Liebe Sprüche

Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen

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Flieht, Freunde, ja die Liebe nicht! Denn niemand flieht ihr Reich: Und wenn euch Amor einmal kriegt, Dann ist es aus mit euch.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. 1827, Annette, hier aus: Pygmalion,

Wer wild ist, alle Mädchen flieht, Sich unempfindlich glaubt, Dem ist, wenn er ein Mädchen sieht, Das Herze gleich geraubt. Drum seht oft Mädchen, küsset sie, Und liebt sie auch wohl gar, Gewöhnt euch dran und werdet nie Ein Tor, wie jener war.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. 1827, Annette, hier aus: Pygmalion

Erde mag zurück in Erde stäuben, Fliegt der Geist doch aus dem morschen Haus! Seine Asche mag der Sturmwind treiben, Seine Liebe dauert ewig aus!

Schiller, F., Gedichte. Elegie auf den Tod eines Jünglings, in: Anthologie auf das Jahr 1782

Ehret die Frauen! Sie flechten und weben Himmlische Rosen ins irdische Leben, Flechten der Liebe beglückendes Band, Und in der Grazie züchtigem Schleier Nähren sie wachsam das ewige Feuer Schöner Gefühle mit heiliger Hand.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Würde der Frauen, 1795

Was ist das Leben ohne Liebesglanz?

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Wallensteins Tod, 1799. 4. Akt, 12. Auftritt, Thekla

Das größte Glück, das die Liebe zu geben vermag, liegt im ersten Händedruck der geliebten Frau.

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

Wer sieht so scharf, so tief, wer anders, als der Falkenblick der Liebe.

Schiller, Don Carlos (ursprünglich Dom Karlos), Infant von Spanien, 1782-1787; Erstdruck des ganzen Dramas 1787. 2. Akt, 7. Auftritt, Prinzessin von Eboli

Die Liebe will ein freies Opfer sein.

Schiller, Wilhelm Tell, 1802-1804. 5. Akt, 1. Szene, Walter Fürst

Liebealso – das schönste Phänomen in der beseelten Schöpfung, der allmächtige Magnet in der Geisterwelt, die Quelle der Andacht und der erhabensten Tugend – Liebe ist nur der Widerschein dieser einzigen Urkraft, eine Anziehung des Vortrefflichen, gegründet auf einen augenblicklichen Tausch der Persönlichkeit, eine Verwechslung der Wesen.

Schiller, F., Theoretische Schriften. Philosophische Briefe. Entstanden Anfang und Mitte der 80er Jahre, Erstdruck 1786

Sphären ineinander lenkt die Liebe, Weltsysteme dauren nur durch sie.

Schiller, F., Gedichte. Anthologie auf das Jahr 1782. Aus: Phantasie an Laura, 1782

Allmächtge Liebe! Göttliche! Wohl nennt Man dich mit Recht die Königin der Seelen!

Schiller, Die Braut von Messina oder die feindlichen Brüder. Ein Trauerspiel mit Chören, 1803. Don Manuel

An** Du willst Wahres mich lehren? Bemühe dich nicht; nicht die Sache Will ich durch dich, ich will dich durch die Sache nur sehn.

Schiller, F., Gedichte. Tabulae Votivae, in: Musenalmanach für das Jahr 1797

Ach, allzuschnell nach kurzem Lenze, Entfloh die schöne Liebeszeit.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Die Ideale, 1795

Das ist der Liebe heilger Götterstrahl, Der in die Seele schlägt und trifft und zündet, Wenn sich Verwandtes zum Verwandten findet, Da ist kein Widerstand und keine Wahl, Es löst der Mensch nicht, was der Himmel bindet.

Schiller, Die Braut von Messina oder die feindlichen Brüder. Ein Trauerspiel mit Chören, 1803. Don Manuel

Wenn jeder Mensch alle Menschen liebte, besäße jeder einzelne die Welt.

Schiller, F., Theoretische Schriften. Philosophische Briefe. Theosophie des Julius. Liebe, 1786

O! zarte Sehnsucht, süßes Hoffen, Der ersten Liebe goldne Zeit, Das Auge sieht den Himmel offen, Es schwelgt das Herz in Seligkeit, O! daß sie ewig grünen bliebe, Die schöne Zeit der jungen Liebe!

Schiller, F., Gedichte. Aus: Das Lied von der Glocke, 1799

Ich bekenne es freimütig, ich glaube an die Wirklichkeit einer uneigennützigen Liebe. Ich bin verloren, wenn sie nicht ist; ich gebe die Gottheit auf, die Unsterblichkeit und die Tugend. Ich habe keinen Beweis für diese Hoffnungen mehr übrig, wenn ich aufhöre an die Liebe zu glauben. Ein Geist, der sich allein liebt, ist ein schwimmendes Atom im unermeßlich leeen Raum.

Schiller, F., Theoretische Schriften. Philosophische Briefe. Entstanden Anfang und Mitte der 80er Jahre, Erstdruck 1786. Theosophie des Julius. Die Welt und das denkende Wesen. Liebe

Die meisten Menschen brauchen mehr Liebe, als sie verdienen.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen, 1880

Hoffnungslose Liebe macht den Mann kläglich und die Frau beklagenswert.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen. Parabeln, Märchen und Gedichte (= Gesammelte Schriften, 1. Band), 1893

Nichts macht uns feiger und gewissenloser als der Wunsch, von allen Menschen geliebt zu werden.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen (in: Sämtliche Werke, Erster Band), 1920

Liebe ist Qual, Lieblosigkeit ist Tod.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen. Parabeln, Märchen und Gedichte (= Gesammelte Schriften, 1. Band), 1893