Liebe Sprüche – philosophisch
88 Sprüche gefunden
An** Du willst Wahres mich lehren? Bemühe dich nicht; nicht die Sache Will ich durch dich, ich will dich durch die Sache nur sehn.
Ich bekenne es freimütig, ich glaube an die Wirklichkeit einer uneigennützigen Liebe. Ich bin verloren, wenn sie nicht ist; ich gebe die Gottheit auf, die Unsterblichkeit und die Tugend. Ich habe keinen Beweis für diese Hoffnungen mehr übrig, wenn ich aufhöre an die Liebe zu glauben. Ein Geist, der sich allein liebt, ist ein schwimmendes Atom im unermeßlich leeen Raum.
Liebe, nicht deutsche Philosophie, ist die wahre Auslegung dieser Welt, wie immer auch die Auslegung der nächsten lauten mag.
In diesen Erzählungen von Liebe sehe ich immer nur eines: die Liebe als Selbstpreis. Selten oder nie, daß diese Menschen durch ihre Liebe zu einander wachsen wollen, daß sie sich über sich hinaus lieben. Daher denn auch die Übersättigung, ja der Ekel, der einen nach und vor derlei erfaßt, ein Verlangen, es möchte doch auch hier endlich eine neue Optik Platz greifen, eine tiefere, religiösere Betrachtung des Liebeslebens.
Es gibt in Wahrheit kein letztes Verständnis ohne Liebe.
Alle Körper, das Himmelsgewölbe, die Sterne, die Erde und ihre Königreiche wiegen nicht den geringsten der Geister auf; denn er erkennt das alles und sich, und die Körper erkennen nichts. Alle Körper insgesamt und alle Geister insgesamt und alles was sie hervorbringen, wiegen nicht die geringste Regung der Liebe auf: sie gehört einer unendlich höheren Ordnung an.
Nur durch die Liebe und durch das Bewußtsein der Liebe wird der Mensch zum Menschen.
Was ist Wissen, das nicht von der Liebe ausgeht? Was ist Erfahrung, die sie nicht gibt? Was ist Bedürfnis, das nicht nach ihr strebt? Was ist handeln, das nicht sie übt? Wenn du die Hand ausstreckst und du hast den Willen nicht, die Liebe zu erreichen, was hast du da?
Es liegt etwas so unerklärlich Heiliges und Seliges in der Liebe, sie macht so nobel und lauter, daß in demjenigen, der fruchtlos und unglücklich liebt, etwas Unwahres und Unrechtes sein muß, sei es was es wolle, und dieses in mir aufzufinden, ist jetzt eine Beschäftigung für mich, die mich zugleich hebt und beunruhigt.
Was in sich selber wir gegründet finden, erweist als Wesen sich, das nimmer wankt. Doch sehn wir seines Daseins Grund in andern, so stirbt's mit dem, dem es sein Leben dankt.
Die Gegensätze sind im Grunde Ähnlichkeiten. Wenn die Dinge den höchsten Grad ihrer Gegensätzlichkeit überschreiten und ihre Verschiedenheit bis zum Äußersten geht, dann sind sie, unbegreifliches Werk der göttlichen Vorsehung, einander ähnlich.
Liebe und das Selbst sind eines, und wer eines davon entdeckt, hat beides verwirklicht.
Es gibt nur vier wirklich wichtige Fragen im Leben: Was ist heilig? Für was lohnt es sich zu leben und für was zu sterben? Was ist der Sinn des Lebens? Auf alles gibt es nur eine Antwort: die Liebe!
Spaß ist gut, Wahrheit ist besser und am allerbesten ist die Liebe.
Ich habe gut und böse gekannt, Sünde und Tugend, Recht und Unrecht; ich habe gerichtet und bin gerichtet worden; ich bin durch Geburt und Tod gegangen, Freude und Leid, Himmel und Hölle und am Ende erkannte ich, daß ich in allem bin und alles in mir ist.
Wo keine Liebe, ist auch keine Wahrheit. Und nur der ist etwas, der etwas liebt – Nichts sein und nichts lieben ist identisch.
Die Liebe ist Leidenschaft, und nur die Leidenschaft ist das Wahrzeichen der Existenz.
Wenn du mich gesehen hast, wie könntest du dich dann selbst betrachten? Und wenn du meiner gedenkst, wie könntest du dich deiner selbst entsinnen? Wenn du mich kennst und mich erblickt hast, wie könntest du dich des Unglücks erinnern? Wenn du mit mirr bist, wie könntest du mit dir selbst sein, und wenn du mein Gefährte bist, wie könntest du dein eigener Freund sein…?
Die Welt ist eine Scheibe und die wahre Liebe alles andere als eine Illusion.
Warum möchten alle wissen was Liebe ist? Es genügt doch schon zu wissen, was Liebe nicht ist!
Und woher entstehen solche kleine Abstoßungen als aus der gegenseitigen Unersättlichkeit im Lieben und Geliebtwerden? Ohne diese Unersättlichkeit gibt's keine Liebe. Wir leben und lieben bis zur Vernichtung. Und wenn die Liebe es ist, die uns erst zu wahren vollständigen Menschen macht, das Leben des Leben ist, so darf auch sie wohl die Widersprüche nicht scheuen, so wenig wie das Leben und die Menschheit; so wird auch ihr Frieden nur auf den Streit der Kräfte folgen.