Liebe Sprüche

Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen

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Die Liebe gleicht alles aus.

Lortzing, Der Waffenschmied, uraufgeführt 1846. Erster Aufzug, dritter Auftritt. Graf

Das Wesen der Freundschaft können wir ermessen, es wurzelt in der Zuneigung der Gesinnungen, aber die Magie der Liebe ist durch keinerlei Vernunftgründe erklärbar.

Meisel-Heß, Die sexuelle Krise. Eine sozialpsychologische Untersuchung, 1909. Das Dämonium der Liebe

Aber in der Liebe hat man weder Vater noch Mutter! Da bin ich mein eigner Herr!

Miller, Siegwart. Eine Klostergeschichte, 1776. Erster Teil. Kronhelm zu Siegwart

Warnung Ja, ich gestehe mir es mit Entzücken, Ich bin dir hingegeben: Doch, süßer Freund, bewahr' es wie dein Leben. Der Lieb' ist nichts so eigen, Als sich mit holder Schüchternheit umschleiern. Hat sie schon nicht zu sorgen, Und dürfte kühn sich zeigen, Will sie geheim doch ihre Weihe feiern Und bricht der helle Morgen Auf günst'ge Schatten ein, die sie verborgen So wird verstört, mit Beben, Auch ihrer Träume zartester entschweben. Ich scheue nicht das Necken Gespitzter Zungen, noch des Pöbels Tadel. Das wollt' ich muthig leiden Uns aller Welt entdecken, Stolz auf die Wahl und meines Herzens Adel. Allein von diesen Freuden Beneid' ich Andern selber das Beneiden, Kein fremder Sinn soll streben, Zur Ahndung unsers Glücks sich zu erheben. Wohl muß es bitter schmerzen, Erlischt, in des Vergeßens Strom getauchet, Der Liebe schönes Glühen. Doch wenn aus stillem Herzen Du von den Lippen erst das Wort gehauchet, Kannst du's zurück nicht ziehen: Drum werde nimmer dem Verrath verziehen; Vergeßen sei vergeben, Wenn neue Wünsche seinen Schlaf beleben. Es drängen sich die Seelen Der Liebenden im Blick an's Licht der Sonne, Wie hinter Schloß und Riegel; Sie innigst zu vermählen, Erschließet erst der Kuß das Thor der Wonne, Und löset ihre Flügel. Jetzt aber sei dir dieser Kuß als Siegel Des Schweigens mitgegeben, Das keine Macht vermöge wegzuheben.

Schlegel, A. W., Gedichte. Entstanden 1799, Erstdruck 1800

Himmlische Minne Es kämmte die Gräfin ihr flutend Haar, Zur Minne täte sie taugen. Da wallte vorbei der junge Scholar Und hub die schmachtenden Augen. Scholar, halt lieber die Augen in Hut, Daß sie zu hoch nicht fliegen! Wer nicht geboren aus Adelsblut, Darf keine Gräfin kriegen./ "Und ist mein Schatz auch hoch und fern, Mein Minnen soll daran hangen, Wie ich liebe des Himmels höchsten Stern; Wer mag ihn zur Erde langen?"/ Scholar, von der Erde gehörst du fort, Hast schon des Himmels Weihen, Bist gar so rein wie die Engel dort, Die lieben, ohne zu freien. Du Keuscher bist höher geboren denn ich, Dein Adel reicht über die Fürsten. O heb mich hinan! Ich fühle mich Nach himmlischer Minne verdürsten.

Wille, B., Gedichte. Der heilige Hain, 1908

Liebe: zwei im Fliegen zu neuem Leben Geeinte.

Hille, Gestalten und Aphorismen, in: Gesammelte Werke von Peter Hille, Band 2, hg. von seinen Freunden 1904 (posthum)

Wer ein Mädchen liebt, muß es ihr selbst sagen. Der dritte Mann würde nur Prosa aus einer Ode machen.

Kotzebue, Die beiden Klingsberg. Lustspiel in 4 Akten, 1801. Erster Akt, siebte Szene, Adolph

Die Liebe ist eine kurze Epilepsie. Demokrit sprach von einem kurzen Schlaganfall.

Valéry, Tel quel, 1941. Übers. Internet

In der Liebe übertroffen zu werden ist überaus beschämend.

Plinius der Jüngere, Briefe (Epistulae). Buch IV, Brief 1: C. Plinius Fabato Prosocero Suo S. Übers. Internet Originaltext: Nam vinci in amore turpissimum est

Es ist nämlich von Natur aus so, dass nichts in gleicher Weise die Liebe entflammt wie die Furcht vor Verlust.

Plinius der Jüngere, Briefe (Epistulae). Buch V, Brief 19: C. Plinius [Valerio] Paulino Suo S. Übers. Internet Originaltext: Est enim ita natura comparatum, ut nihil aeque amorem incitet et accendat quam carendi metus

Liebesgedicht Ich sah dich den Amseln zärtlich Futter streuen – Ich sah dich deinen alten Vater sanft betreuen – Ich sah dich in einem Buche heilige Stellen anstreichen, Ich sah dich in Gesellschaft unadeliger Menschen erbleichen. Ich sah dich deine idealen Füße ungeniert nackt zeigen, Ich sah dich wie eine Fürstin dich edel-stolz verneigen. Ich sah dich mit deinem geliebten Papagei wie mit einem Freunde sprechen, Ich sah dich mit einem Manne wegen eines geringen Taktfehlers für ewig brechen – – –. Ich sah dich an Himbeerduft dich berauschen, Ich sah dich der Stille eines Sommerabends lauschen. Ich sah dich an dem Alltag wachsen, lernen, Ich sah dich traurig steh'n vor trüben Gaslaternen. Ich sah dich dein Leben spinnen wie die Spinne ihr mysteriöses Gewebe – – – Ich schlich mich abseits, um dich nicht zu stören. Ich werde dich aber lieben, solang ich lebe!

Altenberg, Märchen des Lebens, 1908

Göttliche Liebe, du bists, die der Menschheit Blumen vereinigt, Ewig getrennt, sind sie doch ewig verbunden durch dich.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Die Geschlechter, 1797

Furcht vergeht, wenn man sich entfernt, Liebe aber bleibt.

Plinius der Jüngere, Briefe (Epistulae). Buch VIII, Brief 20: C. Plinius Maximo Suo S. Übers. Internet Originaltext: Timor abit, si recedas, manet amor

Durch Zärtlichkeit und Schmeicheln, Gefälligkeit und Scherzen, Erobert man die Herzen Der guten Mädchen leicht: Doch mürrisches Befehlen Und Poltern, Zanken, Plagen Macht, daß in wenig Tagen So Lieb' als Treu entweicht.

Stephanie der Jüngere, Libretto (nach Christoph Friedrich Bretzner) zu "Die Entführung aus dem Serail", Singspiel in drei Akten, komponiert von Wolfgang Amadeus Mozart, uraufgeführt im Burgtheater in Wien am 6. Juli 1782. Zweiter Akt, erster Auftritt, Blonde

Geliebt zu werden, ist das schönste im menschlichen Leben, nicht weniger schön ist es jedoch, selbst zu lieben.

Plinius der Jüngere, Lobrede auf den Kaiser Traian (Panegyricus). Übers. Internet Originaltext: Iucundissimum est in rebus humanis amari, sed non minus amare

Hesper und Aurora zogen Wechselnd auf am Himmelsbogen, Doch die Glücklichen, sie sahn Nicht den Schmuck der Blätter fallen, Nicht aus Nords beeisten Hallen Den ergrimmten Winter nahn. Freudig sahen sie des Tages Immer kürzern, kürzern Kreis, Für das längre Glück der Nächte Dankten sie betört dem Zeus.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Hero und Leander, 1801

Mehr aber als die übrigen Tugenden ist die Geduld Dienerin der Liebe.

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Wer süßen Honig begehrt, wird oft gestochen.

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Welch ein Wahnsinn wohnt in der Liebe!

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Amor besiegt jeden, doch er selbst wird niemals besiegt.

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Liebe ist kein Verbrechen.

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