Liebe Sprüche – romantisch

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Sieghafte Lust In deinem Arm, an deinem Herzen – O sag', was hat die Erde noch? Und brächte sie mir tausend Schmerzen Nach diesem Tag, ich jauchzte doch! Und gilt es, durch die Dunkelheiten Der letzten, großen Nacht zu gehn: Der Schimmer dieser Seligkeiten Wird leuchtend überm Wege stehn!

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Liebe ist wie ein Strom, nicht aufzuhalten, aber leicht in ein anderes Bett zu leiten.

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Möchte rollend das Blut aller Verliebten sein Ich möchte mir Freuden wie aus roten Steinbrüchen brechen, Möchte Brücken schlagen tief in die Wolken hinein; Möchte mit Bergen sprechen wie Glocken in hohen Türmen, Wie Laubbäume ragen und mit den Frühlingen stürmen Und wie ein dunkler Strom der Ufer Schattenwelt tragen. Fiel gern als Abenddunkel in alle Gassen hinein, Drinnen Burschen die Mädchen suchen und fassen. Möchte rollend das Blut aller Verliebten sein Und von Liebe und Sehnsucht niemals verlassen.

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Den Frauen Ihr richtet streng, der Sitte heil'ge Vehm', Und schleudert auf mein Haupt das Anathem! Mögt ihr zu Boden stürzen eure Kerzen Und schlagen an die Brust, so tugendreich: Ich fühl' es mächtig in dem tiefsten Herzen, Daß meine Sünde eurer Tugend gleich. Der Unschuld Lilien mögen euch umblühn, Das Roth der Schaam auf euern Wangen glühn; Wie Schwäne sich auf stillen Fluthen schaukeln, Gefühle still durch eure Seele ziehn; Wie Falter neckend durch die Blumen gaukeln, Der Liebe Wünsche leis' vorüberfliehn! Quält euch ein flammend Sehnen fessellos, Mögt ihr entsagen stolz und seelengroß; Mögt still verzehren eure heiße Jugend, Auskämpfen ritterlich den heil'gen Krieg, Und mit dem Vollmachtsbriefe eurer Tugend Dem Tod, der Hölle nehmen ihren Sieg! Ich achte dennoch eure Tugend nicht, Verwerfe kühn eu'r heiliges Gericht! Seid des Gesetzes Hort, der Sitte Rächer, Des frommen Glaubens treuer Genius! Es lebt ein heil'ger Geist auch im Verbrecher. Der Freie sündigt, weil er sünd'gen muß! Das Leben auch verlangt sein mächtig Recht, Verlaßt des starren Wortes todten Knecht; Aus edlem Feuer flossen meine Sünden, Aus Drang des Herzens, glüh'nder Leidenschaft. Für sie würd' ich schon hier Vergebung finden, Die Zeugen meines Werthes, meiner Kraft. Entsagen ist der Nonne Stolz und Ruhm, Beglücken ist des Weibes Heiligthum, Ihr wollt mühsam die Ewigkeit ergründen, Mir lächelt sie aus jedem Augenblick; Ihr wollt das Glück in eurer Tugend finden, Ich finde meine Tugend nur im Glück. Wenn mich der Liebe Flammen heiß umsprühn, Will ich in sel'gem Feuertod verglühn; Doch aus den Gluthen steig' ich neugeboren, Wie sich der Phönix aus der Asche schwingt, Geläutert ward mein Wesen – nicht verloren, Zu neuem, heil'gem Liebesglück verjüngt.

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Auf ein Frollein Gott Amor zieht die Pfeile aus dem Köcher, er schießt. Ich bleib betroffen stehn. Und du machst so verliebte Nasenlöcher ... Da muß ich wohl zum Angriff übergehn. »Gestatten Sie ... !« Du kokettierst verständig. Dein Auge prüft den dicken Knaben stumm. Der ganze Kino wird in dir lebendig, du wackelst vorn und wackelst hinten rum. In deinem Blick sind alle Bumskapellen der Sonnabendabende, wo was geschieht. Ich hör dich Butterbrot zum Aal bestellen – Gott segne deinen lieben Appetit! Ich führ dich durch Theater und Lokale, durch Paradiese in der Liebe Land; du gibst im Auto mir mit einem Male die manikürte, kleine, dicke Hand. Aus weiten Hosen seh ich dich entblättern, halb keusche Jungfrau noch und halb Madame. Ich laß dich sachte auf die Walstatt klettern ... Du liebst gediegen, fest und preußisch-stramm. Und hinterher bereden wir im Dunkeln die kleinen Kümmernisse vom Büro. Durch Jalousien die Bogenlampen funkeln ... Du mußt nach Haus. Das ist nun einmal so. Ich weiß. Ich weiß. Schon will ich weiterschieben –. Ich weiß, wie die berliner Venus labt. Und doch: noch einmal laß mich lieben dich wie gehabt.

Tucholsky, Werke 1907-1935. In: Die Weltbühne, 04.05.1922, Nr. 18 (Theobald Tiger), wieder in: Mit 5 PS, 1928

Daß du liebst, ist nichts Besonderes. Daß man dich liebt, ist schon etwas. Daß du liebst und daß man dich liebt, ist das Höchste.

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Erst mit der Liebe kommt Klang in die Menschensprache.

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937

Ich liebe dich… Ich reiße dich aus meinem Herzen, Aus meinem Leben reiß ich dich, Denn wie ein heimlich schleichend Fieber Zehrst du an mir und tötest mich. In jedem Tag, in jede Stunde Schleicht dein geliebtes Bild sich ein, Und ob ich zitternd dir entfliehe In Lust und Lärm – du holst mich ein. Mein eigen Blut hat sich verschworen, Mit dir im Bunde gegen mich – Es braust und tobt mir in den Adern: "Ich liebe dich… ich liebe dich."

Ritter, Befreiung. Neue Gedichte von Anna Ritter, 2. Auflage 1900

Wenn wir lieben Wenn wir lieben, sind wir zeitlos, Liegen bei den tiefsten Feuern, Sehen dann von Ferne bloß, Daß die Lebensstunden sich erneuern. Werden wie die Gottheit groß, Fühlend in die Höhen, Tiefen, Breiten, Wissend alles, was vorüberfloß An den Quellen der Unendlichkeiten. Wissend, liebend jed' Geschehen, Mitgenießend alles, was die Welt genoß, Sehend, ohne mit dem Aug' zu sehen, Untergehend und bestehend Schoß im Schoß.

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Was zu der Liebe Preis ich je ersann, verstummte, als die Liebe selbst begann.

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Man muß sich lieben machen, denn die Menschen sind nur gegen Die, welche sie lieben, gerecht.

Joubert, Gedanken, Versuche und Maximen, übersetzt von Franz Graf von Pocci, München 1851

Ist nicht die Dämmerung die Zeit der Märchen; ist nicht die Zeit der jungen Liebe die Zeit des Traumes?

Raabe, Die Chronik der Sperlingsgasse, 1857

Der großen Liebe des Herzens ist das Begehren nicht mehr das Wichtigste.

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Alles in dir Du lehrest mich die Lieder singen, Du hauchest den Gesang mir ein, Du leihst der Seele höhre Schwingen; Wer giebt mir Lieder? du allein. In dir empfind' ich nur das Leben, Du rufst die Seele aus dem Nichts, Du giebst mir Glauben, giebst mir Streben, Trägst mich hinauf in's Reich des Lichts. O sage mir, mein hoher Meister, Was ich dir opfernd weihen mag! Im unermessnen Reich der Geister Zieht dir, nur dir mein Wesen nach. Befiehl, ich gehe in's Verderben, In Nacht und Graus und Tod hinein; Dir will ich tausend Tode sterben, Du giebst mir tausendfaches Sein.

Branco (i. e. Dilia), Lieder, 1848

Wen der Strahl der ersten reinen Liebe berührt hat, der ist gezeichnet mit einem göttlichen Scheine vor den Menschen.

Raabe, Die Chronik der Sperlingsgasse, 1857

Dir! Gleichwie Kinderhände Alle Blumen nur pflücken, Um der Mutter am Ende Sie ans Herz zu drücken – So empfang und pflück ich Alle Freuden im Leben, Nur um dankbar und glücklich Dir sie wieder zu geben, Und die bunten Stunden All meiner Lust Leg ich, zum Strauß gebunden, Dir an die Brust.

de Nora, Gedichte. Hochsommer. Neue Gedichte, 1912

O stille dies Verlangen! O stille dies Verlangen, Stille die süße Pein! Zu seligem Umfangen Laß den Geliebten ein! Schon liegt die Welt im Traume, Blühet die duft'ge Nacht; Der Mond im blauen Raume Hält für die Liebe Wacht. Wo zwei sich treu umfangen, Da gibt er den holdesten Schein. O stille dies Verlangen, Laß den Geliebten ein! Du bist das süße Feuer, Das mir am Herzen zehrt; Lüfte, lüfte den Schleier, Der nun so lang mir wehrt! Laß mich vom rosigen Munde Küssen die Seele dir, Aus meines Busens Grunde Nimm meine Seele dafür – O stille dies Verlangen, Stille die süße Pein, Zu seligem Umfangen Laß den Geliebten ein! Die goldnen Sterne grüßen So klar vom Himmelszelt, Es geht ein Wehn und Küssen Heimlich durch alle Welt, Die Blumen selber neigen Sehnsüchtig einander sich zu, Die Nachtigall singt in den Zweigen – Träume, liebe auch du! O stille dies Verlangen, Laß den Geliebten ein! Von Lieb' und Traum umfangen Wollen wir selig sein.

Geibel, E., Gedichte. Jugendgedichte. Erstes Buch. Lübeck und Bonn

Unermeßlich O Sterne, goldene Sterne! Wohl scheint ihr so wunderlicht; Doch wie die Äugelein scheinen Von der Herzigen, von der Meinen, Wenn sie sagt: – Ich hab' dich so gerne! – So scheinet ihr nicht. O Sonne, goldene Sonne! Wohl hast du ein scharf Gesicht; Du miß'st mit einem Strahle So viel tausend Gebirge und Tale. Doch die Wonne, o meine Wonne – Die miß'st du nicht.

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Ein Gruß Bei Dir sah ich die Rosen blühen, Ich folgte Dir durch Wald und Au, Wir schauten still den Tag verglühen, Es kühlte uns des Abends Tau. Wie weich die Luft, wie zaubrisch helle! Dein Auge feucht, Dein Blick so mild Und auf des Stromes flücht'ger Welle Wiegt schaukelnd sich des Mondes Bild. Wie hab' ich ganz und voll genossen Des Sommers und der Liebe Lust! Die süßen Bilder sind zerflossen, Doch blieb die Freude in der Brust. Da ist kein Bangen und Verzagen, Kein Seufzen nach verlornem Glück; Ein jeder von den schönen Tagen Ließ Reiz und Duft in mir zurück. Sind längst entblättert auch die Rosen, Sie bluehen stets im Herzen mir; Die Welle rauscht, die Lüfte kosen Und alles träumt und spricht von Dir. Da hat der Tag nicht eine Stunde, In der ich treu nicht Dein gedacht Und macht der Mond die stille Runde, Sag' ich Dir leise: Gute Nacht! Nicht um Vergangnes laß mich klagen, Nein, hoffend mich der Zukunft weih'n; Du schiedest mit des Sommers Tagen – Mir bleibt der Trost: Auch Du denkst mein! Zwei Herzen, die sich ganz verstehen, Ob eines von dem andern schied; Ich weiß, ich muß Dich wiedersehen – Bis dahin grüße Dich mein Lied!

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Die Liebe ist die Köchin des Lebens; sie macht es erst schmackhaft, aber sie versalzt es auch oft.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Wie groß, wie sicher fühlt man sich in der Welt, wenn man liebt, und wie hilflos müßten wir sein, wenn wir uns vorstellen könnten, niemanden mehr zu lieben.

Schleich, Erlebtes, Erdachtes, Erstrebtes, 1928