Liebe Sprüche
Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen
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Nach allem, was ich jemals las Und jemals hört' in Sagen und Geschichten, Rann nie der Strom der treuen Liebe sanft […].
XXIII Wie auf der Szene oft ein Dilettant, durch Schüchternheit gehemmt in seinem Spiel; wie der, der rast, vom Wüten übermannt, durch Übermaß geschwächt wird vor dem Ziel: ganz so verfehle ich, von Angst beklommen, zu tun, was Liebessitte sonst begründet, und alle Leidenschaft erscheint verglommen, weil sie zu heftig in mir angezündet. Drum soll mein Lied für meine Liebe zeugen und leise künden meinen lauten Drang, den schüchtern meine Lippe muß verschweigen, der mancher kühne Ausdruck doch gelang. O laß, was stumme Liebe schrieb, gewähren: sie wird dich lehren, mit dem Aug zu hören.
LVII Dein Sklave bin ich, harrend der Befehle, und deinem Winke folg ich unbedingt, und keinen andern Dienst ich mir erwähle als dir zu dienen, wenn du nur gewinkt. Verspätet sich der Wink, will ich nicht schelten, ob mir die Uhr auch allzu langsam ging, und Trennungsweh laß ich dich nicht entgelten, wenn ich verschwinden muß auf deinen Wink. Ich suche nicht mit eifersücht’gem Sinn mich in dein Tun und Wollen zu vergraben – doch denk ich an die andern, die Gewinn von deiner holden Gegenwart nun haben. Ein solcher Sklav ist Liebe: ihr ist’s Pflicht, was du auch tust, zu sehn im hellsten Licht.
So lieb ich dich, und darf mich nicht beklagen: was Liebe einträgt, hat sie zu ertragen.
Mag, wer zu prahlen liebt, mit Liebe prahlen; ich will nicht preisen, was nicht zu bezahlen.
Gedanke, der in Todestrauer führt: zu denken, daß man hat, was man verliert!
Ines II. Und ob wir beide hier uns ewig quälen mit unserm blinden Fern- und Nahesein und doch nie wir, nur Trinker ohne Wein, die atemlos den Rest der Stunden zählen. Und ob wir täglich wieder uns erwählen, dass du in meine Seele dringest ein und ich in dich – und sind uns ewiges Nein! – Was soll dies stets verströmende Vermählen? Doch will mir sein: Aus diesem Nicht-Ergreifen tönt eine Stunde an, die uns errettet, und ob wir noch so sehr aus uns gerissen. Mit jedem Abschied wir uns näher reifen. O tief und innig sind wir hingebettet in dieses leise Voneinander-Wissen
An die Liebe Alle suchen sie dich und überall lockst du. Aus tausend Verhüllungen schimmert dein unenträtselt Gesicht. Aber wenigen nur gewährst du Erfüllung, selige Tage, reines Glück. Zärtlich wehn dich die Blumen, die scheuen Gräser, der Schmetterlinge heiterer Flug, wilder der Wind und das ewig sich wandelnde Meer. Wunderbar strahlst du aus den Augen des Menschen, der ein Geliebtes in seinen Armen hält, vom tönenden Sternenhimmel überwölbt. In die zitternde Seele schweben Schauer von Leben und Tod.
Damit Liebe entstehen kann, muss notwendig Glaube vorangehen.
Minne, du lehrst auch betrübte Menschen, mit strahlenden Augen zu lachen.
Liebe ohne Gegenliebe ist eine Frage ohne Antwort.
Wo die Liebe hinfällt, da bleibt sie liegen und wär' es ein Misthaufen.
Im gemeinen Leben heißt oft die Epilepsie das böse Wesen. Was wäre das gute Wesen? Jemand glaubt, man könne den epileptischen Zuckungen im Paroxysmus der gekrönten Liebe diesen Namen geben.
Die Liebe macht gleichgültig gegen Ruhm und Glanz, allein gegen die Menschlichkeit nicht.
Die Liebe ist stark Getränk für die Seele. Sie betrinkt sich in ihr, und Verliebten geht's kein Haar besser als Leuten, die ein Gläschen über den Durst getrunken haben.
Der Liebe Beginn, nicht jedoch ihr Ende liegt in dem freien Ermessen der Seele.
Ein Liebender weiß zu wünschen, nicht weise zu sein.
Liebe kann man nicht entreißen, aber sie kann vergehen.
Zu lieben ist der Vorteil der Jugend, doch das Vergehen des Alters.
Geliebt wird, was nützt.