Liebe Sprüche – philosophisch
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Dann, ja dann müßte alles aus dem Gleichgewichte kommen und die Welt in ein Chaos sich verwandeln, wenn nicht der nämliche Geist der Harmonie und Liebe sie erhielte, der auch uns erhält.
Ohne hervorzubringen, kann kein Mensch lieben, noch kann er verstehen oder erinnern, noch vermag er zu fühlen und zu bestehen.
Der Liebe geht's wie der Philosophie. Sie ist und soll allen alles und jedes sein. Liebe ist also das Ich, das Ideal jeder Bestrebung.
Emma, sage mir die Wahrheit: Ward ich närrisch durch die Liebe? Oder ist die Liebe selber Nur die Folge meiner Narrheit? Ach! mich quälet, teure Emma, Außer meiner tollen Liebe, Außer meiner Liebestollheit, Obendrein noch dies Dilemma.
Die Erregung des Eigenwillens geschieht nur, damit die Liebe im Menschen einen Stoff oder Gegensatz finde, darin sie sich verwirkliche.
Es gibt keine Wahrheit außerhalb der Liebe.
Das nächste große Prinzip ist die Erkenntnis der Einheit aller Dinge: daß der Schöpfer aller Dinge Liebe ist und daß alles, was wir wahrnehmen, in seiner unendlichen Formenvielfalt eine Manifestation dieser Liebe ist, sei es ein Planet oder ein Kieselstein, ein Stern oder ein Tautropfen, der Mensch oder die niedrige Form des Lebens.
Die Entwicklung der Liebe führt uns in die Erkenntnis der Einheit, nämlich der Wahrheit, daß jeder einzelne und wir alle der einen großen Schöpfung angehören.
Wir können von nichts in der Welt etwas eigentlich erkennen, als uns selbst, und die Veränderungen, die in uns vorgehen. Eben so können wir unmöglich für andere fühlen, wie man zu sagen pflegt; wir fühlen nur für uns. Der Satz klingt hart, er ist es aber nicht, wenn er nur recht verstanden wird. Man liebt weder Vater, noch Mutter, noch Frau, noch Kind, sondern die angenehmen Empfindungen, die sie uns machen.
Liebst du wohl, wenn du nicht die Welt in dem Geliebten findest?
Des Lebens seligstes Bewusstsein ist es, sich in einem andern lebendig zu wissen.
Um Gott zu erkennen, muß man ihn lieben; um die Menschen zu lieben, muß man sie kennen.
Wahrheit ist das erste in der Liebe.
Jede einseitige Neigung ist ein Irrtum, den wir besiegen müssen. Wir können in diesem Irrtum unsäglich leiden, mag er der Phantasie, oder einer großmütigen Herzensregung, oder einem sinnlichen Wohlgefallen, oder einer Mischung von dem allem entstammen – aber unrettbar verfallen sind wir nur der Empfindung, die zwei Seelen gleichzeitig erfaßt und zueinander zwingt.
Wenn die Liebe ihr eigenes Wesen ergründet, dann geht sie zugrunde.
Was ist denn ohne Liebe, ohne Kampf das Dasein wert?
Alle Philosophie ist Selbstbespiegelung.
Nur gänzliches Sichhingeben ist Befreiung seiner selbst, allerdings gibt man sich zugleich damit auf.
Aufklären kann der Verstand, aber verklären kann nur die Liebe.
Über aller Gerechtigkeit und aller Verpflichtung steht die Liebe, die den Geliebten und das eigene Selbst der reinen Entfaltung ihres Wesens zuführt.
Es gibt kein Wesen ohne Liebe, keine vollkommene Liebe ohne Eifersucht, keine Eifersucht frei von Täuschungen, keine Täuschungen ohne Grund.