Liebe Sprüche – hochzeit

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Die Liebe ist ein Edelstein, Sie brennt jahraus, sie brennt jahrein, Und kann sich nicht verzehren; Sie brennt, solang noch Himmelslicht In eines Menschen Aug sich bricht, Um drin sich zu verklären. Und Liebe hat der Sterne Macht, Kreist siegend über Tod und Nacht, Kein Sturm, der sie vertriebe! Und blitzt der Haß die Welt entlang, Sie wandelt sicher den alten Gang, Hoch über den Wolken, die Liebe!

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Ein Liebespaar ist wie Sonnenauf- und untergang; es gibt sie alle Tage, aber wir sehen sie selten.

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Wahre Liebe ist nicht ohne Lohn, doch sie liebt nicht für Lohn.

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Der Anfang der Liebe ist süß, ihr Ende – Galle. Frau Venus kommt gelacht, geht traurig nach dem – Falle.

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Liebe ist wie ein Korb mit fünf Broten und zwei Fischen. Sie ist nie genug, wenn du nicht anfängst, sie zu verschenken.

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Liebesschwüre dringen nicht zum Himmel.

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In der Liebe ist der zuerst Geheilte immer der besser Geheilte.

Rochefoucauld, Reflexionen und moralische Sentenzen (Réflexions ou sentences et maximes morales), 1665, endgültige Fassung 1678

Wenn Leute sich lieben, dann bleiben sie jung für einander.

Ernst, Liebesgeschichten, 1930

Liebenden hilft kein Kraut.

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Liebe ist schön, doch echt muss sie sein, denn zwischen zwei Herzen darf kein drittes mehr sein.

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Vermag die Liebe alles zu dulden, so vermag sie noch viel mehr alles zu ersetzen.

Goethe, Die Wahlverwandtschaften, 1809. 2. Teil, 14. Kap.

Der Männer Liebe ist heftiger, der Weiber halsstarriger; der jungen Leute leichtfertiger, der Alten lächerlicher.

Agrippa, Ungewissheit und Eitelkeit aller Künste und Wissenschaften (De incertitudine et vanitate scientarum et artium et de excellentia verbi dei), Erstdruck 1530

Wo die Liebe hinfällt, wächst kein Gras mehr!

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Wer die Liebe verbietet, gibt ihr Sporen.

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Nach einigen Minuten sagte Knebel: ›Wie sich das alles himmlisch fügt, dort kömmt Herder und seine Frau mit den zwei Kindern.‹ – Und wir gingen ihm entgegen, und unter dem freien Himmel lag ich endlich an seinem Mund und an seiner Brust, und ich konnte vor erstickender Freude kaum sprechen, und nur weinen, und Herder konnt' mich nicht satt umarmen.

Jean Paul, Briefe

Die Natur und der eigentümliche Geist der Liebenden blicken einander in die Augen, es sind das zwei Richtungen der gleichen Handlung, es ist ein Fließen in zwei Richtungen und ein Brennen von zwei Enden.

Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, 3 Bde., 1930-43

Die Schmerzen der unerhörten Liebe und die Schmerzen der Ehescheidung erinnern an die Zähne, welche wehe tun, wenn sie kommen, und wehe, wenn sie ausgezogen werden.

Jean Paul, Impromptü's, welche ich künftig in Stammbücher schreiben werde (in: Cotta'sches Taschenbuch für Damen auf das Jahr 1812), 1811

Jeder Liebende soll bleich werden: diese Farbe passt zu jedem, der liebt.

Ovid, Ars amatoria, auch Ars amandi (Die Liebeskunst), entstanden zwischen 1 v. Chr. und 4 n. Chr. Originaltext: Palleat omnis amans: hic est color aptus amanti.

Jeder, der liebt, befindet sich im Krieg.

Ovid, Amores (Liebesgedichte), 49 Gedichte in drei Büchern, entstanden ab 16 v. Chr

Die Liebenden suchen den Genuss – leider ohne Erfolg.

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Der kühle Verstand lehnt es zwar ab, so etwas wie seelische Verwandtschaft unter Menschen gelten zu lassen – und Fälle, in denen eine Liebe auf den ersten Blick einem Leben neuen Inhalt und eine völlig neue Richtung gibt, sind ja auch äußerst selten – zum mindesten unter den Männern. Meist trifft es dann jene gefestigten, selbstsicheren Naturen, die es am wenigsten erwarten, daß das Schicksal gerade ihnen einen derartigen Streich spielen könne, die so wenig bereit sind, sich bedingungslos einer Empfindung hinzugeben, daß sie es oft nicht einmal merken, wenn ihr Geschick sie schon ereilt hat.

Galsworthy, Jenseits (Beyond), 1917