Liebe Sprüche – hochzeit
1330 Sprüche gefunden
Waldvögel Ein wohlbestelltes Mieder, Die Backen rot gesund, Den Schnabel voller Lieder Und vorn und hinten rund. Zwei Augen glutend blaue Und eine kleine Hand, Wohl mir, waldwilde Fraue, Daß ich dich einsten fand. Es war im tiefen Walde Und Sommer war die Zeit, In einem Wipfel balde Nesthockten wir zu zweit Und niemand hat gesehen Das sondre Vogelpaar, Das hoch im Windewehen Vor Glücke schwindlig war.
Wie gut, daß Liebe blind ist – sie müßte sonst gar zu oft ein Auge zudrücken.
Nimm an, es gäbe einen Himmelsherrn; so wollen wir von ihm für einst erflehn: er lasse uns auf irgendeinem Stern als einen Strauch voll Rosen auferstehn. Ich will die Wurzel sein, Du sei der Strauch, ich will die Zweige sein, Du sei das Blatt, ich sei die Rose, Du sei ihr Arom. So ineinander unaufhörlich satt, so eins in jeder Faser, jedem Hauch, sei unser Leben dann Ein Dankesstrom.
Wen die Liebe ergreift, der ist ihr verfallen […] Und wenn sie kommt, ist sie uns stets willkommen, gleichgültig, ob sie tötet oder nicht.
Die Frau spricht 2. Eine Frau denkt Mein Mann schläft immer gleich ein … oder er raucht seine Zeitung und liest seine Zigarre … Ich bin so nervös . . . und während ich an die Decke starre, denke ich mir mein Teil. Man gibt ihnen so viel, wenigstens zu Beginn. Sie sind es nicht wert. Sie glauben immer, man müsse hochgeehrt sein, weil man sie liebt. Ob es das wohl gibt: ein Mann, der so nett bleibt, so aufmerksam wie am ersten Tag, wo er einen nahm …? Einer, der Freund ist und Mann und Liebhaber; der uns mal neckt, mal bevatert, der immer neu ist, vor dem man Respekt hat und der einen liebt … liebt … liebt … ob es das gibt? Manchmal denke ich: ja. Dann sehe ich: nein. Man fällt immer wieder auf sie herein.[100] Und ich frage mich bloß, wo diese Kerls ihre Nerven haben. Wahrscheinlich … na ja. Die diesbezüglichen Gaben sind wohl ungleich verteilt. So richtig verstehen sie uns nie. Weil sie faul sind, murmeln sie was von Hysterie. Ist aber keine. Und wollen wir Zärtlichkeit, dann haben die Herren meist keine Zeit. Sie spielen: Symphonie mit dem Paukenschlag. Unsere Liebe aber verzittert, das ist nicht ihr Geschmack. Hop-hop-hop – wie an der Börse. Sie sind eigentlich nie mehr als erotische Statisterie. Die Hauptrolle spielen wir. Wir singen allein Duett, leer in der Seele, bei sonst gut besuchtem Bett. Mein Mann schläft immer gleich ein, oder er dreht sich um und raucht seine Zigarre. Warum? Weil … Und während ich an die Decke starre, denke ich mir mein Teil.
Der reichste Tag Das war mein schönster Tag, als ich dich fand: Es war ein selig staunendes Begegnen, Ein stummes Ineinanderglühn, ein Segnen, Das in der Blicke Wechselsprache stand. Und als ich dann gewährend durfte geben: Das war der schönste Tag in meinem Leben! Dann kam ein Tag, da ließ mich dein Vertraun Auch deine ewig tiefen Schmerzen schaun, Damit ich sie mit dir gemeinsam trage: Und dieser war der reichste meiner Tage. –
Und kann die Frau wohl anders als im Herzen Des Mannes, den sie liebt, die Heimath finden? Wo ihre Freudenklänge, ihre Schmerzen, Im trauten Echo enger sie verbinden? Ein reinlich Stübchen, helle Fensterscheiben, Dort hinter Blumen lauschen voller Lust, Und ängstlich schauen, sollt' er lange bleiben, Dann, wenn er heimkehrt, eilen an die Brust, Mit Hochentzücken Aug' in Auge schauen, Ist das nicht Heimathlust – Ihr lieben Frauen?
Ein Heiratsvermittler: "Liebe? … So nennen viele das leidenschaftliche Verlangen nach lebenslänglicher Versorgung."
In Liebesdingen kann jede Frau schneller hören, als der Mann zu sprechen vermag.
Die Liebe, diese Himmelsblume, ist immer noch nicht heimisch geworden auf Erden; sie hat immer noch nicht, wie in ihrer Heimat, unzerreißbare Wurzeln geschlagen.
Ein Mann kann durch vieles glücklich werden, die Frau nur durch Liebe.
O Stunde seliger Vereinung, Wo du erschienst mit holdem Gruß, Gleich einer flüchtigen Erscheinung, Der reinsten Schönheit Genius! In hoffnungslosen Sehnsuchtqualen, In dieses Lebens Wogenprall, Sah ich dein Engelsauge strahlen Und hörte deiner Stimme Schall. Es schwanden Jahre. Meine Qualen Begrub des Lebens Wogenschwall, Und deiner Engelsaugen Strahlen Vergaß ich, deiner Stimme Schall! Verbannt, in düstrem, dumpfem Sehnen Floß träg und kalt dahin mein Blut – Ach, ohne Gottheit, Leben, Thränen, Begeisterung und Liebesglut! Da schlug die Stunde der Vereinung Und du erschienst mit holdem Gruß, Gleich einer flüchtigen Erscheinung, Der reinsten Schönheit Genius. Nun schlägt mein Herz in trunknem Sehnen Und feurig schießt dahin mein Blut – Mich rufen Gottheit, Leben, Thränen, Begeisterung und Liebesglut!
Aber jedes Glücksschloß, das sich erhebt, hat in dem Grunde, auf dem es ruht, Sand, und der Sand sammelt sich und rinnt unter den Mauern fort, langsam vielleicht, unmerklich, aber er rinnt und rinnt, Korn auf Korn. Und die Liebe? Auch sie ist kein Fels, wie gern wir es auch glauben möchten.
Wo Lieb' und Treu auf Mittel sinnen, Da bricht selbst ein bezaubert Schloß.
Heißer ist stets die Glut, wenn die Liebende fern dem Geliebten. Immer zur Hand sein macht minder geschätzt den Gemahl.
Zu viel Liebe ohne Ehe führt schließlich oft zu Ehe ohne Liebe.
Ich habe nicht gewußt, daß so viel Liebe in einem Herzen sein kann – und zu mir. Zwar – ich bin ungerecht. Und doch ... es hat mich nimmermehr zuvor so überwältigt.Sowill ich sagen: wissen um die Liebe, das tat ich stets, und war auch wohl zu Gast, – so wie ein Gast von Heim und Herdglut weiß. Durch Dich erst aberglaubich an die Liebe. Selbst (und das ist das Schwerste) an die meine, an meine Fähigkeit zu jener letzten Ver-Einigung des ewig sonst Ent-Zweiten. Nun nicht mehr Gast nur wandl' ich durch die Zeiten, – nun sitz ich selbst am Herd und atme Frieden, und glaub an alle Liebe – durch die Deine.
Die Liebe des Mannes dressiert.
Die wahre Liebe ist die treue Begleiterin der Alltäglichkeit.
Das Verstehen ist das Beste in der Liebe.
Liebe, du bist ernst und froh und duldsam und tätig!