Liebe Sprüche – romantisch

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Die Liebe Eine Schale des Harms, eine der Freuden wog Gott dem Menschengeschlecht; aber der lastende Kummer senket die Schale, Immer hebet die andre sich. Irren, traurigen Tritts wanken wir unsern Weg Durch das Leben hinab, bis sich die Liebe naht, Eine Fülle der Freuden In die steigende Schale geußt. Wie dem Pilger der Quell silbern entgegenrinnt, Wie der Regen des Mais über die Blumen träuft, Naht die Liebe; des Jünglings Seele zittert und huldigt ihr! Näm' er Kronen und Gold, mißte der Liebe? Gold Ist ihm fliegende Spreu, Kronen ein Flittertand, Alle Hoheit der Erde Flügelt Stunden an Stunden fort. Herrscher neideten ihn, kosteten sie des Glücks, Das dem Liebenden ward, würfen den Königsstab Aus den Händen und suchten Sich ein friedliches Hüttendach. Unter Rosengesträuch spielet ein Quell und mischt Zum begegnenden Bach Silber; so strömen flugs Seel' und Seele zusammen, Wann allmächtige Liebe naht.

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Därf ih 's Dirndl liabn? (Obersteirisch) Ih bin jüngst verwichen Hin zan Pforra gschlichn: »Därf ih s' Dirndl liabn?« »Untasteh dih nit, bei meina Seel, Wonstas Dirndl liabst, so kimst in d' Höll!« Bin ih vull Valonga Zu da Muata gonga: »Därf ih 's Dirndl liabn?« »O mei liaba Schotz, es is no zfrua, Noch funfzehn Jahrln erst, mei liaba Bua!« War in großn Nötn, Hon ih 'n Votan betn: »Därf ih s' Dirndl liabn?« »Duners Schlangl!« schreit er in sein Zurn, »Willst mein Steckn kostn, konst es thuan!« Wos is onzufonga? Bin zan Herrgott gonga: »Därf ih s' Dirndl liabn?« »Ei jo freili,« sogt er und hot glocht, »Wegn an Büaberl hon ih 's Dirndl gmocht!«

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Was wir so oft »Liebe« nennen, ist doch nichts weiter als ein kurzer Sinnenrausch. Ist er in seiner Sonderheit verflüchtigt, so tritt größtentheils herbe Unbefriedigung und nicht selten Trennung ein.

Martin, Ein Buch der Weisheit und Wahrheit, 1868

Ach, wie Blumen sich entfärben, Wenn ein Hauch den Schmelz entführt, Muß der Liebe Blüte sterben, Von der Sünde Hauch berührt. Edles Feuer schöner Jugend, Bebe vor der Schuld zurück! Lieb' ersiegt allein die Tugend, Nur der Unschuld blüht das Glück.

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Ein Liebhaber muß vier S haben: Sanftmut, Scharfsinn, Schönheit, Stärke.

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Kaum daß ich ihm recht in die Augen geschaut, So ist der Traum schon beendet, O Liebe, was führst du die Menschen zusamm', O Liebe, was schürst du die süße Flamm', Wenn so bald und traurig sich's wendet?

Scheffel, Der Trompeter von Säckingen, 1854. Aus den Liedern Margaretas

Liebe ist die schönste Form des Egoismus, Egoismus die häßlichste Form der Liebe.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Das haben wir Beid' erfahren, Was falsche Liebe tut.

Herder, Stimmen der Völker in Liedern, 1807 (posthum). Aus: Das Lied vom eifersüchtigen Knaben

Man war ein ganz anderer Mensch, nur zuzuseh'n, wie sie sich liebten.

Goethe, Stella, 1775. 1. Akt, Postmeisterin zu Madame Sommer und Lucie

Das ist das Seligste an der seligen Zeit der ersten Liebe, daß diese Liebe so ganz und gar nicht klügelt, daß ihr das Wunderbarste einfach erscheint und das Einfachste als ein Wunder.

Franzos, Die Juden von Barnow, 1877

Treu geliebt und still geschwiegen! Heiße Liebe spricht nicht viel; Nur in unhörbaren Zügen wallt das heiligste Gefühl. Oft sagt eine stille Thräne mehr als Sprach' und Melodie; ach der Liebe leise Töne sind nur Herzensharmonie.

Zehelein, Vermischte Gedichte, 1790

Es gibt so viele Gattungen von Liebe, daß man nicht weiß, wohin sich wenden, um sie zu definieren. Man nennt frischweg Liebe die Laune einiger Tage, eine Verbindung ohne Anhänglichkeit, ein Gefühl ohne Achtung, die Plattheit eines Cicisbeo (Hausfreund), eine kalte Gewohnheit, eine romantische Einbildung, eine Neigung gefolgt von baldiger Abneigung, man gibt diesen Namen tausend Chimären.

Voltaire, Philosophisches Wörterbuch (Dictionnaire philosophique portatif), 1764

Und wie liebt' er meine Mutter! Des Himmels Lüfte schienen ihm zu rauh, um ihr Gesicht zu streifen.

Shakespeare, Hamlet, Erstdruck 1603

Was man Zuneigung nennt, ist in Wirklichkeit nichts anderes als Sympathie der Gewohnheit.

Smith, Theorie der ethischen Gefühle (The Theory of Moral Sentiments), 1759

Liebe ist nicht Liebe, wenn sie sich mit Nebenrücksicht vermengen kann.

Shakespeare, König Lear (King Lear), Erstdruck 1608

Ich denke dein Ich denke dein, wenn sich im Blütenregen Der Frühling malt Und wenn des Sommers mildgereifter Segen In Ähren strahlt. Ich denke dein, wenn sich das Weltmeer tönend Gen Himmel hebt Und vor der Wogen Wut das Ufer stöhnend Zurücke bebt. Ich denke dein, wenn sich der Abend rötend Im Hain verliert Und Philomelens Klage leise flötend Die Seele rührt. Beim trüben Lampenschein in bittren Leiden Gedacht ich dein; Die bange Seele flehte nah am Scheiden: Gedenke mein! Ich denke dein, bis wehende Zypressen Mein Grab umziehn; Und auch in Tempes Hain soll unvergessen Dein Name blühn.

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Die Erfahrung lehrt, daß durch Liebe weit mehr ausgerichtet werden könne als durch knechtischen Zwang.

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Der Liebe Obdach Die Liebe baut, ein thöricht Kind, Ihr Haus aus Blum- und Blattgewinden; Hier hofft sie gegen Frost und Wind Ein freundlich Obdach einst zu finden. Doch eine Herbstnacht war genug, Ihr Hoffen ganz in Leid zu kehren, Das leichte Haus im wilden Flug Mit Dach und Pfosten zu zerstören. Nun irrt sie, mit verzagtem Blick, Zum Tod erschöpft, im wüsten Wetter, Und sammelt aus verlornem Glück Sich weinend noch die welken Blätter.

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Das Weltall hat nichts Höheres zu verschenken als Liebe, eigentlich ist der nur lebend, der da liebend lebt.

Schleich, Erlebtes, Erdachtes, Erstrebtes, 1928

Neue Liebe Zum zweitenmal Steigt dieses Jahr der Frühling nieder Ins Erdental. Die Rosen blühn, die Vögel singen Lieder, Und ich, ach – liebe wieder, Mit gleicher Lust und gleicher Qual Wie dazumal. – Wie dazumal, Als mir noch frohe Jugend blühte, Der Sonnenstrahl Ins Herz mir junge Lieder sprühte. Ich glühe, wie ich damals glühte, Es ist die gleiche süße Qual Wie dazumal.

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Der Liebende Würde von dem Gegenstand seiner Leidenschaft. Würde allein ist ihm Bürge, daß nichtdas Bedürfnis zu ihm nötigte,sondern daßdie Freiheit ihn wählte– daß man ihn nicht als Sache begehrt, sondernals Person hochschätzt.

Schiller, F., Theoretische Schriften. Über Anmut und Würde, 1793