Liebe Sprüche – gedanken

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Je glühender der Eifer, je stürmischer der Geist, je überbordender die Liebe wird, desto notwendiger wird ein wachsamer Verstand, der den Eifer zügelt, den Geist mäßigt und die Liebe in geordnete Bahnen lenkt.

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Und klar auf einmal fühl ichs in mir werden,Dieist es, oderkeinesonst auf Erden!

Schiller, Die Braut von Messina oder die feindlichen Brüder. Ein Trauerspiel mit Chören, 1803. Don Cesar

Geheime Liebe fordert Schweigen, Und Edelsinn ist dem nicht eigen, Der laut und prahlend davon spricht.

Langbein, A. F. E., Gedichte. Aus: Die Ungenannte

Ach, wer heilet die Schmerzen Des, dem Balsam zu Gift ward? Der sich Menschenhaß Aus der Fülle der Liebe trank? Erst verachtet, nun ein Verächter, Zehrt er heimlich auf Seinen eignen Wert In ungnügender Selbstsucht.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Vermischte Gedichte. Aus >Harzreise im Winter<, entst. 1777, Erstdruck 1789

Nacht ist es: nun reden lauter alle springenden Brunnen. Und auch meine Seele ist ein springender Brunnen. Nacht ist es: nun erst erwachen alle Lieder der Liebenden. Und auch meine Seele ist das Lied eines Liebenden.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Zweiter Teil, 1883. Das Nachtlied

Mir kam heute in den Sinn, daß die selbstloseste Liebe am Ende nur der größte Egoismus ist und daß die größte Demut und Sanftmut im Grunde nichts anderes ist als entsetzlicher Stolz und versteckte Heftigkeit.

Herzen, Aus den Memoiren eines Russen, 1855-59

Abglanz Der Himmel schickt das Licht hernieder, In dessen Glanz der See erglüht; So spiegelt deinen Reiz nur wieder Die Glut, die mir im Auge sprüht.

Claar, Weltliche Legenden. Gedichte, 1899

Die Gefühle das Herzens sollen nicht Herrscher sein über den erwägenden, prüfenden Geist, sondern nur seine Diener und Gehilfen.

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Wie des Mondes Abbild zittert In den wilden Meereswogen, Und er selber still und sicher Wandelt an dem Himmelsbogen: Also wandelst du, Geliebte, Still und sicher, und es zittert Nur dein Abbild mir im Herzen, Weil mein eignes Herz erschüttert.

Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte. Neuer Frühling, 23.

Das Zartgefühl ist der Schatten, die Wollust der Körper und die Grausamkeit der Geist der Liebe.

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Zu Liebesboten taugen nur Gedanken, die zehnmal schneller fliehn als Sonnenstrahlen, wenn sie die Nacht von finstern Hügeln scheuchen.

Shakespeare, Romeo und Julia, Erstdruck 1597

Und wenn dein Geist die Welt umschriebe Und würde nicht der Selbstsucht los, Was wär's? Mehr wiegt ein Tropfen Liebe Als alle Weisheit Salomos.

Geibel, E., Gedichte. Aus dem Nachlass

Mein Herz, glaubt's, ist nicht erkaltet, Es glüht in ihm so heiß wie je, Und was ihr drin für Winter haltet, Ist Schein nur, ist gemalter Schnee. Doch was in alter Lieb' ich fühle, Verschließ' ich jetzt in tiefstem Sinn, Und trag's nicht fürder ins Gewühle Der ewig kalten Menschen hin. Ich bin wie Wein, der ausgegoren: Er schäumt nicht länger hin und her, Doch was nach außen ging verloren, Hat er an innrem Feuer mehr.

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Hier sitz ich Und denke dein Ganz allein, Gern möcht ich Gestöret sein! Gott sieht mir an den Augen ab, Was mir fehlt Was mich quält Und mildert es mit seiner Gab Auszuhauchen, auszusprechen Heißt dem Pfeil die Spitze brechen. Ach ich kann mich nicht ergeben Und vergeben kann ich nichts, Ach ich sah den Mond wohl schweben In dem lieben Auge Licht. Als ich dir in's Aug gesehen, Sah ich meine liebe, ferne Feindin stehen, Die mich nicht leiden kann, Die ich nicht lassen kann.

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Unruhige Nacht Heut ward mir bis zum jungen Tag Der Schlummer abgebrochen, Im Herzen ging es Schlag auf Schlag Mit Hämmern und mit Pochen. Als trieb' sich eine Bubenschar Wild um in beiden Kammern; Gewährt hat, bis es Morgen war, Das Klopfen und das Hammern. Nun weist es sich bei Tagesschein, Was drin geschafft die Rangen: Sie haben mir im Herzensschrein Dein Bildnis aufgehangen!

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Lieb' im Beginn äußert sich nicht selten in heftigem Unmut gegen die erste Person. Dabei kommt der Mensch oft auf absonderliche Gedanken, die ihm später noch viel mehr zu denken geben und sattsam Gründe, sich ernstlich und rechtmäßig gegen sein liebes Selbst zu erzürnen.

Hopfen, Verdorben zu Paris, 2 Bde., 1868

Zwei Seelen und ein Gedanke, zwei Herzen und ein Schlag!

Halm, Der Sohn der Wildnis. Dramatisches Gedicht in fünf Akten, 1842

Eine leere Stelle Zeig mir eine leere Stelle Doch in deinem Sein, Sonst kann meines Herzens Welle Nicht in dich hinein.

Josephson, Licht im Dunkel. Gedichte und Sprüche, 1902

Ich mühte mich, ein Stein zu sein, Von dumpfer Zelle Nacht umfangen; Was half es, ach, da aus dem Stein Der Liebe helle Funken sprangen?

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Wie Nachtigallen am liebsten vor einem Echo schlagen, so spricht unser Herz am lautesten vor Tönen.

Jean Paul, Blumen-, Frucht- und Dornenstücke oder Ehestand, Tod und Hochzeit des Armenadvokaten F. St. Siebenkäs im Reichsmarktflecken Kuhschnappel, kurz Siebenkäs, 3 Bde., 1796/97. Drittes Bändchen. Neuntes Kapitel

(Freud) als Denker (war) keineswegs verwundert über diesen fürchterlichen Ausbruch der Bestialität (unter Hitler) – seine Meinung, daß das Barbarische, daß der elementare Vernichtungstrieb in der menschlichen Seele unausrottbar sei, sei auf das entsetzlichste bestätigt.

Zweig, Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers, entstanden im Exil 1939-41, Stockholm 1942 (posthum)