Liebe Sprüche – romantisch

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Eine Phantasie Der Weg von Freundschaft bis zur Liebe Ist eine blumenreiche Flur: Nie scheint uns da die Sonne trübe, Und ringsum lächelt die Natur. Sie leitet uns durch Rosengänge, Und zeigt uns fern ein Paradies: Und Harmonie macht durch Gesänge Uns diese Frühlingsreise süß. Wohin wir blicken, sehn wir Segen, In jeder Pflanze, jedem Kraut. Lacht immer Freud' uns hold entgegen, Und Hoffnung grünt, wohin man schaut. Sie flicht aus ihrem eignen Kranze, Die schönsten Blätter uns ins Haar, Und leicht umschwebt im leichten Tanze, Gleich Elfen, uns der Wünsche Schaar. Aus Wünschen werden endlich Triebe, Ein Trupp, der stark uns mit sich zieht, Und plötzlich sind wir in der Liebe Nur allzureizendem Gebiet. Doch, ach, wie traurig und wie trübe, Wie freudenlos, wie kalt und lang Ist dann der öde Weg von Liebe Zur Freundschaft! – Welch ein Übergang! Wenn Hindernis von allen Seiten Den müden Wanderer bestürmt, Und Berge von Unmöglichkeiten Ihm das Geschick entgegen thürmt! Da giebt es lauter öde Haiden, Nicht eine blumenreiche Flur, Und statt der Hoffnung süßer Freuden Geht Schwermuth uns zur Seite nur. Kurz war der Weg hinan zum Glücke, Der Liebesfreuden bunte Reihn Verkürzten ihn: – doch, ach, zurücke Geht man den langen Weg allein. Noch glücklich, wem das Chor der Musen Ein süßes Saitenspiel beschert, Das manchmal dem gepreßten Busen Erleichterung und Trost gewährt.

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Die Getrennten Nie mehr bin ich allein, gleich bebt in mir deine Stimme: Du, wie ist dir ums Herz? Du, wie ist dir ums Herz? Wie dem Schwanenpaar damals, das wir beim Nestbau belauschten, Beide wie Ein Herz bewegt, Beide wie Ein Herz bewegt. Oh, jetzt bin ich allein, jetzt bebt in mir deine Stimme: Du, wo bist du, mein Herz? Oh, wo bist du, mein Herz!

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Liebe und Freundschaft Liebe, weg! Du zankst dich nur, Bist nur immer eifersüchtig! Siehst nur immer nach der Uhr, Bist, wie ihre Stunden, flüchtig! Freundschaft, bleib’! Du zankst dich nicht, Bist nicht immer eifersüchtig! Siehst in’s helle Sonnenlicht, Bist nicht unstät, bist nicht flüchtig! Komm’ und sitz’ auf meinem Schooß, Herrsch’ in meinem kleinen Staate! – Wie werd’ ich die Liebe los? Rathe, liebe Freundschaft, rathe!

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Was seine Liebe ist, das ist der Mensch.

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Vergangenheit War's nicht ein schöner Morgen? War's nicht ein Maientag, Wo ich, im Glück geborgen, Im Arm der Liebe lag? War nicht es sternenhelle, Und sonnenhell zugleich? Lag nicht an armer Schwelle Ein unermeßlich Reich? Zog nicht vom Himmel nieder Unsterblich tausendmal Die Göttin ew'ger Lieder Mit Kränzen ohne Zahl? Ihr wiegt das Haupt verneinend, Zieht mich zur Welt zurück – Mir selbst gestorben scheinend – Alt Glück, du bist mein Glück! –

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Weib Wie du Wind vergebens Alle Lüfte regst, Hab ich Sinn des Lebens, Weib, wenn du mich trägst. Bin ich dir im Tiefen immer Tier und Sohn: Die dich Göttin riefen, Riefen Hündin schon. Lieg ich dir im Schoße Gramzerkrampft: Fühl ich, wie die große Welt sich selbst zerstampft.

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Liebe darf ich dir nicht schenken Liebe? – Liebe darf ich dir nicht schenken: Ach! das strenge Schicksal will es nicht, Meiden muß ich dich – dies wird dich kränken, Aber dich vergessen werd' ich nicht. Ach! Die Zeit wird deine Triebe lenken, Folge guter Jüngling deiner Pflicht, Ewig werth macht mir dein Angedenken, Was für mich in deinem Herzen spricht. Ein Gefühl, geläuterter als Liebe, Grenzenlos wie deine Zärtlichkeit, Freundschaft, wie vielleicht kein Mann sie beuth, Sei Ersatz für hoffnungslose Liebe, Sei der Dank für die besiegten Triebe, Und der Lohn für deine Redlichkeit.

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Blinde Liebe Vor dir zerbricht mein ganzer Wagemut, All meine Keckheit schmiegt sich vor dich hin Und birgt, wie ein gezähmter Löwe tut, Ihr starkes Haupt an deinen weichen Knien. Wodurch bezwingst du mich? Ist es dein Blick? Dein Lächeln? Ach, ich weiß nicht, was es ist! Vielleicht ist, dir zu folgen, mein Geschick, Weil du die Stärkere an Liebe bist! Vielleicht ist meine Schwäche deine Kraft! Vielleicht sogar bist du dir scheu bewußt Nur deiner eignen tiefen Leidenschaft, Und, daß du siegen oder – fallen mußt! Ich weiß es nicht! Ich liebe dich zu sehr Als daß ich wüßte, was mich zu dir trieb – Und wenn ich es zu wissen einst begehr', Dann, – ach, vielleicht hab' ich dich nimmer lieb.

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Ein Tag … ohne dich ist … kein Tag! Die Stunden … kriechen. Alles … öde … alles leer! Noch … nachts, mitten zwischen zwei Träumen, die mich in deine Arme wiegen, plötzlich: Ich schrecke auf! Mit … zitterndem … Herzen! Liegst du … jetzt wach? Sehnst du … dich … nach mir? Riefst du … mich? Schwarze, schwere, regungslose, nur durch das jagende, fiebernde, pochende Pulsen meines Bluts durchhämmerte Stille! Fern … von mir … fern bist … du, fern!

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Eine Liebe Blühst du meinen späten Tagen, Süße Liebe, noch einmal? Bäumen, die schon Früchte tragen, Lacht ein zweiter Frühlingsstrahl? Zwischen Blüten, zwischen Früchten, Hab ich nun die schwere Wahl, Möchte pflücken, möchte flüchten – Neue Liebe, neue Qual.

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Die Nacht Du verstörst uns nicht, o Nacht! Sieh! wir trinken im Gebüsche; Und ein kühler Winde erwacht, Daß er unsern Wein erfrische. Mutter holder Dunkelheit, Nacht! Vertraute süßer Sorgen, Die betrogner Wachsamkeit Viele Küsse schon verborgen! Dir allein sei mitbewußt, Welch Vergnügen mich berausche, Wann ich an geliebter Brust Unter Tau und Blumen lausche! Murmelt ihr, wann alles ruht, Murmelt, sanftbewegte Bäume, Bei dem Sprudeln heischrer Flut Mich in wollustvolle Träume.

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Das Letzte Ich hab' dich lieb. Das hab' ich dir gesagt. Hast du mich lieb? Das hab' ich nie gefragt, Damit in deiner Brust verschlossen ruh', Die Antwort, die ich fürchte immerzu, Die eine Antwort: Ja, ich hab' dich lieb! – Denn alles Süßgeheimste, das uns blieb, Der Duft der Blumen, die wir nie gepflückt, Der Schmelz der Flügel, die wir nie zerdrückt, Der Sammt der Früchte, die uns nie gereift, Der Tau der Halme, die wir nie gestreift, All unsrer Liebe keusche Seligkeit Wär' durch dies letzte Liebes-Ja entweiht! Und des Gewährens holder Augenblick Zerbräche des Begehrens holdres Glück! Ich hab' dich lieb. Du aber bleibe stumm. Du weißt, warum…

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Eros hat etwas so Charakteristisches, weder können wir ihn verbergen, noch können wir ihn heucheln.

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Du scheust, mit mir allein zu sein, Du bist so schroff: Gibt nicht der Liebe Lust und Pein Zum Reden Stoff? Wo nicht, was gilt der Lieb ein Wo, Ein Wie, ein Was? Zu lieben und zu schweigen, o Wie lieb ich das! Ich schweige, weil so kalt du scheinst, Und unerweicht, Mein Auge spricht, es spricht dereinst Mein Kuß vielleicht.

Platen, Gedichte. Romanzen und Jugendlieder

Lieb ist Leides Anfang.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Du liebst und schweigst – O hätt ich auch geschwiegen, Und meine Blicke nur an dich verschwendet! O hätt ich nie ein Wort dir zugewendet, So müßt ich keinen Kränkungen erliegen! Doch diese Liebe möcht ich nie besiegen, Und weh dem Tag, an dem sie frostig endet! Sie ward aus jenen Räumen uns gesendet, Wo selig Engel sich an Engel schmiegen. Drum laß des Wahns mich, daß du liebst, mich freuen, Damit die Seele nicht mir ganz veröde, Und meinen Glauben möge nichts zerstreuen! O Glück, verweigre nicht mir allzuschnöde Den Tag, an welchem seinem Vielgetreuen Die ganze Seele zeigt der schöne Spröde!

Platen, Gedichte. Sonette

Welch ein Drama ist das Feuer – und welch freundliche und tragische Gottheit. Es ist Wärme, Licht und lodernder Brand. Unter den Elementen ist es die Liebe, es erwärmt, erleuchtet und verzehrt.

Goncourt, Ideen und Impressionen (Idées et sensations), 1866 (dt. 1904)

Das, was der größte Kopf nicht erfassen kann, wohl aber das kleinste Herz – heißt man Liebe.

Franz-Voneisen (Hg.), Junggesellenbrevier. Gesammelte Aphorismen über Frauen, Liebe und Ehe, hg. von Franz-Voneisen [i. e. Zdenko Zelezny], Leipzig, um 1900

Über die Liebe verständig sprechen zu wollen, heißt den Verstand verlieren.

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Der nicht gelernt hat zu sagen: »Die, und keine andere«, weiß nicht, was Liebe ist.

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In schwachen Naturen verhungert die Liebe, wenn die Eitelkeit keine Nahrung bekömmt.

Lorm, Am Kamin. Erzählungen, 2 Bde., 1856