Liebe Sprüche – romantisch

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In der Liebe giebt's nicht Maß, noch Grenzen, Kein Mehr und Weniger; Lieb' ist untheilbar, Und fehlt ein Gran an ihrem Vollgewicht, Ein Sonnenstäubchen, so ist's Liebe nicht!

Halm, Griseldis. Dramatisches Gedicht in fünf Akten, uraufgeführt 1835, veröffentlicht 1837

Mittheilen, beweisen läßt sich die Liebe nicht. Jeder liebt allein, wie man allein betet.

Varnhagen, R., Briefe

Die Lieb' ist bettelarm, die meßbar ist.

Shakespeare, Antonius und Cleopatra, Erstdruck 1623

Der Neugierige Ich frage keine Blume, Ich frage keinen Stern; Sie können mir nicht sagen, Was ich erführ' so gern. Ich bin ja auch kein Gärtner, Die Sterne stehn zu hoch; Mein Bächlein will ich fragen, Ob mich mein Herz belog. O Bächlein meiner Liebe, Wie bist du heut so stumm! Will ja nur Eines wissen, Ein Wörtlein um und um. »Ja« heißt das eine Wörtchen, Das andre heißet »Nein«: Die beiden Wörtchen schließen Die ganze Welt mir ein. O Bächlein meiner Liebe, Was bist du wunderlich! Will's ja nicht weiter sagen Sag, Bächlein, liebt sie mich?

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Essen ohne dich Ich habe mich hungrig gefühlt, Doch fast nichts gegessen. War alles lecker, das Bier so schön gekühlt – Aber: Du hast nicht neben mir Gegessen. Verzeihe: Ich stellte mir vor, Daß das ewig so bliebe, Wenn du vor mir – Ach was geht über Liebe?!! Muß ich nun doch Ein paar Tage noch Fressen, ohne Lust; o das haß ich. – Aber wenn du von der Reise Heimkehrst, weiß ich, daß ich Wieder richtig speise.

Ringelnatz, J., Gedichte. 103 Gedichte, 1933

Werde Liebender stets, so kommst du näher der Liebe.

Hufeland (Hg.), Worte des Herzens von J. C. Lavater. Für Freunde der Liebe und des Glaubens, hg. von Christoph Wilhelm Hufeland, 8. Auflage 1852 (EA: 1825)

Uns fehlt eine Politik der Liebe, eine Partei des Sichverzeihens.

Schleich, Die Weisheit der Freude, 1920

Kinder und Greise haben ein Recht, geliebt zu werden, die dazwischen haben das Recht, ja, die Pflicht, zu lieben.

Schleich, Erlebtes, Erdachtes, Erstrebtes, 1928

Die reiche, menschenvolle Welt Ist ja an Liebe gar so leer.

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Die Liebe ist ein Esel ohne Zügel.

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Verwaiste Liebe Ihr verblühet, süße Rosen, Meine Liebe trug euch nicht; Blühtet, ach, dem Hoffnungslosen, Dem der Gram die Seele bricht! Jener Tage denk' ich trauernd, Als ich, Engel, an dir hing, Auf das erste Knöspchen lauernd Früh zu meinem Garten ging; Alle Blüten, alle Früchte Noch zu deinen Füßen trug, Und vor deinem Angesichte Hoffnung in dem Herzen schlug. Ihr verblühet, süße Rosen, Meine Liebe trug euch nicht; Blühtet, ach, dem Hoffnungslosen, Dem der Gram die Seele bricht!

Goethe, J. W., Briefe. An Johann Georg Jacobi, 28. Januar 1775

Leichtsinn und Schwermut sind die Geschwister der Liebe.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Die toleranten Menschen haben nicht die meiste Liebe.

Jean Paul, Bemerkungen, August 1782

Liebe bezahlt sich mit Liebe, was darüber hinaus geht, sind leere Worte.

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Dulde, trage, rette, schone, vergieb, aber lieb' stets!

Hufeland (Hg.), Worte des Herzens von J. C. Lavater. Für Freunde der Liebe und des Glaubens, hg. von Christoph Wilhelm Hufeland, 8. Auflage 1852 (EA: 1825)

Aus Nun geh ich stumm an dem vorbei, Wo wir einst glücklich waren, Und träume vor mich hin: Es sei Alles wie vor zwei Jahren. Und du bist schön, und du bist gut Und hast so hohe Beine. Mir wird so loreley zumut, Und ich bin doch nicht Heine. Ich klappe meine Träume zu Und suche mir eine Freude. Auf daß ich nicht so falsch wie du Mein Stückchen Herz vergeude.

Ringelnatz, J., Gedichte. Gedichte dreier Jahre, 1932

Gute Dirigenten sind in der Liebe so selten wie im Konzert. Und wenn man einmal einen erwischt, ist er so maßlos eitel, daß er wieder kein Vergnügen bereitet. Auch wie im Konzert.

Hagemann, Aphorismen zur Liebesweisheit, 1921

Liebe den Liebenden treu und warm, – doch vergöttere keinen!

Hufeland (Hg.), Worte des Herzens von J. C. Lavater. Für Freunde der Liebe und des Glaubens, hg. von Christoph Wilhelm Hufeland, 8. Auflage 1852 (EA: 1825)

Ich fürchte nichts – nichts – als die Grenzen deiner Liebe.

Schiller, Kabale und Liebe, entstanden 1782/83, Erstdruck 1784. 1. Akt, 4. Szene, Ferdinand

Alle unsere Liebe muss Sehnsucht nach Liebe bleiben. Sobald sie mehr wird, hört sie auf, denn alle unsere Erfüllungen sind nur Sehnsuchten.

Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919

Die Lieb' ist eine Nachtigall, und die Nachtigallen haben das, daß sie im dunklen Laub des Verbotes viel reizender schlagen als auf der offenen flachen Heerstraße der Pflicht.

Friedell (Hg.), Das ist klassisch! Nestroy-Worte, hg. von Egon Friedell 1922