Liebe Sprüche
Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen
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Aber das Schicksal gewährte ihr die schlimme Gunst, die erste Liebe des unentwickelten Herzens zu erfüllen.
Denn die Liebe ist wie ein Baum: sie treibt von selbst, schlägt ihre Wurzeln tief in unser ganzes Wesen, und grünt noch oft auf einem gebrochenen Herzen weiter.
Es ist ordentlich unbegreifflich wie und auf welche Art sich der Gedanke an ein geliebtes Wesen sich in alles mengt; immer die vorherrschende Farbe ist, immer der Maasstab zu allem, kurz wie ein in das Lebensgewebe gewirkter Faden sich mit allen Krümungen Freuden und Leiden deßelben vereinigt.
Sonett aus dem Portugiesischen Ich trug ein schweres Herz von Jahr zu Jahr, bis ich dein Antlitz sah, Geliebter. Mir ward Schmerz, wo's anderen natürlich war Freuden zu tragen, aufgereiht; und ihr vom Tanzen rasches Herz hob Perle nach Perle ins Licht. Zu trostlosem Erleben schlug kurze Hoffnung um. Gott war zu schwach, mein überladnes Herz hinauszuheben über die bange Welt. Bis du mir riefst, es zu versenken, wo du dich vertiefst zu ruhigem Großsein. Durch die eigne Schwere sinkt es in deine Tiefen, die wie Meere sich drüber schließen, füllend alle Ferne zwischen dem Schicksal und dem Stand der Sterne.
Wir fieberhaften, von eignen und von fremden Mängeln abgetriebnen und von ewigem Sehnen wieder zusammengeführten Menschen, in welchen eine Hoffnung von fremder Liebe nach der andern verdürstet, und in denen die Wünsche nur zu Erinnerungen werden!
Die meisten Weltmänner getrauen sich – aus Eitelkeit, aus Argwohn, aus Furcht vor einem Mißgeschick – eine Frau erst nach ihrer Hingabe zu lieben.
Wenn nur eine erste Liebe recht glühend da war: so schadet ihr Untergang, ihr Töten mit Wasser nichts; ewig ragen die Türme der überfluteten Stadt empor. Aber es gibt Menschen, die keine erste Liebe hatten.
… daß ich in einer armen, niedrigen Hütte schwarzes Brod mit dir esse und gesundes Wasser mit dir trinken will, und eben so glücklich und vielleicht glücklicher sein werde als im Glanz der Welt.
Das Bild der ersten Liebe rührt immer und überall. Warum? Weil es in allen Ständen, in allen Ländern, bei allen Charakteren fast das Gleiche ist. Folglich ist die erste Liebe nicht die leidenschaftlichste.
Die Liebe ist für geringwertige Wesen zwar nur ein einfaches Bedürfnis der Sinne, aber für hochstehende Menschen das bedeutendste und fesselndste Schöpfungswerk.
Liebeslied Komm zur Quelle, die im Walde Leise über Kiesel rauscht, Wo die Rasenbank im Dickicht Licht versteckt und unbelauscht. Komm und sinke in die Arme, Die nach dir ich ausgestreckt, Daß den Schleier ich dir löse, Der dein Antlitz mir verdeckt! Wirst auf meinen Knien ruhen, Wir sind beide ganz allein, Und der Linde Blütenschauer Wird dein duftig Haar beschnei'n. Weiße Stirn in goldnen Haaren, Ruh' dich aus an meiner Brust; Lippen ihr, laßt meinem Munde Süßen Raub nach Herzenslust. Träumen wollen wir vom Glücke, Wiegen wird mit ihrem Klang Einsam murmelnd uns die Quelle Und des Windes weicher Sang. Und der Wald, nachdenklich rauschend, Lullt uns ein in dunkle Lieder – Nur der Linde Blüten fallen Unaufhörlich auf uns nieder.
Mit dem Geliebten scheint ein Jahr wie eine Stunde.
Lied an Otto-Held Kommt der Ostwind mit den derben Kälteschauern über mich, Will ich Deiner Treu ersterben, Otto-Held, so lieb' ich Dich! Kommt der Abend so um neune Dämmertrunken, sommerlich, Bin ich pünktlich an der Scheune. Otto-Held, dort lieb' ich Dich! Sollte Dich der Hafer stechen, Ehe uns die Nacht beschlich, Will ich mit der Herrschaft sprechen. Otto-Held, dann komme ich! Fürchtest Du die Roggen-Muhme, Die schon manches Paar verblich? Ich bin Deine Pusteblume…! Otto-Held, ach, puste mich!
Nur Eines kann ich! Gedenk' ich dein, kann ich nichts And'res thun, Nun will mein Herz, daß dein ich stets gedenke! Die Seel' ist thätig, mag die Hand d'rum ruhn, Gedank' an dich hat himmlische Geschenke. Wenn Gott die Liljen, die nicht sä'n, nicht erndten, Die nichts gelernt, in seiner Huld ernährt, Wird Denen, die von Sehnsucht leben lernten, Des Heilands Spruch gewißlich auch bewährt; D'rum denk' ich dein, und ewig denk' ich dein, Das And're all mag Gott empfohlen seyn!
Eines Tages werde ich im Sonnenaufgang einer andern Welt dir singen: „Ich sah dich schon im Licht der Erde, in der Liebe des Menschen.“
Ein solcher ist mein Freund, Ein solcher ist mein Buhle, Ein einziger, erlesener Aus sämmtlicher Männer Schaar: Wie ein Rabe, so schwarz sein Haar, Und seine milden Augen Ein Tauben-Augenpaar. Sein Leib, wie Elfenbein, Und wie gehau'n aus Marmor Der Schenkel Prachtgebilde, Wie Lüfte, die gelinde Hinsäuseln über Rosen, Sind seine Minnegrüße, Wie des Honiges Seim an Süße Die Küsse, die er beut, Sein ganzes Sein und Wesen Nur Glück und Seligkeit.
Liebe kann wundervoll sein; wenn man fühlt, dass man lebt und im Mittelpunkt der Schöpfung steht.
Zünde die Lampe der Liebe mit deinem Leben.