Liebe Sprüche

Sprüche über Liebe, Romantik und Beziehungen

5474 Sprüche in dieser Kategorie

Frauenlieb und Rosenblätter, verändern sich wie Aprilwetter.

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Die erste, leidenschaftliche Liebe wird ja allerdings vergehen; aber dann wird eine andere, noch schönere Liebe kommen.

Dostojewski, Aufzeichnungen aus einem Kellerloch, Erstdruck 1864. Zweiter Teil, VI. Übersetzt von Hermann Röhl 1923

Menschenbeifall Ist nicht heilig mein Herz, schöneren Lebens voll, Seit ich liebe? warum achtetet ihr mich mehr, Da ich stolzer und wilder, Wortereicher und leerer war? Ach! der Menge gefällt, was auf den Marktplatz taugt, Und es ehret der Knecht nur den Gewaltsamen; An das Göttliche glauben Die allein, die es selber sind.

Hölderlin, F., Gedichte

Ohne innere Liebe ist alles äußere Tun nichts nütze. Was aber aus Liebe geschieht, das ist groß, das bringt reiche Frucht, so gering und ungeachtet es im Auge des Menschen immer sein mag. Denn auf der Waage Gottes wiegt das, was dich zum Tun treibt, ungleich mehr als die Tat selber.

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Daß ein Mann höflich, aufmerksam, liebenswürdig zu einer Frau ist, genügt ihr nicht, auch der anständigsten nicht, sie ist ihm dafür keineswegs erkenntlich. Sie verlangt, daß man ihr die Einbildung verschafft, man liebe sie sinnlich, man begehre sie.

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Liebe ist heftiger als Selbstliebe, denn man kann auch eine Frau lieben, die einen verachtet.

Vauvenargues, Nachgelassene Maximen, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Die Liebe ist das Bedürfnis, aus sich herauszugehen.

Baudelaire, Kritische und nachgelassene Schriften, hg. von Franz Blei 1925

Laß uns leben, meine Geliebte, laß uns lieben.

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Die Liebe zu einer intelligenten Frau ist ein Päderastenvergnügen.

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Wehr im Beginne dem Übel; zu spät wird Heilung bereitet, Wenn durch langen Verzug Stärke gewonnen es hat.

Ovid, Remedia amoris (Heilmittel gegen die Liebe). V. 91. Originaltext: Principiis obsta (sero medicina paratur).

Wirkliche Liebe ist »sehend«. Sie entdeckt verschüttete Werte. Bringt Möglichkeiten zur entfalteten Wirklichkeit.

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Die Liebe will nicht, daß man sich anders als durch sie allein gebunden fühlt, sie hängt nur lose mit solchen Bindungen zusammen, die, wie die Ehe, unter anderen Gesichtspunkten geknüpft worden sind und zusammengehalten werden: Verwandtschaft und Besitz beanspruchen dabei ebenso viel Berücksichtigung wie Anmut und Schönheit.

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Pilgers Morgenlied Morgennebel, Lila, Hüllen deinen Turn um. Soll ich ihn zum Letzten Mal nicht seh'n! Doch mir schweben Tausend Bilder Seliger Erinnerung Heilig warm ums Herz. Wie er so stand, Zeuge meiner Wonne, Als zum ersten Mal Du dem Fremdling Ängstlich liebevoll Begegnetest Und mit einem Mal Ew'ge Flammen In die Seel' ihm warfst! – Zische, Nord, Tausend-schlangenzüngig Mir ums Haupt! Beugen sollst du's nicht! Beugen magst du Kind'scher Zweige Haupt, Von der Sonne Muttergegenwart geschieden. Allgegenwärt'ge Liebe! Durchglühst mich, Beutst dem Wetter die Stirn, Gefahren die Brust, Hast mir gegossen Ins früh welkende Herz Doppeltes Leben, Freude, zu leben, Und Mut!

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese

Es gibt eine schöne Form der Verstellung: die Selbstüberwindung – und eine schöne Form des Egoismus: die Liebe.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen, 1880

Ich sandte, daß sie folgen deiner Fährte (1891) Die Träume fort; Daß es durch Liebe dich verwirr, gewährte Ich keinem Wort. Verschiednen Lebensaltern, Lebensorten Entstammen wir. Kein Sieg von gleichen Einsichten und Worten Führt mich zu dir. Im Herzenstempel, fern von deinen Blicken, Schließ ich mich ein: Die Jugend bet ich an, und mein Entzücken Wird sie stets sein.

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Wir sind alle zum Lieben geboren. Es ist der Sinn unseres Seins und sein einziger Zweck.

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Rosengruß Heimlich durch's Fenster kam er geflogen, Schüchterner Liebe duftiger Gruß – Sieht sich der hoffende Werber betrogen? Sinnende Maid, warum zögert Dein Fuß? Durch des Gemaches verschwiegene Räume Fluthet der Rosen bestrickender Hauch, Wiegt Dich in süße, berauschende Träume, Wecket den Frühling im Herzen dir auch. Bald zu den Lippen wirst Du sie heben, Rosen zu Rosen – blühende Zeit! – Aber noch zagst Du mit innerem Beben – Ahnst Du die Dornen? Ahnst Du das Leid?

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Das Lesezeichen 1872 "Kein Feuer, keine Kohle Kann brennen so heiß, Als heimliche Liebe, Von der Niemand nichts weiß." So hast du's gehalten, Du liebliche Maid – Wie Vater und Mutter Zu ihrer Zeit. Warum nun der Zorn In des Vaters Gesicht? Und die Mutter thut auch fast, Als wüßt' sie es nicht! Was hilft's, daß der Brief In der Bibel sich fand, Wo geschrieben steht "Liebt euch Unter einand'" Du hast gar zu fromm Deine Liebe versteckt – Und die Frömmigkeit hat sie Am Sonntag entdeckt. Konnt' am Herzen dir sicher Sein Brieflein nicht ruh'n? Was hat denn dein Schatz In der Bibel zu thun?

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Wie schön ist doch das Band der Liebe! Sie knüpft uns wie das Weltgetriebe Auf ewig an den Schöpfer an. Wenn Augen sich in Augen stehlen, Mit Tränen Tränen sich vermählen, Ist schon der süße Bund getan.

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Wohl bringt die Liebe uns zuletzt auch Leid, Denn eines muß ja vor dem andern sterben, Und wie das schmerzt, das magst du sehn an mir.

Hebbel, Die Nibelungen. Ein deutsches Trauerspiel in drei Abteilungen, 1861. Erste Abteilung. Der gehörnte Siegfried. Vorspiel in einem Akt, 3. Szene, Ute

Die Liebe fordert alles und ganz mit Recht, so ist es mir mit dir, dir mit mir.

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