Liebe Sprüche – romantisch

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Sonett der Verschmähten Einst war ich nur ein ungetanzter Tanz, Ein nie gesungen Lied, erstickter Klang Und halber Atemzug. O weher Kranz, Den man auf meine junge Stirne zwang. Nun bin ich alles: Tanz und Klang und Sinn Und tiefer Atem, Lied das froh sich hebt; Und weiß: ich bin durch ihn nur was ich bin Und starb um dies und hab um dies gelebt. Mit solchen Kronen krönt er mein Geschick. Er ist durch sich. Ich kann nicht gleiches geben. Doch wenn ich einst, noch flammenden Gesichts, Mir auch gestehen müßte, daß ich nichts Ihm war als nur ein flüchtger Augenblick – Er war ja doch mein ganzes junges Leben.

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Die Liebe hat einen süßen Geschmack, aber nur mit dem Brot zusammen.

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Mein Herz springt eilends, sobald ich an meine Liebe zu dir denke. Es läßt mich nicht wie ein Mensch gehen und hüpft auf seinem Platz. "Halte nicht an! Du erreichst das Ziel!" sagt es mir, so oft ich an ihn denke. Mach mir, mein Herz, keinen Kummer! Warum handelst du töricht?

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Die erste Leidenschaft ist selten Liebe, die letzte Liebe selten Leidenschaft.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Und wir werden zusammen schweigen – und ich werde mein Haupt an dich legen – und du wirst dein Haupt auf mich neigen – und ich werde den Nacken bewegen und deinen Lippen entgegenstreben und Leben von ihnen trinken und ihnen spenden – und wieder zurück dann sinken und Brust nur und Wimper noch regen – und dann werden wir wieder zusammen schweigen – um dann aber das Schweigen zu enden – und aber zu enden in Schweigen – in ewigen Wenden.

Morgenstern, C., Gedichte. Aus: Und aber ründet sich ein Kranz, 1902

Gegenliebe Wenn, o Mädchen, wenn dein Blut Reger dir am Herzen wühlte; Wenn dies Herz von meiner Glut Nur die leise Wärme fühlte. Wenn dein schöner Herzensdank Meiner Liebe Gruß empfinge; Und dir willig, ohne Zwang, Kuß auf Kuß vom Munde ginge: O dann würde meine Brust Ihre Flamme nicht mehr fassen, Alles könnt' ich dann mit Lust, Leib und Leben könnt' ich lassen. Gegengunst erhöhet Gunst, Gegenliebe nähret Liebe, Und entflammt zur Feuersbrunst, Was sonst Aschenfünkchen bliebe.

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Weil Eros ein griechischer Gott war, deshalb wissen wir, wie man liebt.

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Je höher der Kirchturm, desto schöner das Geläute. Und je weiter zum Dirndl, desto größer die Freude. Je tiefer das Wasser, desto weißer die Fisch, je weiter mein Schätzel, desto lieber mir's ist. Daß es im Walde dunkel ist, das macht ja das Holz, daß mir mein Schätzel untreu ist, das macht ja sein Stolz. Zwei schneeweiße Tauben fliegen über mein Haus; der Schatz, wo mir bestimmt ist, der bleibt mir nit aus. Je dunkler die Nacht, desto heller die Stern; je heimlicher die Lieb ist, desto mehr hab ich sie gern.

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Der einzige Platz, wo die Liebe vor dem Sex kommt, ist das Lexikon.

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Zweifelnde Liebe Blau der See! Vom hohen Schilfe rings umgrenzet, Blau dein Aug', von braunen Wimpern hold umkränzet, Wie im See sich malt der Sterne bunt Gewimmel, So in deinen Augen spiegelt sich mein Himmel. Aber wie im See die Nachen schwanken, Also, schau ich dir ins Auge, die Gedanken. Feucht und kühl der Wasserfluten licht Geflimmer, Blickt auch kühl dein lichtes Auge? Weiß es nimmer. Liebst du mich? So frag' ich täglich, frag' ich stündlich; Doch dein Herz ist gleich dem Meere, unergründlich.

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Es reicht, wenn du liebst, und du hörst auf, frei zu sein.

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Ein ungeschickter Liebhaber ist wie ein Affe, der versucht, auf einer Violine zu spielen.

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Die Liebe ist ein unbedingtes Gefühl, das man mit Vorsicht vielleicht vermeiden, aber nicht besiegen kann, und das, einmal geboren, nur seines natürlichen Todes sterben kann oder an gänzlichem Mangel an Hoffnung.

Laclos, Gefährliche Liebschaften (Les Liaisons dangereuses), 1782

Wehe Liebe Du sagst, ich sei jung – Das nimmt mir die Ruh, Du sagst, ich sei schön – Ich weine dazu! Was soll mir die Jugend, Ich bin ja allein, Was taugt mir die Schönheit – Sie ist ja nicht dein! Ich habe dich lieb – Du fühlst nicht, wie sehr, Ich trage ein Leid – Du weißt nicht, wie schwer ! Ich hatte ein Hoffen, Das ist nun todt… Ach, Gott, Erbarm' dich meiner Noth!

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Die Liebe geht auf verschiedene Art und Weise in die Köpfe ein. Den Dummen erleuchtet sie, den Weisen läßt sie erblinden.

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Amor ist ein mächt'ger Fürst Und hat mich so gebeugt, daß ich bekenne, Es gibt kein Weh, das seiner Strafe glich', Doch gibt's nicht größ're Lust, als ihm zu dienen.

Shakespeare, Zwei Herren aus Verona (The Two Gentlemen of Verona), Erstdruck 1623

Es gibt gar nichts, was zwei Liebesleute näher zusammenbringt, als das, wenn sie recht weit auseinandergehen.

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Wo Liebe lebt und labt, ist lieb das Leben.

Schlegel, A. W., Gedichte. Sonette. Aus: Deutung

Die Klage, sie wecket … Die Klage, sie wecket Den Toten nicht auf, Die Liebe nur decket Den Vorhang dir auf. Man liebt und was immer Das Leben belebt, Mit fassenden Sinnen Die Augen erhebt. Das zarte Umfassen, Es löst sich so bald, Die Augen erblassen Es stirbt die Gestalt. Die Liebe, sie schicket Die Klage ihr nach Die Liebe, sie blicket Den Toten bald wach. Die Klage, sie wecket Die Toten nicht auf, Die Liebe nur decket Das Leben dir auf.

Brentano, C., Gedichte. Entstanden 1800, Erstdruck 1852/55

Liebe in Worten Gedeiht aller Orten. Liebe in Taten Will selten geraten.

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Wahrhaftig lieben wir nur, wenn wir grundlos lieben.

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