Liebe Sprüche – romantisch
4515 Sprüche gefunden
Wer liebt, wird geliebt, und wer nicht geliebt wird, liebt nicht.
Hieroglyphe In allen Tiefen mußt du dich prüfen, zu Deinen Zielen dich klarzufühlen; aber die Liebe ist das Trübe. Jedweder Nachen, drin Sehnsucht singt, ist auch der Rachen, der sie verschlingt; aber ob rings von Zähnen umgiert, das Leben sitzt und jubilirt.
Heimweh in die Welt Blieb es doch so lang' vor Liebe stumm; kann ich doch mein Herz, mein Herz nicht töten. War ich Dein, nur Dein in Glut und Nöten; weißt warum? Weil mein Herz so wild; weil es Meere braucht, wenn der Sturm ins Blut mir taucht; weil es Deine Tiefen so gefühlt. Doch wenn nun der Frühling wieder sprießt, o ich fühl's, ich fühl's, so stumm ich blieb, und im warmen Sturm der junge Trieb schwillt und schießt: wird mein Herz so wild, weil es Meere braucht, wenn der Sturm ins Blut mir taucht, weil es so in alle Weiten fühlt. Hast es doch gewußt. Es war im Mai; als der schreckende Blitz uns rot umlohte, als ich meinem Bruder Donner drohte, wild und frei: gabst mir deine Hand, mein in Glut und Schmerz, sankest mir ans junge Herz, unten tief das ferne deutsche Land. Und wenn nun der Frühling blühen will und die wilden Blitze wieder glühn und im Sturm die Meere wieder sprühn: dann, o still! gieb mir deine Hand, Einmal noch ein Schmerz, Einmal noch ein deutsches Herz, dann – leb wohl, mein Weib, mein Vaterland.
Archipelagus der Liebe Es glüht das Meer, endlos vor mir gebreitet, Wie die Erinnerung an ros'gen Mai, Und jenes Segel, das darüber gleitet, Mich dünkt's, als ob mein eignes Herz es sei. Du unstet Fahrzeug dort, das schwank und irre Fern durch die Wogen steuert hin und her, Wer sagt mir wohl, wohin dein Segel schwirre In diesem weiten, inselreichen Meer? Welch Eiland einst dein Port aus all den blauen, Zerstreut im Spiegel abendrother Gluth, Wie Häupter holder Jungfraun anzuschauen Auftauchend aus dem Bade lauer Fluth? O dieses hier, auf diesen Flur von Rosen Der Abend jetzt auch seine Rosen streut, Daß Himmelsblüthen mit den ird'schen kosen, Und Erd' und Himmel glühn im Blumenstreit? Ob jenes dort, so stolz die Stirne tragend, Wenn Morgenroth drauf seinen Kuß gepreßt, Doch dessen goldner Felsenwall, hochragend, Den Kahn der Sehnsucht nimmer landen läßt? Ob jene Insel, die, daß sanft es lande, Manch Schifflein lockt, und lieblich anzusehn, Wenn Mondenglanz sich gießt auf ihre Strande Und goldne Stern' in Meer und Äther stehn? Ob es die blondgelockte, deren Felder In üpp'ger Saat hinfluthen helles Gold? Die schwarzgelockte, der ein Kranz der Wälder Wie lindes Haar reich um die Schultern rollt? Wer sagt es mir, wohin dies Segel schwirre, Und ob's ein Schiff auch, was dort treibt umher? Ob's nicht vielleicht mein Herz, das schwanke, irre, Durchschiffend der Erinnrung blaues Meer?
Alter Glückszettel Zwischen Hetzen und Hasten, In Lärmen und Lasten, Von Zeit zu Zeit Mag gerne ich rasten In Nachdenklichkeit. Fliege, fliege, mein Denken, zurück, Suche, suche: in heimlichen Ecken Dämmergrauer Vergangenheit Mag wohl von verklungenem Glück Blinkend ein Blättchen stecken. Und ich suche in meinem Andenkenkasten. Zwischen Bändern und Briefen, die lange schliefen, Aus trockenen Blumen und blassen Schleifen Will ich mir was Liebes greifen. Da fand einen Zettel ich, bleistiftbeschrieben, Der hat mir die Wärme ins Herz getrieben. Was stand denn da? Von meiner Hand; I mag Di gern leid'n; Du: Magst Du mi aa? In schmächtigen Zügen darunter stand: Ja. In Lärm und Last, In zager Zeit War mir ein Gast Aus Glückseligkeit Dies kleine Ja der Vergangenheit.
Manchmal verleiht die Liebe Schwere und manchmal Flügel.
Liebe soll ein niedres Herz erheben, Ein hohes aber nicht herunterziehen.
Versteckte Jasminen Mädchen, was hast du, was ist dir begegnet, Hat dir der Tag heut die Laune verregnet, Siehst so betroffen und wunderlich aus. Guck mir ins Auge, und häng nicht das Köpfchen, Soll ichs von hinten her hoch ziehn am Töpfchen, Mädel, was ist denn, so sprich dich doch aus. Wird sie verlegen ganz, greift in die Tasche, Bleibt ihr die Hand dort, ein Fisch in der Masche; Endlich, Jasminen, wie sind sie mir lieb. Blitzend dann lacht sie: Ich hab sie gestohlen, Mußte sie heimlich vom Park her holen, Hast sie so gern ja, und hier steht der Dieb. Lachen wir beide, der Weg ist gefunden, Fliegende Freuden und flatternde Stunden, Süßes Geplapper, Getändel und Kuß. Ward doch im Leben aus Liebe, aus Liebe Einmal auch meinethalb jemand zum Diebe; Galgen und Rad sind nicht immer der Schluß.
Erstes Begegnen Erstes Begegnen –, glückliche Stunde! Da ich sie sah, war ich selig verloren, Alle Gedanke sind mit ihr im Bunde, Leib und Seele mit ihr verschworen, Nichts kann mich lösen aus ihrem Bann. Ihre Schönheit und Güte, die haben's gemacht, Und ihr roter Mund, der so lieblich lacht. Ich habe Sinne und Seele gewendet An die Geliebte, die Gute, die Reine. Mag an uns beiden werden vollendet, Was ich im stillen erhoffe und meine. Was ich auf Erden an Freuden gewann, Ihre Schönheit und Güte, die haben's gemacht, Und ihr roter Mund, der so lieblich lacht.
Naturbeschreibung Manches Antlitz ist ja sauber, Manches Kind so übel nicht, Doch es fehlt der süße Zauber, Der sogleich zum Herzen spricht. Auf mein Mädchen paßt das nicht! Ihr Gesichtchen das ist sauber, Ihr Gesichtchen hat den Zauber, Welcher Leib und Seel' umflicht. Manches Kind mit rothem Munde Spricht gar klüglich hübsch und fein; Kommt nur nicht vom Herzensgrunde, Dringt auch nicht zum Herzen ein. Auf mein Mädchen paßt das nicht! Jeder Laut der süßen Kehle Ist ein Stückchen ihrer Seele, Mich ergreift, was sie nur spricht. Manches Mädchen mag man leiden, Manchem Kinde ist man gut, Aber muß man morgen scheiden, Wird nicht trüber drum der Muth. Auf mein Mädchen paßt das nicht! Sollt' es einmal mir geschehen, Daß ich von ihr müßte gehen, Sicher mir das Herz zerbricht.
Liebe ist Krieg, Waffenruhe, Frieden, Tod und Leben, welche abwechselnd herrschen.
Liebst du einen Menschen, ohne Gott in ihm zu lieben, das heißt das Gute, so erwartet dich nur Enttäuschung und Leid.
Jägerlied Zierlich ist des Vogels Tritt im Schnee, Wenn er wandelt auf der Bergeshöh': Zierlicher schreibt Liebchens liebe Hand, Schreibt ein Brieflein mir in ferne Land'. In die Lüfte hoch ein Reiher steigt, Dahin weder Pfeil noch Kugel fleugt; Tausendmal so hoch und so geschwind Die Gedanken treuer Liebe sind.
Die Post Von der Straße her ein Posthorn klingt. Was hat es, daß es so hoch aufspringt, Mein Herz? Die Post bringt keinen Brief für dich. Was drängst du denn so wunderlich, Mein Herz? Nun ja, die Post kömmt aus der Stadt, Wo ich ein liebes Liebchen hatt', Mein Herz! Willst wohl einmal hinüberseh'n Und fragen, wie es dort mag geh'n, Mein Herz?
Mein Verstand ist sehr verständig, Nennt mein armes Herz betört; Doch dies Herz liebt so unbändig, Daß es gar nicht auf ihn hört.
Ewige Liebe Was soll ich andres sagen, Dir, mein geliebtes Kind, Als immer nur das eine: Ich bin dir treu gesinnt. Dein Name steht geschrieben Mir tief ins tiefste Herz. Mit goldnen Flammenzügen, Die fester stehn als Erz. Wir wollen uns gehören Von nun in Ewigkeit, Dich freue, was mich freuet, Dein Leiden sei mein Leid. Der Leib wird welken, sterben, Die Seele nicht verdorrt, Lieb' ist der Seele Blume Und blüht im Himmel fort.
Sicheres Merkmal Ich blicke hinaus zum Fensterlein Beim Morgensonnenstrahl, Da sah durch die Scheibe die Liebe herein Zum allerersten Mal! Den lächelnden Blick, so warm und weich, Ich sah ihn noch nie vorher, Und doch – wie kam's? – ich wußt' es gleich, Daß es die Liebe wär! Doch ließ ich noch eine kleine Frist Geschlossen das Fensterlein, Ich wußte, wenn es die Liebe ist, So schlägt sie die Scheiben ein!
Es gibt keine häßliche Liebe und keine schönen Gefängnisse.
Weil ich dich genommen habe, so muß ich dich jetzt haben, und weil ich dich haben muß, so will ich dich lieber gerne haben!
Von wo ich auch kommen mag, wann mein Fuß den Weg zu dir einschlägt, dann und nur dann gehe ich »heim«.
Wie eine süße Melodie uns in die Höhe hebt, unsern Sorgen und Schmerzen eine weiche Wolke unterbaut, so ist mir dein Wesen und deine Liebe.