Liebe Sprüche – romantisch

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Was nützt es, wenn das brache Feld ... Was nützt es, wenn das brache Feld Die Furche nur vom Pflug erhält? Streust du nicht Samen auch hinein, Wird Unkraut nur die Ernte sein! Mein Schatz, mit deinem Blick, so mild, Hast du das Herz mir aufgewühlt, Ja scharf, wie eines Pfluges Erz, Fuhr mir's da mitten durch das Herz. Doch ward mein Herz umsonst gepflügt, Da doch nur Gram darinnen liegt – O pflanze deine Liebe drein, Dann wird es voll von Rosen sein!

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Der Freundschaft Sanftmut mäßigt der Liebe Ungestüm.

Rousseau, Julie oder die neue Héloïse. Briefe zweier Liebender aus einer kleinen Stadt am Fuße der Alpen (Julie ou la Nouvelle Héloïse ou Lettres de deux amants, habitants d’une petite ville au pied des Alpes), entstanden 1756-58, Erstdruck 1761

Ich nenne Liebe die Bewegung der Seele dahin, Gott wegen seiner selbst, sich und den Nächsten aber wegen Gott zu lieben. Begierlichkeit aber heiße ich das Streben des Geistes, sich, den Nächsten und jeden Körper nicht wegen Gott zu genießen.

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An die Liebe Wenn deine Göttermacht, o Liebe, Aus der Verbannung Nebeltal Zur Sternenwelt uns nicht erhübe, Wer trüge dann des Lebens Qual? Ins Reich der Unermeßlichkeiten, Bis wo die letzte Sphäre klingt, Folgst du dem Fluge des Geweihten, Wenn er dem Staube sich entschwingt! Und stürzt, umwogt von Feuerfluten, Der Erdball selbst ins Grab der Zeit, Entschwebst, ein Phönix, du den Gluten; Dein Nam ist Unvergänglichkeit.

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Die Liebe hat kein Gedächtnis für das, was ihr hat Abbruch tun wollen; ja, sie gedeiht erst recht unter Störungen.

Laube, Der deutsche Krieg. Historischer Roman in drei Büchern, 9 Bde., 1863-66

Ein Wesen, das wir lieben und verehren, vergessen machen, daß es unglücklich gewesen, hat für edle Seelen wohl noch einen größeren Reiz, als der frühlingsheiteren Seele der noch Ungeprüften die erste Empfindung des Glückes zu geben. In einer solchen Liebe ist fast gar kein Egoismus mehr, es ist die Liebe der Seele, nicht die Liebe der Sinne.

Rodenberg, Die neue Sündflut, 4 Bde., 1865

Die echte Liebe blüht nur auf, wo sie sich unbelauscht weiß, sich selbst ein dunkel-süßes Geheimnis bleibt.

Grosse, Untreu aus Mitleid, 1868

Die erste Liebe, die ins Herz einzieht, ist die letzte, die aus dem Gedächtnis schwindet.

Petit-Senn, Geistesfunken und Gedankensplitter (Bluettes & Boutades), 1865. Übersetzt von Zimmermann

Wahrhaft Liebende betrachten alles, was sie bisher empfunden, nur als Vorbereitung zu ihrem gegenwärtigen Glück.

Goethe, J. W., Autobiographisches. Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit, 1811, 4. Teil, 19. Buch

Die Liebe begann im Monat März, Wo mir erkrankte Sinn und Herz. Doch als der Mai, der grüne, kam: Ein Ende all mein Trauern nahm. Es war am Nachmittag um drei Wohl auf der Moosbank der Einsiedelei, Die hinter der Linde liegt versteckt, Da hab ich ihr mein Herz entdeckt. Die Blumen dufteten. Im Baum Die Nachtigall sang, doch hörten wir kaum Ein einziges Wort von ihrem Gesinge, Wir hatten zu reden viel wichtige Dinge. Wir schwuren uns Treue bis in den Tod. Die Stunden schwanden, das Abendrot Erlosch. Doch saßen wir lange Zeit Und weinten in der Dunkelheit.

Heine, H., Gedichte. Nachlese

Mädchen mit den krummen Beinen Mädchen mit den krummen Beinen, wie ein Dackel schief im Gang, glätte mir dein weißes Leinen. Grade will dein Wuchs mir scheinen, liegst du lang. Deine Haut, die fleckig, kreidig, dir verunziert Stirn und Wang, rötet sich und wird geschmeidig, und dein Borstenhaar wird seidig, liegst du lang. Dein Organ ist wie der Spatzen kreischend krächzender Gesang. Komm auf schwellende Matratzen! Wohllaut wird dein heisres Kratzen, liegst du lang. Armes Kind, nie kam ein Freier, der dich auf sein Lager dang. Komm zu mir zur Liebesfeier! Mir schwillt Mut und Blut und Leier, liegst du lang.

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Die Liebe sagt nie »genug«.

Oesch (Hg.), Spanische Sprichwörter, ausgewählt und gesammelt von Will A. Oesch, Zürich 1945

Was die Perle für die Muschel, das ist die Liebe für manches Frauenherz – sein einziger Schatz, aber auch seine unheilbare Krankheit!

Eötvös, Gedanken, 2. Ausgabe 1867 (EA: 1864)

Sturmnacht Die Sturmnacht hat uns vermählt In Brausen und Toben und Bangen: Was unsre Seelen sich lange verhehlt, Da ist's uns aufgegangen. Ich las so tief in deinem Blick Beim Strahl vom Wetterleuchten: Ich las darin mein flammend Glück, In seinem Glanz, dem feuchten. Es warf der Wind dein duft'ges Haar Mir spielend um Stirn und Wangen, Es flüsterte lockend die Wellenschar Von heißem tiefem Verlangen. Die Lippen waren sich so nah, Ich hielt dich fest umschlungen; Mein Werben und dein stammelnd Ja, Die hat der Wind verschlungen ...

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Des Weibes Liebe hat ein Falkenauge.

Wieland, Geron, der Adeliche, 1777

Sonst, wenn ich nach Hause kam, Berge auf meinem Herzen, hüpfte mir meine Berta entgegen, und meine Berta lachte sie weg.

Schiller, Die Verschwörung des Fiesco zu Genua, 1782. 1. Akt, 10. Auftritt, Verrina

Du schlank und rein wie eine flamme Du wie der morgen zart und licht Du blühend reis vom edlen stamme Du wie ein quell geheim und schlicht Begleitest mich auf sonnigen matten Umschauerst mich im abendrausch Erleuchtest meinen weg im schatten Du kühler wind du heißer hauch Du bist mein wunsch und mein gedanke Ich atme dich mit jeder luft Ich schlürfe dich mit jedem tranke Ich küsse dich mit jedem duft Du blühend reis vom edlen stamme Du wie ein quell geheim und schlicht Du schlank und rein wie eine flamme Du wie der morgen zart und licht.

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Die du so fern bist in der großen Stadt, Ich grüße dich, die mein vergessen hat. Einst hast du meiner Tag und Nacht gedacht, Stunden des Glückes mit mir verbracht, verlacht. Froh unter Scherzen schlossen wir den Bund – Funkelt dein Auge noch, und lacht dein Mund?

Hartleben, O. E., Gedichte. Ausgewählte Werke, 1911

Mythologisches: Wenn Amor Geldsorgen hat, läßt sein Berufseifer nach.

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Willst du mit reinem Gefühl der Liebe Freuden genießen, O laß Frechheit und Ernst ferne vom Herzen dir sein.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Epigramme. Venedig, 1790

Nyt Eiges meh Was wie-n-e Flamme-n-uf mym Scheitel rueht, Du bisch die Glueth! Was wie-n-e helli Wulke-n-um mi wallt, Du bisch die Gwalt! Und 's Morgeroth schynt dur e Rosehag, Du bisch der Tag! Und d'Sterne glänze-n-in der hellste Pracht, Und du bisch d'Nacht! Es ghört mer weder Denke, Gseh noch Thue Meh eige zue – Wer het mi au mit Allem, was i bi, Verschenkt an Di?

Burckhardt, J., Gedichte