Liebe Sprüche – romantisch

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Im Liebesdrama heißt die erste Abteilung Sehnsucht, die zweite Besitz, und die ungestüme Jugend duldet da keinen Zwischenakt.

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Du, Kind, glaubst an den Kaffeegrund, Aufs Lottospiel verläßt du dich: An deine Augen glaube ich. An Unglückstage, Märchen und An Träume glaubst du, die nicht trügen, Ich glaub allein an deine Lügen. An Gott glaubst du ganz wesenlos, Du weißt, daß man zu Heil'gen fleht, Für jeden Kummer ein Gebet. Ich glaube an die Stunden bloß, Die blau und rosig mir erblühen In unsrer blassen Nächte Glühen. Und alles dieses glaube ich So fest und unerschütterlich, Daß ich nur lebe noch für dich.

Verlaine, Ausgewählte Gedichte, übersetzt von Wolf Graf von Kalckreuth, Leipzig 1891; Erstdruck der Sammlung bei Lemerre, Paris 1866

Teurer Freund, du bist verliebt, Und dich quälen neue Schmerzen; Dunkler wird es dir im Kopf, Heller wird es dir im Herzen. Teurer Freund, du bist verliebt, Und du willst es nicht bekennen, Und ich seh des Herzens Glut Schon durch deine Weste brennen.

Heine, H., Gedichte. Buch der Lieder. Die Heimkehr, 54.

Schifferliedchen Schon hat die Nacht den Silberschrein Des Himmels aufgetan; Nun spült der See den Widerschein Zu dir, zu dir hinan! Und in dem Glanze schaukelt sich Ein leichter dunkler Kahn; Der aber trägt und schaukelt mich Zu dir, zu dir hinan! Ich höre schon den Brunnen gehn Dem Pförtlein nebenan, Und dieses hat ein gütig Wehn Von Osten aufgetan. Das Sternlein schiesst, vom Baume fällt Das Blust in meinen Kahn; Nach Liebe dürstet alle Welt, Nun, Schifflein, leg' dich an!

Keller, G., Gedichte

Ja die Liebe fragt nicht nach Georgi und Michaeli; Luftschlösser sind ihre liebsten Häuser, ihr Grundbuch ist das Herz, der Zins wird nur mit Küssen bezahlt.

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Bei einem Liebenden gibt es nur eins, das unerschöpflich ist: nämlich Güte, Anmut und Zartgefühl.

Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829

Dämmergang Du lebst meerüber In blauer Ferne Und du besuchst mich Beim ersten Sterne. Ich mach im Felde Die Dämmerrunde, Umbellt, umsprungen Von meinem Hunde. Es rauscht im Dickicht, Es webt im Düster, Auf meine Wange Haucht warm Geflüster. Das Weggeleite Wird trauter, trauter, Du schmiegst dich näher, Du plauderst lauter. Da gibts zu schelten, Da gibts zu fragen Und hell zu lachen Und leis zu klagen. Was wedelt Barry So glückverloren? Du kraulst dem Liebling Die weichen Ohren ...

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Die Liebe, ebenso wie sie die Erzeugerin der edelsten Gefühle sein kann, macht andererseits auch sehr egoistisch; sie stammt eben nicht allein vom Himmel, sie ist wie der Mensch selber zugleich Kind der Erde, und darum diese verschiedenen Empfindungen, die doch alle aus derselben Quelle entfließen.

Rothenfels, Eleonore, 5 Bde., 1871

Wer kein geliebtes Wesen In seine heißen Arme schleußt, Der ist, so viel er prahle, Ein Körper ohne Seel' und Geist.

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Ein Schauspiel für Götter, Zween Liebende zu sehn! Das liebste Frühlingswetter Ist nicht so warm, so schön.

Goethe, Erwin und Elmire, 1774/75. Bernardo

Acht Tåg ist a Wochen, Zwölf Monat a Jåhr; Kaum håt die Lieb ång'hebt, Is s' schon wieder går.

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Kind, Jugend, Schönheit, Lust entschwindet, Nur Liebe blüht ein ew'ger Mai.

Arndt, E. M., Gedichte. Stammbuchblätter und Sprüche

In der Liebe ist der Doktor ein Esel.

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Wås nutzt's a', wånn d' Liab sitzt In ieda Fålt'n? Dein Herz is a Sieb, Kann die Liab nit hålt'n.

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Noch leichter als die Jugend flieht die Liebe.

Lenau, N., Gedichte. Aus: Jugend und Liebe, 1836

Wenn die Liebe ihr eigenes Wesen ergründet, dann geht sie zugrunde.

Lipperheide (Hg.), Spruchwörterbuch, hg. von Franz Freiherrn von Lipperheide, Berlin 1907

Entflohen ist ihm nie, dem Gott der Liebe, ein Mädchen.

Theokrit, Idyllen (Eidyllia)

Amors süßer Zaubermacht Ist der Orkus untertänig: Freundlich schmollt der schwarze König, Wenn ihm Ceres' Tochter lacht; Liebe sonnt das Reich der Nacht.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Der Triumph der Liebe. Eine Hymne, in: Anthologie auf das Jahr 1782

Geheime Liebe Unbeglückt muß ich durchs Leben gehen, Meine Rechte sind nicht anerkannt; Aus der Liebe schönem Reich verbannt, Muß ich dennoch stets ihr Schönstes sehen! Nicht die schwache Zunge darf's gestehen, Nicht der Blick verstohlen zugesandt, Was sich eigen hat das Herz ernannt, Nicht im Seufzer darf's der Brust entwehen! Tröstung such' ich bei der fremden Nacht, Wenn der leere lange Tag vergangen, Ihr vertrau' ich mein geheim Verlangen; Ist in Tränen meine Nacht durchwacht, Und der lange leere Tag kommt wieder, Still ins Herz steigt meine Liebe nieder.

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Vor dem Glücklichen her tritt Phöbus, der pythische Sieger, Und der die Herzen bezwingt, Amor, der lächelnde Gott.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Das Glück, 1798

Liebe Leise wie ein Hauch, Zärtlich wie ein Lied, Furchtsam wie der Schatten, Und so treu doch auch – Arme kleine Liebe, Die ich hart verstieß, Die ich oft des Tages, Zürnend von mir wies, Stehst du nun zur Nacht, Stehst vor meiner Tür, Rufst mit süßer Stimme, Bis ich aufgemacht? Arme kleine Liebe, Hast nun doch gesiegt, Daß dir meine Seele Still zu Füßen liegt.

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