Liebe Sprüche – eltern

48 Sprüche gefunden

Aktive Filter: Liebe eltern

Püsterich Meine Mutter, die braune Zigeunerin, Saß nachts am Kohlenbrand, Da trat ein Jäger zu ihr hin Und nahm sie bei der Hand. Er zog sie tief im Waldesgrund Ins rote Heidekraut Und küßte ihr die Lippen wund, Bis früh der Morgen graut. Sobald der Wind so feucht und kühl Ihm durch die Locken strich, Da sprang er auf vom weichen Pfühl Und wandt zum Scheiden sich. O Jäger, sprich, an wessen Brust, Hab ich die Sommernacht Heißblütig in liebtrunkner Lust Mit feuchtem Aug verbracht? "Neugierig Weib, was fragst du mich, Woher, wohin ich zieh? Ein wilder Jäger liebte dich, Der kehrt zurück dir nie." Ein Rothirsch setzte jach daher, Die Meute hinterdrein. Schnell griff der Jäger zum Gewehr Und sprang zum Wald hinein. Das Feuer auf dem Lagerherd War über Nacht verglüht. Das Feuer, das im Herzen zehrt, Verbrannt ihr schwarz Geblüt. Meine Mutter trug im Schoß davon Von dieser Nacht ein Kind. Ich bin des wilden Jägers Sohn, Mein Vater ist der Wind.

Internet

Noch suche ich! Nie liebt' ich Weiber, nein! ich such' das Weib, Das Weib der Wahrheit – ohne Wunden, Von schöner Seele wie von schönem Leib, In dem die Sehnsucht soll gesunden. Noch suche ich das Weib der Harmonie. Doch jede Sehnsucht weist in Fernen, in immer weit're… Und ich bog das Knie Drum keiner Einzigen Augensternen. Es gab mir jede Frau nur einen Strahl Der vollersehnten Liebessonne; So ward mir jedes Weib zu neuer Qual, Niemals zu ganzer Wahrheit Wonne. Nur Eine nehm' ich aus: die Mutter mein Und dann die Mutter meiner Kinder. Die Mutter aber ließ mich längst allein. Der Andern Herz gehört nicht minder Den Kindern und viel Liebbedürft'gen mehr. … So geht die tiefste Sehnsucht wandern, Und sucht die Liebe, deren Hand nie leer, Und die ihr Leben läßt dem Einen Andern.

Internet

Spaziergang Sie wandeln durch des Waldes Grün. Vögel singen und Blumen blühn. Ein blasser Mann und ein stilles Kind Sie schlürfen durstig den Frühlingswind. Und der Knabe bleibt verwundert stehn: "Ich glaub, ich kann die Mutter sehn." Sie starren in das junge Grün … Vögel fliegen und Blumen blühn.

Internet

Bei einem Paar ist immer ein Teil Tyrann. Wie kommt das? Am häufigsten liegt das daran, daß die Liebe nicht auf beiden Seiten gleich ist; der Teil, der mehr geliebt wird, gefällt sich darin, seine Macht zu erproben […].

Prudhomme, Intimes Tagebuch und Gedanken

Aber in der Liebe hat man weder Vater noch Mutter! Da bin ich mein eigner Herr!

Miller, Siegwart. Eine Klostergeschichte, 1776. Erster Teil. Kronhelm zu Siegwart

O, allmächtige Liebe! die auf gewisse Weise das Vieh zum Menschen macht, und auf andre den Menschen zum Vieh!

Shakespeare, Die lustigen Weiber von Windsor (The Merry Wives of Windsor), unautorisierter Erstdruck 1602. Fünfter Aufzug, vierte Szene, Falstaff