Liebe Sprüche
Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen
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Der Keim der Liebe ist so zart, daß er nothwendig erstickt werden muß, so bald die sinnliche Lust über ihn her wächst.
Das große Fest ist einmal nur im Jahr – Seit ich dich seh, ist Festzeit immerdar. An einem Tag traegt Rosenlast der Zweig – Dein Antlitz trägt für mich stets Rosenschar. Einmal pflückt Veilchensträuße ich im Hag, Nie welkt ein Veilchen mir: dein dunkles Haar. Nur eine Woche blüht Narzisse auf – Stets bleibt die schönste mir: dein Auge klar. Narzisse ist nur frisch, so lang sie wacht – Schön ist, obs schläft, obs wacht, dein Augenpaar. Im Lenz nur duftet der Jasminenstrauch – Du, Hyazinthe, bist des Dufts nie bar. Duft schenkt den Hyazinthen, die ihn hüten, Die Locke dein, die Seelenspeise war. Sie sprießt aus Silber, jene nur aus Stein, Die krönen Felsen, sie Zypressen rar. Stolz ist im Hag Zypresse immergrün – Doch kläglich stellt sie neben dir sich dar!
Liebe für Liebe allein, ist das Darlehen für Liebe!
In der Liebe kennt man sich, weil man sich liebt; in der Freundschaft liebt man sich, weil man sich kennt.
Denn die Summe unsres Lebens Sind die Stunden, wo wir lieben.
Wunder der Liebe Liebe traf mich, meine Augen weinen, Und im Herzen brennt ein wüthend Feuer mich, Durch der Liebe Allgewalt vereinen Elemente selbst zu meinen Qualen sich. Ach! vergebens brennet meine Flamme, Fruchtlos netzen Thränen mein Gesicht, Thränen, warum löscht ihr nicht die Flamme? Flamme, warum trocknest du die Thränen nicht?
Weiberkenntnis Wüstlinge rühmen sich stolz, und mit Recht, sie kennten die Weiber; Zarte Gemüter allein kennen und ehren das Weib.
Liebeserklärung Mit jedem Druck der Feder Drück ich Dich an mein Herz, Bald tragen mich flüchtige Räder Wieder zu Lust und Scherz. Ich öffne leise die Türe, Und weil es so dunkel ist, Dir Leib und Schenkel berühre Ob Du dieselbe bist.
Im Glück Dem Schmerze konnt' ich Worte geben, In Liedern sang ich meine Qual; Doch seit mein herbstlich ödes Leben Durch dich erblüht zum zweitenmal, Und seit in meiner Seele Gründen Ein neuer Frühling Wunder thut, Da weigert sich mein Mund zu künden Des Herzens sel'ge Wonneglut. Kein irdisch Auge kann ertragen Der Sonne volle Strahlenpracht; So kann dir auch mein Lied nicht sagen, Was meine Seele jauchzen macht. Drum siehst du sprachlos mich erbeben, O frag', Geliebte, nicht warum: Dem Schmerze konnt' ich Worte geben, Doch meine Seligkeit ist stumm.
Ein Geständnis Vor Wut möcht ich und Scham vergehn, Daß ich von Liebe zu dir spreche - Doch meine Thorheit, meine Schwäche Muß ich zu Füßen dir gestehn. Das paßt recht schlecht zu meinen Jahren! Zeit wär's, vernünftiger zu sein! Doch in der Liebe wohlerfahren, Kenn ich auch ihrer Krankheit Pein: Dir fern – muß ich voll Sehnsucht klagen, Dir nah – muß schweigend dulden ich, Und mächtig drängt's mich, dir zu sagen: Ich liebe, holder Engel dich! [...]
Wenn man nur die wahre von der falschen Liebe unterscheiden könnte, so wie man eßbare von giftigen Pilzen unterscheidet! Mit Pilzen ist es so einfach – man salzt sie gut ein, legt sie zur Seite und wartet geduldig. Aber bei der Liebe – sobald man auf etwas gestoßen ist, das auch nur die entfernteste Ähnlichkeit damit aufweist, ist man vollkommen sicher, daß es nicht nur ein echtes Exemplar ist, sondern vielleicht der einzige noch nicht gepflückte echte Pilz. Es braucht eine schreckliche Menge giftiger Pilze, bis man einsieht, daß das Leben nicht ein großer, eßbarer Pilz ist.
Es ist mit der Liebe wie mit dem Leben, wie mit dem Atemholen. Freilich ziehe ich die Luft in mich. Willst du das auch Eigennutz nennen? Aber ich hauche sie wieder aus, und sage mir, wenn du in der Frühlingssonne sitzest und vor Wonne dein Busen stärker atmet, ist das Hauchen nicht eine größere Wonne als das Atemholen? Denn das ist Mühe, jenes ist Ruhe.
Unhörbar sagte es schon mancher Verliebte zu seiner Holden: „O, lass mich in deinen Armen vergessen, welch herzloses Geschöpf du bist!“
Alter Park In der Altstadt, die nur so heißt, – denn, wo einst Winkelgäßchen gekauert, dünstig vom Mittelalter umschauert, dehnen Zinshausstraßen sich dreist, – Eine Oase, die jedes Aug' preist: Uralte Bäume, ein Garten ummauert, haben Jahrhunderte überdauert bei der Kapelle zum heiligen Geist. Aus dem Rasen – fern Stadtlärm und Hast! ragen verstreut zu der Bäume Füßen schräge Steinplatten, grau und bemoost. Gern hält Liebe hier Abendrast; die fühlt hier dankbar des Lebens Grüßen, ahnt nicht, daß sie auf Friedhofsgrund kost.
Liebe ist eine Frucht, welche von selbst reift, auch ohne Sonnenschein.
Liebesleidenschaft ist die grandioseste Verschwenderin; sie schwelgt darin, sich auszugeben, ganz, fraglos, opferdurstig – und das Größte, Letzte kann sie hinwerfen, als wär’s ein Nichts!
Und die Liebe lohnt mit Leid Immerdar am Ende.
A bisserl a Lieb, Und a Bisserl a Treu, Und a Bisserl a Falschheit Ist allweil dabei.
In der Liebe gibt es keine andere Religion und Tugend als das Lieben.
Was die Götter nicht wissen Ares und Aphrodite ruhten auf rosigem Wolkenpfühl, kosten, träumten und warfen zeitweise dem Getriebe der Lebewesen auf der rollenden Kugel Erde einen lässigen Blick zu. Nun aber ging dort etwas vor, das die regere Aufmerksamkeit der Schaumgeborenen erweckte und ihr zu denken gab. Ihre Stirn umflorte sich; sie schloß den olympischen Heros fester an ihr Herz und fragte: »Wie lang wird unsere Liebe dauern? Was meinst du wohl?« Ares küßte ihre ambrosischen Lippen. »Das weiß ich so wenig, wie du es wissen kannst, himmlische Spenderin seligster Stunden«, sprach er, »und kein Gott weiß es.« »Nun denn, schau und höre!« Sie deutete mit der Hand auf vier Erdbewohner, von denen zwei, zärtlich umschlungen, dahinwallten, zwei, Flügel an Flügel geschmiegt, sich in der Luft wiegten: ein Menschenpaar und ein Paar Eintagsfliegen, und beide Pärchen, Menschen und Eintagsfliegen, schwuren einander feurig, aus tiefinnerster, jubelvoller Überzeugung – ewige Liebe. Der Gott und die Göttin lächelten, ein bißchen ironisch, ein bißchen wehmütig: »Eigentlich – beneidenswert!« sagten sie.
Ein Weg, den ich nicht suchte, führt zu dir…