Liebe Sprüche

Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen

5474 Sprüche in dieser Kategorie

Einer letzten Liebe folgt gewöhnlich immer noch eine vorletzte.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

O harte Sterne! Nie versöhnte, rauhe Welt! Kaum rastet einmal seelig in der Liebe Zelt Das müde Herz, von sehnlicher Begier geschwellt, – Da, horch, der Karawanenglocke Stimme gellt, Und wieder in das weite, wüste, wilde Feld Des Lebens ist die heißbethränte Fahrt gestellt.

Daumer, Hafis. Eine Sammlung persischer Gedichte, nebst poetischen Zugaben aus verschiedenen Völkern und Ländern, 1846. Originaltext

Die Liebe verleiht uns so etwas wie eine Religion für unser eigenes Ich: Wir halten in uns ein anderes Leben hoch.

Balzac, Verlorene Illusionen (Illusions perdues), 1837-43 (dt. 1846)

Die Liebe ist eine Falschmünzerin, die beständig aus plumpen Sousstücken Louisdor und manchmal auch aus Louisdor Sousstücke macht.

Balzac, Verlorene Illusionen (Illusions perdues), 1837-43 (dt. 1846)

Reichtum Perlen gleiten durch meine Hand –: Das war Wasser, das verschwand; Gold kam über mich hergelaufen –: Wolkenberge, Wolkenhaufen; Nichts ist mehr in meiner Hand, Und ich kann mir garnichts kaufen, Und mir blieb nur, was ich fand: Ein Herz für mich, ein Glück für mich, Zwei Augen, die leuchten: Ich liebe dich, Und eine Wärme innerlich: Du, du und ich ...

Bierbaum, O. J., Gedichte. Irrgarten der Liebe. Das Haus im Irrgarten

Ewige Liebe schwören, heißt nicht mit dem morgigen Tag rechnen.

Oesch (Hg.), Portugiesische Sprichwörter, ausgewählt und übersetzt von Will A. Oesch, Zürich 1945

Gieß in meine Seele deine Gieß in meine Seele deine, Meine hast du längst getrunken, Wie im Morgensonnenscheine Untergehn der Sterne Funken: Daß mit wonnevollen Schmerzen Gleiche Flammen uns durchwühlen! Dass wir beide tief im Herzen Eines Blutes Pulsschlag fühlen.

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Ein tiefer Mensch glaubt an Wunder und ist ihrer gewärtig, glaubt an Magie, glaubt, dass der Redner seinen Gegner vernichten kann, glaubt, dass der böse Blick verzaubern kann, glaubt, dass der Segensspruch, der aus dem Herzen kommt, heilen kann, dass Liebe unser Können erweitert und alle Hindernisse besiegt.

Friedell (Hg.), Emerson. Sein Charakter aus seinen Werken, 1906

Wir lieben nicht unseresgleichen: Zwischen zwei Liebenden müssen Streitigkeiten auszugleichen, Entfernungen zu überbrücken sein.

Balzac, Verlorene Illusionen (Illusions perdues), 1837-43 (dt. 1846)

Bitte Senke mir die Rosenkrone tief in meine Stirne. – Sehnsucht ließ zu dir mich finden und den fernen, müdgetäuschten, lieben, dummen Kinderglauben hast du wachgerufen – du – – wie zuweilen noch die Sonne eine Apfelblüte zaubert spät im Herbst. Oh, ich weiß es: Diese vollen, roten Tage, die nun kommen, tragen schwer – schwer an Lust und Weh – ich weiß es. Drücke mir der Liebe Rosenkrone tief in meine Stirne – tief – – dass ich ihre Dornen fühle.

Ertler, Gedichte. Eva – Lilith, 1919

Der beste Moment in der Liebe ist, wenn du die Treppe hinaufsteigst.

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Wenn die Liebe einmal brennt, so mag die Flamme immerhin erlöschen, die sie ursprünglich anzündete.

Dorner, Entwicklungsgeschichte der Lehre von der Person Christi, 1839

Darfst du von einer Menschenseele sagen: "sie ist mein", so wirst du mit zartester Hand mit ihr umgehen, daß du sie nicht verletzest und verderbest. Wen du dein weißt, nicht wahr, dem möchtest du so gerne etwas sein?

Dorner, Entwicklungsgeschichte der Lehre von der Person Christi, 1839

Ja, wär' das Band nur irdisch, Das dich und mich umschlingt, So zagt' ich vor der Prüfung, Die uns das Scheiden bringt. Doch geistig sind die Fäden, Die Liebe um uns flicht; Die Körper mag man trennen – Die Geister trennt man nicht! Lang' eh' die scheue Lippe Das Liebeswort gestand, Lang' eh' auf deinen Wangen Mein erster Kuß gebrannt, Lang' eh' wir Herz am Herzen Gejubelt und geweint, War Seele schon mit Seele In Leid und Luft vereint. Und ob aus meinen Armen Dich heut' das Schicksal reißt – O weine nicht! – Dir folgt ja, Wohin du ziehst, mein Geist. Und ob auch längst die Lippen Geküßt den letzten Kuß, Und ob auch längst die Augen Getauscht den letzten Gruß, Und ob auch längst im Winde Verweht das letzte Wort – Der Bund, den Seelen schlossen, Währt ewig, ewig fort!

Scherenberg, E., Gedichte. Stürme des Frühlings. Neue Gedichte, 1865

Schönheit Schönheit stirbt in der Masse; sie wird im Maße geboren; Aber das Schönste doch ist das Unermeßliche mir.

Eyth, E., Gedichte, 2. vermehrte Ausgabe 1851

Endlich liegt in den Jahren der Liebe, jener Spanne also, die sich in den südlichen Ländern oft auf nur zwölf oder fünfzehn Jahre, freilich die schönsten unseres Lebens beschränkt, unser Glück vollkommen in der Hand der Frau.

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

Mein Innerstes Tief in mich, du enges Leben, Hast du meinen Sinn gepreßt; Willst die Worte frei nicht geben, Innen hältst du streng sie fest. Manchem kann ich mich ergießen Traulich in das Angesicht; Dort nur muß ich mich verschließen, Wo das Herz am wärmsten spricht. Bin ich ferne, strömt die Rede, Nah' ich, ist die Rede fern. Taglicht macht den Himmel öde, Nur im Dunkeln glüht der Stern.

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Die Liebe und der Champagner gleichen sich in vielem – auch im Katzenjammer, wenn die Qualität nicht gut war.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Genügsam Wie irrig wähnest du, Aus Liebe gehöre das Mädchen dir zu. Das könnte mich nun gar nicht freuen, Sie versteht sich auf Schmeicheleien. Dichter: Ich bin zufrieden, dass ich's habe! Mir diene zur Entschuldigung: Liebe ist freiwillige Gabe, Schmeichelei Huldigung.

Goethe, J. W., Gedichte. West-östlicher Divan. Buch der Liebe

Die Liebe ist ein gegenseitiges sich Nachbilden.

Dorner, Entwicklungsgeschichte der Lehre von der Person Christi, 1839

Zwischenspiel VI Daß wir uns heute – heute erst fanden – Wie nenne ich sie mit brennenden Namen, die es verschuldet! Wie treff' ich uns mit zorniger Klage, die wir's geduldet! Denn was in uns beiden heute nach Offenbarung drängt, das hat sich vor Jahrmillionen in schaffenden Keimen vermengt. Ich bin das erfüllte Umschlingen und du das bereite Warten, ich bin dir Sonne und Regen und du die Erde im Garten. – Durch hundert blühende Tage und tausend Nächte voll Leid sind wir zu Menschen geworden mit Grauen und Seligkeit – und liefen aus fremden Weiten in eine Spitze zusammen und lodern aus feindlichen Polen in einiger, jauchzender Flamme!

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