Liebe Sprüche – romantisch

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Liebe gehört zu jeder Erziehung; ohne sie kann man nicht einmal einen Hund dressieren.

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Seitdem Amors Köcher auch vergiftete Pfeile führt, ist in das Verhältnis der Geschlechter zueinander ein fremdartiges, feindseliges, ja teuflisches Element gekommen.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 4: Von dem, was einer vorstellt

In der Liebe, ganz abgesehen von Seelenstimmungen, ist die Frau gewissermaßen eine Leier, die ihre Geheimnisse nur dem offenbart, der sie als Meister zu spielen weiß.

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Ich … weiß. Oft war's nur ein Lachen, ein Handdruck von dir, oder ein Härchen, ein bloßes Härchen, das dir der Wind los ins Genick geweht, und all mein Blut gärte gleich auf, und all mein Herz … schlug nach dir! Dich haben, dich halten, dich halten … und … haben, ganz und … nackt, ganz … und nackt! Und heute, heute, zum … ersten … Mal, unten am blaublink, unten am blaublank, unten am blauflink silberwellchenzitterigen, silberwellchenflitterigen, silberwellchenglitterigen, abgelegen, sanftgeschwungen, wiesenwaldeinsam runden, sommerlauen, sommerwarmen, sommerlinden See, glanzglitzernd im Mittag, zwischen lichten, spielenden, tief hangenden Weiden, Weißerlen und Blütenkolbenschilf von freier, luftiger thymianduftiger Hügelkammhöhe, heute, plötzlich, sah ich … dich so. Ganz und … nackt! Ganz … und nackt – Ganz … und … nackt! Und … mein … Herz stand still. Wunschlos. Vor … Glück. Und es war keine Welt mehr, nichts, nichts, nichts! Es … war nur noch … Sonne! … Nur noch … Sonne! … nur noch Sonne! So schön … warst … du!

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Liebesnähe Lieb' sei ferne, Ist doch immer da, Gleich dem Licht der Sterne Ewig fern und nah. Schließt Gedanken Wohl ein Kerker ein? Glück und Stunden wanken, Das Gefühl ist mein. Leuchte, Sonne! Wandle, frommer Mond! Meines Busens Wonne Hoch mit Göttern thront. Frühling, scheine! Winter, stürme kalt! In der Brust dies eine Nimmer wird es alt. Holde Treue, Weiß und engelrein! Wie des Himmels Bläue Bleibt dein lichter Schein. Sei denn ferne Liebe, sei sie nah, Gleich dem Licht der Sterne Immer ist sie da.

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Zwischen Reben und Rosen In glücklichen Stunden Im Herzen geboren, Im Wandern gefunden, Im Wandern verloren: Wie ihr doch flüchtig und ewig seid, Liebe, Lieder und Jugendzeit!

Oertzen, Liebeslieder aus jungen Tagen, 1875

Der Liebe himmliches Gefühl Der Liebe himmliches Gefühl Ist nicht an unsre Macht gebunden. Ein einz'ger Blick entscheidet viel, Noch hat mein Herz ihn nicht gefunden; Ich wart', ich wart' mit Zuversicht. Wenn die Natur mich lieben heißt, Wird dieses Herz schon selbst empfinden. Umsonst beschäftigt sich mein Geist, Nur sie kann Herzen wohl verbinden, Nur sie, die Klugheit kann es nicht.

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Liebe läßt sich ja nicht immer erwidern, aber man sollte ihr doch nie anders als mit tiefer Dankbarkeit begegnen.

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Aussöhnung Die Leidenschaft bringt Leiden! – Wer beschwichtigt Beklommnes Herz, das allzuviel verloren? Wo sind die Stunden, überschnell verflüchtigt? Vergebens war das Schönste dir erkoren! Trüb ist der Geist, verworren das Beginnen; Die hehre Welt, wie schwindet sie den Sinnen! Da schwebt hervor Musik mit Engelschwingen, Verflicht zu Millionen Tön um Töne, Des Menschen Wesen durch und durch zu dringen, Zu überfüllen ihn mit ew'ger Schöne: Das Auge netzt sich, fühlt im höhern Sehnen Den Götterwert der Töne wie der Tränen. Und so das Herz erleichtert merkt behende, Daß es noch lebt und schlägt und möchte schlagen, Zum reinsten Dank der überreichen Spende Sich selbst erwidernd willig darzutragen. Da fühlte sich – o daß es ewig bliebe! – Das Doppelglück der Töne wie der Liebe.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Lyrisches. Trilogie der Leidenschaft

Sonderbar! Die Liebe geteilt durch Zwei wird ein Ganzes, während die ungeteilte stets ein Halbes ist.

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Seufzer Dein Liebesfeuer, ach Herr! wie teuer wollt' ich es hegen, wollt' ich es pflegen ! Hab's nicht geheget und nicht gepfleget, bin tot im Herzen o Höllenschmerzen.

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Der Tag ist null und nichtig, Der ohne Lieb' entfloh'n.

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Wer nicht liebt, hat keine Seele, Doch wer liebt, hat ihrer zwei.

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Ich liebe Dich– eine Münze, die nie außer Kurs gerät, die man aber schwer auf ihre Echtheit oder Falschheit prüfen kann.

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Die Liebe versüßt uns das Leben nicht immer – zuweilen versalzt sie es uns.

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Platonische Liebe ist wie weicher Zwieback für die Zahnlosen.

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Alles/ was die Welt vns schencket Nimmt die Welt/ wenn wir hingehn/ Liebe nur bleibt ewig stehn! Lieb' ist/ die kein Sterben kräncket/ Liebe bricht durch Grab vnd Tod Liebe trit mit vns für Gott.

Gryphius, A., Gedichte. Oden. Das dritte Buch. 1657, 12. Aus: Was Gott zusammen füget/ sol Niemand scheiden. Halleluja!

Je feuriger man liebt, desto leichter verwandelt sich die Liebe in Haß.

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Du hast mein Herz gefangen mit deiner weißen Hand, du hast mein Herz bestricket mit einem roten Band. Ich komm zu dir gegangen, mein Herz gib wieder her; denn da, wo es geschlagen, ist alles taub und leer. Was willst du mit zwei Herzen, drum gib zurück es mir; und willst du es behalten, so gib mir deins dafür.

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Die verschwiegene Nachtigall Unter der Linden, an der Haide, wo ich mit meinem Trauten saß, da mögt ihr finden, wie wir beide die Blumen brachen und das Gras. Vor dem Wald mit süßem Schall, Tandaradei! sang im Tal die Nachtigall. Ich kam gegangen zu der Aue, mein Liebster kam vor mir dahin. Ich ward empfangen als hehre Fraue, daß ich noch immer selig bin. Ob er mir auch Küsse bot? Tandaradei! Seht, wie ist mein Mund so rot! Wie ich da ruhte, wüßt' es einer, behüte Gott, ich schämte mich. Wie mich der Gute herzte, keiner erfahre das als er und ich – und ein kleines Vögelein, Tandaradei! das wird wohl verschwiegen sein.

Vogelweide, W., Gedichte. Die verschwiegene Nachtigall, nachgedichtet von Karl Simrock

Aus banger Brust Die Rosen leuchten immer noch, die dunklen Blätter zittern sacht, ich bin im Grase aufgewacht, o kämst du doch, es ist so tiefe Mitternacht. Den Mond verdeckt das Gartenthor, sein Licht fließt über in den See, die Weiden stehn so still empor, mein Nacken wühlt im feuchten Klee, so liebt' ich dich noch nie zuvor! So hab' ich es noch nie gewußt, so oft ich deinen Hals umschloß und blind dein Innerstes genoß, warum du so aus banger Brust aufstöhntest, wenn ich überfloß. O jetzt, o hättest du gesehn, wie dort das Glühwurmpärchen kroch! Ich will nie wieder von dir gehn! O kämst du doch! Die Rosen leuchten immer noch.

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