Liebe Sprüche – romantisch
4515 Sprüche gefunden
»Ich hab dich lieb...« Sag's immer, Kind! Ich weiß, daß Lügen Geschenke sind.
In der Liebe gibt es die meisten Fälle, wo auch die feinste Selbstbeherrschung einen Moment von Durchsichtigkeit hat.
Aus dem Traktat »De Amore« des Andreas Capellanus (in der niederdeutschen Bearbeitung von Eberhard Cersne um 1400): "Nuwe liebe trybit dye alden hyn". In Lillis Übersetzung: "Liebe ist, wenn einem ein anderer besser gefällt".
Bei Männern steckt die Liebe an. Schon auf dem Gymnasium verliebt sich die Prima in denselben blonden Zopf. Männer brauchen zumeist Platzhalter für ihr bißchen Liebe. Oder gar Prügelknaben.
Der größte Feind der Liebe ist die grübelnde Vernunft, die in kleinmütige Zweifel verfällt.
Die Liebe der Schöpfungsherren ist selten echtfärbig, beinahe wie in der Wolle, immer nur ein Stück g'färbt, drum wirkt die Erfüllung ihrer Wünsche als Laugen auf die Liebe: wie man s' drüber gießt geht s' aus.
Liebe wird oft durch einen Blick gepflanzt.
Die Nachtigallen Erwachet, holde Nachtigallen! Laßt eure frühen Lieder schallen! Die Liebe wecket euch, Und mich zugleich. O wär ich euch in allem gleich! Allein, ihr singt der Liebe Freuden, Ich aber ihre Leiden; – – Wie sehr beneid ich euch!
Die Lieb fällt so bald auf ein Dreck als auf ein Rosenblatt.
Dauer im Wechsel Siehe, der Frühling währet nicht lang': Bald ist verhallt der Nachtigall Sang. Blühen noch heute Blumen im Feld, Morgen ist öd' und traurig die Welt, Aber der Liebe selige Lust Ist sich des Wandels nimmer bewußt. Alles auf Erden hat seine Zeit, Frühling und Winter, Freuden und Leid, Hoffen und Fürchten, Ruhn und sich Mühn, Kommen und Scheiden, Welken und Blühn, Aber der Liebe selige Lust Ist sich des Wandels nimmer bewußt. Weil uns des Lebens Sonne noch scheint, Wollen wir leben liebend vereint. Wollen der Zukunft Wetter nicht scheu'n, Wollen des Augenblicks uns erfeu'n! Was auch des Himmels Fügung uns gibt: Glücklich ist nur das Herz, das da liebt.
Wos d'Liab oll's is (Obersteirisch) D' Liab is a Rauba, Möcht in Herzerle sein; Und won ma nit aufmocht, So brichts oan holt ein. D'Liab is a Vögerl, In Mai fliagts daher; Thuas songa, schau, späta, Do kimts neamamehr. Und 's Vögerl is hoamisch, Mei Herz is sei Haus; Hiazt, won ih ah aufmoch, Fliagts neamamehr aus. A hellklingends Glöckl In Herzn is d'Liab; Gib ocht, daß 's koan Sprung kriagt, Sist keits nocha trüab! D'Liab is a Wasserl, Rint unta die Bruck, Und mei Herz is a Schifferl, Kimt neamamehr zruck. D'Liab is a Flamerl, S'entzündt sich so gern, Und wons d' damit spielst, Konst an Obrandla wern. D'Liab is a Bleamerl, Recht guat muaßt es pflegn; Schau, d'Liab braucht a Busserl, Wia 's Bleamerl an Regn.
Wie wir die Menschen sehn, nicht wie sie sind, so lieben wir sie.
Was ist die Liebe? Ein Wort für tausend Zustände.
Die Frau kommt häufig erst dann zum letzten Genuß einer Liebesstunde, wenn sie einer Freundin davon erzählt.
Liebe ist ein Geschenk des Himmels, Achtung sein Tribut.
Wer nie im Zorn erglühte, Kennt auch die Liebe nicht. Die Lieb' ist süße Blüthe, Die bitterm Zorn entbricht. Wie Rosen blühn aus Dornen Und wunderlieblich stehn, So steht auf scharfen Zornen Auch Liebe wunderschön.
Entrückt und Nah Entrückt und nah, belebend und doch Schein, So seh ich, Liebste, dich vor mir errichtet. Ein Umriß, der vor meinen Blicken flüchtet Und dem es doch bestimmt ist, Bild zu sein. Die Hände haben längst darauf verzichtet Zu fassen nach Gestalt von Fleisch und Bein. Genug zu wissen, daß du Brot und Wein Und zartes Feuer bist, das mich belichtet. Die Augen werden einst in Moder fallen. Was war ich ohne dich? Ein irres Lallen, Ein Dunkel und ein Rausch der Bitternisse. Laß wehen durch mein Wort die lichten Küsse. Laß sinken in mein dämmerndes Gedicht Vom Brunnenrande her dein Angesicht.
Die jugendliche Liebe harrt immerwährend auf Wunder, auch nachdem sie entsagt zu haben wähnt. Wunder jedoch zergliedert man nicht wie gewöhnliche Begebenheiten, sonst wären sie keine Wunder. Man erwartet sie eben. – Nur daß sie meist ausbleiben.
Liebe läßt sich nicht lehren, nicht von außen beibringen, wenn sie nicht von selbst im Herzen sich entfaltet – sie ist eine Blume, die, wie eine jede, den rechten heimischen Boden und Sonnenglanz und Wärme braucht, um in ihrer ganzen Schönheit und Größe erblühen zu können.
Du und ich Wunschlose Seligkeit Strömt deine Nähe über mich. Der Alltag wird zur Sonntagszeit, Unsterblich schlingt das Leben sich Um uns. Und Menschengöttlichkeit Fühl' ich bei dir durch dich. Was einst gewesen, weiß ich kaum. Die enge Welt wird weiter Raum. Und Holz wird Eisen, Eisen Holz Und Stolz wird Demut, Demut Stolz. Gar wunderbare Weisen Singt dann bei seinem Kreisen Mein Blut im Paradies für mich. Es haben alle Wünsche Ruh', – Ich weiß nicht mehr, wer bist dann du. Ich weiß nicht mehr, wer bin dann ich.
Wie macht das Gefühl bloßen Sichnaheseins Liebende schon glücklich.