Liebe Sprüche – nachdenklich
61 Sprüche gefunden
Ein jeder bewar die thür seynes mundes für den, so in seynen armen schläfft.
Wer im Schoß seines Geistes völlige Stille trägt, der kann dahinein mit einem Empfinden intensivster Liebe alle aufnehmen und mit Wärme umhegen. So kann er mit ihnen ein Herz und eine Seele werden.
Liebe fängt bei sich selber an.
Der Liebende blickt in einen Spiegel, in dem er sein Selbst entdeckt.
Je glühender der Eifer, je stürmischer der Geist, je überbordender die Liebe wird, desto notwendiger wird ein wachsamer Verstand, der den Eifer zügelt, den Geist mäßigt und die Liebe in geordnete Bahnen lenkt.
Man muß drei Herzen in eins zusammenschmelzen: das erste in Liebe zu Gott; das zweite in Güte zum Nächsten; das dritte in Strenge gegen sich selbst.
Es ist schwer, die zu lieben, die wir nicht achten, aber nicht weniger schwer, jene zu lieben, die wir mehr achten als uns selbst.
Nicht alles Gut ist gut; Mensch, überred dich nicht, Was nicht im Lieböl brennt, das ist ein falsches Licht.
Hätten wir ohne die Leidenschaften die Künste gepflegt, und hätte uns Überlegung allein unsere Hilfsmittel, unsere Bedürfnisse und unsere Gaben offenbart?
Die Menschen sollen sich so lieb haben, daß sie sich allein lassen können. Damit achtet einer den andern.
Dann, ja dann müßte alles aus dem Gleichgewichte kommen und die Welt in ein Chaos sich verwandeln, wenn nicht der nämliche Geist der Harmonie und Liebe sie erhielte, der auch uns erhält.
Abglanz Der Himmel schickt das Licht hernieder, In dessen Glanz der See erglüht; So spiegelt deinen Reiz nur wieder Die Glut, die mir im Auge sprüht.
Die Gefühle das Herzens sollen nicht Herrscher sein über den erwägenden, prüfenden Geist, sondern nur seine Diener und Gehilfen.
Der Mensch ist niedrig und gemein, wenn er sich in seiner niedrigen Leidenschaft getroffen fühlt.
Wer ihn als einen Gott der Liebe preist, denkt nicht hoch genug von der Liebe selber. Wollte dieser Gott nicht auch Richter sein? Aber der Liebende liebt jenseits von Lohn und Vergeltung.
Die Liebe ruhet nicht; sie kann in ihren Wirkungen und in ihrem Wohltun gestöret und gehindert werden; aber sie hört nicht auf zu lieben, wie die Sonne nicht aufhört zu scheinen.
O laß, was stumme Liebe schrieb, gewähren: sie wird dich lehren, mit dem Aug' zu hören.
Ich habe nicht gesagt, daß man das Herz unterdrücken müsse, aber man muß es leider Gottes bezähmen.
Wie die Gans durch ihr Geschnatter, das Schaf durch sein Blöken niemanden erschreckt, so soll auch die Stimme der unvernünftigen Menge auf dich keinen Eindruck machen!
Nicht auf immer kann sich verirren, wer den Pfad inbrünstiger Liebe wandelt; später oder früher, einmal wird er sich wiederfinden, still und ruhig in dem Schoß göttlicher Liebe.
Wie mancher Lüge stellen wir uns im täglichen Leben unter, um nicht einen kleinen Fehler bekennen zu müssen.