau schwamm, Drin saßen Braut und Bräutigam, Er hüben und sie drüben. Sie sprach: "Herzliebster, sage mir, Zum Angebind, was geb ich dir?" Sie streift zurück ihr Ärmelein, Sie greift ins Wasser frisch hinein. Der Knabe, der tät gleich also, Und scherzt mit ihr und lacht so froh. "Ach, schöne Frau Done, geb sie mir Für meinen Schatz eine hübsche Zier!" Sie zog heraus ein schönes Schwert, Der Knab hätt lang so eins begehrt. Der Knab, was hält er in der Hand? Milchweiß ein köstlich Perlenband. Er legt's ihr um ihr schwarzes Haar, Sie sah wie eine Fürstin gar. "Ach, schöne Frau Done, geb' sie mir Für meinen Schatz eine hübsche Zier!" Sie langt hinein zum andernmal, Faßt einen Helm von lichtem Stahl. Der Knab vor Freud entsetzt sich schier, Fischt ihr einen goldnen Kamm dafür. Zum dritten sie ins Wasser griff: Ach weh! da fällt sie aus dem Schiff. Er springt ihr nach, er faßt sie keck, Frau Done reißt sie beide weg: Frau Done hat ihr Schmuck gereut, Das büßt der Jüngling und die Maid. Das Schifflein leer hinunterwallt; Die Sonne sinkt hinter die Berge bald. Und als der Mond am Himmel stand, Die Liebchen schwimmen tot ans Land, Er hüben und sie drüben.
Es leben unzählige Insekten, von der Morgenröte bis zum Abend surrend: Ich liebe! Ich liebe! Aber die stille Leidenschaft des Glühwürmchens, welches seinen Körper verbrennt, ist tiefer als alle Sehnsüchte.
Wir armen Teufel von Männern sind am glücklichsten, wenn wir lieben und geliebt werden. Bitter und traurig muß das Schicksal eines Mannes sein, der liebt, ohne wiedergeliebt zu werden.
Im Arm der Liebe schliefen wir selig ein Im Arm der Liebe schliefen wir selig ein. Am offnen Fenster lauschte der Sommerwind, und unsrer Athemzüge Frieden trug er hinaus in die helle Mondnacht. – Und aus dem Garten tastete zagend sich ein Rosenduft an unserer Liebe Bett und gab uns wundervolle Träume, Träume des Rausches – so reich an Sehnsucht!
Doch Liebe, steht geschrieben, ist nur möglich von Individualität zu Individualität.
Das blaugrüne Geheimnis oder der verräterische Kirchturm Wann wars, daß wir lagen im grünen Gras? Im Juli ferne. Was sagtest du, daß du mich habest, was? "Kein bißchen gerne." Was blühte dir in den roten Mund? Mariamargretchen. Wem meintest du, daß du gleichest im Grund? "Einem Gartenbeetchen." Ich sprach: "Ja, was soll ich nun eigentlich Kraut, Wen Unkraut nennen?" Wie ein Iltis hast du mich angeschaut. Nicht zu verkennen. Wir hatten auf unserm Sommersitz Vergnüglich gedauert. Da kam hinterm Hügel ein Kirchturmspitz Hervorgelauert. "Ja komm nur, du Frommer! und spionier! Spitz Nas' und Ohren! Notiere dir jeden Kuß wegen mir! Bist stumm geboren. Was nützt dir der Zeiger im Zifferblatt Als Stunden zu drehen? Gut, daß er kein Sprachrohr im Schnabel hat, Er würd' uns verkrähen." Und weil einmal Leichtsinn und Würde nicht sehr Zusammenpassen, So schnitten wir eben, es war nicht schwer, Dem Kirchturm Grimassen. Wir stiegen am Abend voll blauen Glücks Aus dem grünen Himmel. Da verfolgt uns der Kirchturm hinterrücks Mit Glockengebimmel: "Fürio! ihr Leute! Landjäger herbei! Weglagerer, Diebe! Es zünseln, es brenzeln die beiden zwei Brandstiftende Liebe!" "Ei, daß dich das Wetter, du Schreihals du! Der Blitz soll dich treffen! Uns erst mit erlogener Kirchhofruh So schändlich zu äffen!" Was hilfts? jetzt weiß doch die Lästerwelt, Wie wir es halten. Drum wollen wir nur um so fester, gelt? Zusammenhalten.
Das Rosenband Im Frühlingsschatten fand ich sie; da band ich sie mit Rosenbändern. Sie fühlt' es nicht und schlummerte. Ich sah sie an; mein Leben hing mit diesem Blick an ihrem Leben; ich fühlt' es wohl und wußt' es nicht. Doch lispelt' ich ihr sprachlos zu und rauschte mit den Rosenbändern: da wachte sie vom Schlummer auf. Sie sah mich an, ihr Leben hing mit diesem Blick an meinem Leben, und um uns ward's Elysium.
Was macht man sich aber aus der Liebe der ganzen Menschheit, wenn man Zahnweh oder Migräne hat?
Wer da will der Liebe leben, Muß sich ganz der Liebe geben, Sich nicht teilen, nicht zersplittern, Ganz im Kuß hinüberzittern; Muß des Herzens ganzes Drängen Auf des Mundes Spitze zwängen; Muß nicht denken, rechnen, klügeln, Sich nicht fesseln oder zügeln; Muß den Arm nicht ängstlich halten, Gilt es, Hüften zu umfalten; Nicht voll Scheu die Hand befühlen, Gilt's, im seidnen Haar zu wühlen; Muß im seligen Versenktsein Unklar, ob er ist und denkt, sein.
„Die wahrste aller Liebeserklärungen wird nie gemacht: „Holdes Wesen, ich liebe dich um meinetwillen!““
„Alle Liebesbriefe lügen, entweder sofort oder später.“
„Die Liebe hat zwei gefährliche Feinde: Armut und Langeweile. Überhaupt hängt ihre Dauer teilweise von Dingen ab, die gar nichts mit ihr zu tun haben.“
Die Liebe saß im Mittelpunkt Und blickte rings in's Ferne; Und wo von ihr ein Blick hin funkt, Erblüh'n am Himmel Sterne. Hier ist ein neuer Strahl ersprüht, Und dort erlischt ein Schimmer. Der Kranz der Welt ist unverblüht, Die Liebe blickt noch immer.
XXV Mag, wen ein günstiges Geschick erschuf, an Titeln sich und äußrer Ehre laben. mir, der sich fern fühlt solcherlei Beruf, ward der Gewinn, ein andres Glück zu haben. Von Gunst besonnt, der Höfling fett gedeiht und tut sich auf wie eine Dotterblume; ein laun’scher Zufall endet seine Zeit, ein zorn’ger Blick begegnet seinem Ruhme. Der nie besiegte Sieger, der zuletzt doch einmal seinen Sieger hat gefunden, wird aus der Ruhmestafel ausgeätzt, und tausend Siege sind dahingeschwunden. Welch andres Glück: ich lieb und bin geliebt, ein Glück, an dem es keinen Wandel gibt!
Amor, ein Sprachlehrer Amor ist ein Sprachverderber, Wortverdreher, Lautverwirrer, Der beim großen Thurm zu Babel Schon die Händ' im Spiele hatte. Wenn ich weine, raunt er leise Mir in's Ohr etwas von Wonne; Wenn ich schmachte, läßt er dennoch Reden mich von Seligkeiten. In dem lauten Schwarm der Feste Muß ich, diesem Lehrer folgend, Sagen, daß ich einsam stehe, Und im einsam stillen Haine Darf ich mich allein nicht nennen. Bittersüß und lieblichherbe, Grausam mild und labend schmerzlich, Solche Reden hat er viele Stehn in seinem Wörterbuche, Das die größten Sprachgelehrten Mir nicht auszudeuten wagen, Und mit dem ich alle Tage Mehr mein bißchen Deutsch verlerne.
Kann, was das Herz so tief empfand, Gleich einem Traum entschweben? Verfliegt das heiligste Gefühl? O eitles, eitles Leben!
Vergeblich! Ich habe gewartet von Tag zu Tag, Ob nicht ein Zeichen mir werden mag; Ich habe gewartet, gläubig und fromm, Und habe gebetet: O komm, o komm! Doch ein Tag zog nach dem andern vorbei, – Vergeblich erklang meiner Sehnsucht Schrei… Das alte Leben von Neuem beginnt, Der Strom meiner Liebe – im Schmutze verrinnt.
Was wäre das für eine Frau, die nicht weiß, wenn sie geliebt wird?!