Liebe Sprüche – romantisch

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Wir lieben im Alter ganz noch so feurig wie in der Jugend, nur daß sich in letzterer unsere Liebe von selbst verrät, im Alter sie gesucht, entdeckt, ermutigt sein will.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Ach hätte die Rose Flügel Ach hätte die Rose Flügel, sie flöge hinüber zu dir, und brächte dir tausend Grüße, und du wüßtest sie kämen von mir. O könnte die Rose singen, ich sendete sie an dich und sie sänge dir dieses Liedchen, und du dächtest dabei an mich. Sie kann nicht fliegen, nicht singen! Ich bin die Sehnsucht so müd, drum fliege ich selber und bringe dir Gruß und Rose und Lied.

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Aus einem Briefsteller: "Einen schönen Liebesbrief abzufassen, ist nicht leicht; jedenfalls gehört dazu mehr Sprachgewandtheit – als Liebe."

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Ach! Was ist die Liebe Ach! was ist die Liebe Für ein süßes Ding! Sorgenlos, wie Kinder, Führt sie uns durchs Leben. Unser ganzes Leben flieht Mit ihr geschwinder, Als uns ohne Liebe Sonst ein Tag verging! Ach! was ist die Liebe Für ein süßes Ding! Ach! was ist die Liebe Für ein süßes Ding! Mut gibt sie zur Arbeit, Hilft sie uns verrichten, Eine Blumenkette Werden unsre Pflichten, Und am Thron der Liebe Hängt der Kette Ring. Ach! was ist die Liebe Für ein süßes Ding! Ach! was ist die Liebe Für ein süßes Ding! Unsre Seele hebet Sich auf ihrem Flügel, Unsre Seele schwebet, Treu von ihr belebet, Über Tal und Hügel, Gleich dem Schmetterling. Ach! was ist die Liebe Für ein süßes Ding!

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Lied des Mädchens Laß schlafen mich und träumen, Was hab' ich zu versäumen In dieser Einsamkeit! Der Reif bedeckt den Garten, Mein Dasein ist ein Warten Auf Liebe nur und Lenzeszeit. Es kommt im Frühlingsglanze Für jede kleine Pflanze Einmal der Blütentag. So wird der Tag auch kommen, Da diesem Frost entnommen Mein Herz in Wonnen blühen mag. Doch bis mir das gegeben, Deucht mir nur halb mein Leben Und kalt wie Winters Wehn; Trüb schauert's in den Bäumen - O laß mich schlafen, träumen, Bis Liebe mich heißt auferstehn!

Geibel, E., Gedichte. Juniuslieder. Lieder

Junge Menschen, die Anfänger in allem sind, können die Liebe noch nicht: sie müssen sie lernen.

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Sechs Tage genügten kaum dem Schöpfungstriebe; Ein Augenblick erschafft die Welt der Liebe.

Immermann, Tristan und Isolde. Ein Gedicht in Romanzen, 1841

Nachts Nachts bin vom Traum schlaftrunken ich erwacht. Wach war ich kaum, da hab ich gleich an dich gedacht. Die Lippe sprach ein wunderheimlich Wort dem Herzen nach, dann träumt ich selig weiter fort. Flieht einst auch dich treulos die süße Ruh, denk auch an mich, sprich auch der Liebe Wörtlein du! Sanft lockst du dann die Ruhe, die dich mied, in Traumesbann wiegt dich aufs Neu der Liebe Lied.

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An * (1837) Ach wärst du mein, es wär' ein schönes Leben, So aber ist's Entsagen nur und Trauern, Nur ein verlornes Grollen und Bedauern; Ich kann es meinem Schicksal nicht vergeben. Undank tut wohl und jedes Leid der Erde; Ja! meine Freund' in Särgen, Leich' an Leiche, Sind ein gelinder Gram, wenn ich's vergleiche Dem Schmerz, daß ich dich nie besitzen werde.

Lenau, N., Gedichte

Man suche die leuchtendsten Augenblicke seines Lebens und analysiere sie, und man wird finden, dass in der Regel die Liebe im Spiele war. Die Liebe setzt dem Leben das Gold auf.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Ein ebenso geistreicher, wie ungalanter Franzose nannte die Liebe "Egoisme à deux".

Franz-Voneisen (Hg.), Junggesellenbrevier. Gesammelte Aphorismen über Frauen, Liebe und Ehe, hg. von Franz-Voneisen [i. e. Zdenko Zelezny], Leipzig, um 1900

Alles für die Liebe und ohne Belohnung!

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Abendgang Abendschatten füllt die Weite, Abendfriede füllt die Welt; Und ich zieh an deiner Seite Durch das kühle, grüne Feld. Wortlos und mit sachtem Schritte, Deingedenkend, wie du mein, Ohne Wunsch und ohne Bitte, Will ich ganz dein eigen sein. Wellen ziehn mit leisen Tönen, Vöglein ziehn mit leisem Flug, Und durch unser Herz zieht Sehnen, Haben wir nicht Glück genug? Jugendglück im reifern Innern, Liedertrost, der selig labt, Und im Alter dies Erinnern, Wie wir einst uns lieb gehabt?

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Ja, schau mich an! Ja, schau mich an mit deinen Blicken Voll tiefer, seelensüßer Glut Und trink' mir aus mit Spiel und Nicken – Mein ganzes Herz, mein letztes Blut! Ich kann dir nimmer widerstreben; Nimm mich dahin – ich bin ja dein! Nähr' deine Glut mit meinem Leben – Und in der Glut vergeht mein Sein!

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Die Liebe ist unser Golgatha. Sie bringt uns Todeswunden und Erlösung.

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Salbst du dein Seelenaug' mit Liebe, dann siehst du.

Peiper (Hg.), Stimmen aus dem Morgenlande, oder: Deutsch-Morgenländische Frucht- und Blumenlese. Eine Sammlung von unbekannten oder noch ungedruckten Schriftstücken Morgenländischer Autoren, hg. von Carl Rudolf Samuel Peiper, 1850. Die Wissenschaft vom Buchstaben

Nichts macht so reich wie reine Liebe, nichts ärmer als eine solche, die nur Glut, aber nicht Wärme zu bieten vermag.

Leixner, Aus meinem Zettelkasten. Sprüche aus dem Leben für das Leben, 1896

Wer Lieb' entbehrt, dem ward nur Schlaf gegeben; Wer Liebe sucht, der kennt die Liebe nicht.

Schulze, E., Episteln. Aus: An Cäcilie (II)

Die Liebe kennt kein Zagen; fremd ist ihr banger Muth; Sie geht durch Feuerflammen und trotzet ihrer Glut.

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Es hingen, wie duftende Hände von Frauen, Blaß die Akazienblüten im Blauen; Sie streuten uns süße Betäubung aus, Die Füße fanden nicht mehr nach Haus. Wir suchten im Gras nach tiefgrünen Ecken, Wollten berauscht das Auge verstecken; Kein Versteck war uns dunkel genug, Weil's Auge Feuer ins Dunkel trug. Es hingen an Gittern die Rosen wie Tropfen, Wie Herzen, die schmachtend an Gitter klopfen; Vor Rosen fanden wir kaum das Haus, Rosen brannten das Auge aus. Und wär' ich erblindet, wär' dies geschehen, Ich müßte immer und ewig dich sehen, Denn keine Blindheit macht dunkel genug, Weil ich im Auge wie Feuer dich trug.

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Der Mann hat ein sicheres Maß für die Größe seiner Liebe zu einer Frau: in dem Grade seiner Dankbarkeit für die gewährte Gunst.

Schleich, Die Weisheit der Freude, 1920