Liebe Sprüche – nachdenklich

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Es gibt eine Hygiene der Liebe: Zur rechten Zeit aufhören und Schonzeit einlegen. Daß die Natur die Tiere in dieser Weise bevormundet, hat einen guten Sinn. Wenn sie beim Menschen das Regeln seiner Liebesbedürfnisse, wie so manches andere, der Vernunft überläßt, schätzt sie ihn wieder mal zu hoch ein.

Hagemann, Aphorismen zur Liebesweisheit, 1921

Sternensprache Schau auf, schau auf zum Firmament, und laß von ihm dir zeigen: Von allen Sternen, die ihr kennt, hat keiner Licht zu eigen. Trotz ihrer Größe, ihrer Zahl sind sie nur Lichtverbreiter; ein jeder nimmt des andern Strahl und gibt ihn folgsam weiter. Der einz'ge Sonnenquell des Lichts ist des Allmächt'gen Liebe, und selbst auch diese wäre nichts, wenn sie nicht leuchtend bliebe. Sie geht im Strahlenkleide aus, sich selbst der Welt zu geben, macht jeden Stern zu Gottes Haus und küßt ihn wach zum Leben. Schau auf, schau auf zum Sternenzelt, und laß von ihm dir sagen: Die Liebe wird von einer Welt der andern zugetragen. Gibt sie ein Stern dem andern nicht, weil er Gott nicht verstanden, so ist er für sie ohne Licht und also nicht vorhanden.

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Wer liebet ohne Maß, der handelt nicht vernünftig.

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Selbst die vergessenen Eindrücke beleben mein Denken von der Vergessenheit aus, denn auch die Vergessenheit ist etwas Positives, wie das Schweigen und die Dunkelheit.

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Das göttliche Gebot der Liebe, wie es das Christentum verkündet, ist vielleicht das Gewaltigste, was die Menschheit an wirklichen Fortschritten im Gebiet der großen absolut sittlichen Ideen geleistet hat.

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Jeden Menschen umgibt ein heiliges Licht, das besonders hell im Moment der Liebe leuchtet.

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Es kann von religiöser Erneuerung in uns selber und in der Welt nicht die Rede sein, wenn mit dem Gebot der Liebe nicht ernst gemacht wird.

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Das Wirken des Heiligen Geistes in den Seelen ist Eingießen, Fördern und Vollenden der Liebe.

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Nur wer den Liebesfunken in sich zur hellen Flamme entfacht, der erwärmt, der erleuchtet.

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Der eine hört zu lieben auf, indem er auf eine Herrschaft verzichtet, die ihn nicht mehr interessiert, der andere, indem er ein Joch abwirft, das ihm kein süßes Joch mehr ist.

Prudhomme, Intimes Tagebuch und Gedanken

Salbst du dein Seelenaug' mit Liebe, dann siehst du.

Peiper (Hg.), Stimmen aus dem Morgenlande, oder: Deutsch-Morgenländische Frucht- und Blumenlese. Eine Sammlung von unbekannten oder noch ungedruckten Schriftstücken Morgenländischer Autoren, hg. von Carl Rudolf Samuel Peiper, 1850. Die Wissenschaft vom Buchstaben

Nicht Aufklärung macht den Menschen besser, sondern Verklärung!

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Lerne, den geliebten Gegenstand mit den Strahlen deines Gefühls zu durchscheinen, statt ihn darin zu verzehren!

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Immer laufen wirdenMenschen nach, die wir lieben. Es wäre gut, ab und an anzuhalten, um zu sehen, wer denn hinterunsläuft.

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Wenn ich denke, dass ich nicht mehr an dich denke, denke ich immer noch an dich. So will ich versuchen, nicht zu denken, dass ich nicht mehr an dich denke.

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Bist du das weite Meer meiner Seligkeit? Wird mir Schweigen werden in deinem Frieden und ich geklärt mich wiederfinden in deiner Seele Spiegel?

Baer, Jahresgedanken einer Frau, 1921

Wer nicht zu einem Faulpelz werden will, der liebe!

Ovid, Amores (Liebesgedichte), 49 Gedichte in drei Büchern, entstanden ab 16 v. Chr. 1,9. Übers. Internet Originaltext: Qui nolet fieri desidiosus, amet!

Denen, die uns am bittersten kränkten, uns unheilbar verwundeten, Liebe zu erweisen, ist der Weg des Friedens für das eigne Herz.

Waldersee, Späne aus stiller Werkstatt. Aphorismen, 1908

Der Sabbat deines Lebens will ich sein Der Sabbat deines Lebens will ich sein. Wenn dich umstrickt des Alltags grau Gespinst − In meine Seele flüchte dich hinein, Dass du dein tiefstes Wesen neu gewinnst. So oft dicht laut umdrängt des Tages Strom, Der Schrei der Tiefe dir entgegengellt − In meine Stille strebe, wie zum Dom Der Gläubige, wenn ihn bedrängt die Welt.

Dix, Vom unsichtbaren Königreich, 1913