Liebe Sprüche – romantisch
4515 Sprüche gefunden
Du hattest Furcht Der süßen Träume einer – flüchtigster –, du mir zur Seite – Mangoblütenduft in schweren, dichten Wellen um uns her. Aus deiner Seele drang ein leiser Ton, ein Aeolsharfenton –, auch meine Seele, sie sang ihn mit! Nacht sank herab, die Blüten flammten auf im Kelchglas – meine Sehnsucht wuchs! Dann kamst du wieder –, deine Seelentür war mir verschlossen – und es starb ein Glück noch in der Knospe! Du hattest Furcht vor mir und vor der Liebe!
Liebe ist Hingebung, Hingebung aber ist nur möglich, wenn man aus sich selber herausgeht.
Zu sagen, daß du einen Menschen dein ganzes Leben lang lieben wirst, ist, als würdest du sagen, daß eine Kerze für den Rest deines Lebens brennen wird.
In deiner Stimme bebt ein Klang, Der mich so tief erschüttert, Daß mir im Auge, selig bang, Die Thräne glänzt und zittert. Ich frage nicht: Wird mir dein Wort Schmerz oder Glück bereiten? Der süße Ton hallt in mir fort Für alle Ewigkeiten!
Wüßt ich das Lied, das ihn bannt, das ihn zwingt Wüßt ich das Lied, das ihn bannt, das ihn zwingt, an mein armes, einsam verloderndes Herz, das durch alle Fernen hinüberklingt, durch alle Türen – durch Panzer und Erz. Das dem einen Mann in die Seele dringt, dem einzigen, der für mich nur erdacht –, der einsam wie ich – mit der Sehnsucht ringt, nach mir die Arme reckt – Nacht für Nacht. Wo ist das Lied – das ihn zu mir zwingt, aus der Einsamkeiten ewigem Schnee, das ihm die Ebenbürtige bringt, Genossin seiner leuchtenden Höh? Wüßt ich das Lied, das ihn zu mir reißt, wüßt ich zu seiner Kammer den Weg, furchtlos durch Steppen totvereist fänd ich, auch über Höllen, den Steg!
Man kann nicht wählen, wann man lieben wird.
Nun wißt Ihr ja zur Genüge, daß eine Frau, die einwilligt, über Liebe zu reden, bald so weit ist, zu lieben oder sich mindestens so aufzuführen, als liebe sie.
Letzte Wonne Du kennst die letzte Wonne nicht, O Weib, und wirst sie nie ergründen: In deinen Augen glüht ein Licht, Das will nicht wärmen, will nur zünden! Wohl ist es süß, wenn ohne Laut, Wenn glutverzehrt von Qual und Hoffen, Ein Menschenaug' in deines schaut, Vom Blitzstrahl deines Blicks getroffen; Doch weißt du nicht, wie süß das ist: In jener Liebe sich ergeben, Die liebend ihrer selbst vergißt Und wähnt, ein Wunder zu erleben ! Die selig sich gestehen kann: Ich schmied' aus Schönheit keine Waffen; Es war kein Sieg, den ich gewann, Es war nur Glück, das ich geschaffen!
Die Liebe ist die Medizin unseres Stolzes und unserer Selbstgefälligkeit. Arzt unserer vielen Unvollkommenheiten.
Meine Seel' in Schmerz befangen Muß im Zwist noch untergehn, Wenn sich so entgegenstehn Schamerröthen auf den Wangen Und im Herzen das Verlangen. Liebe treibt mich, daß ich's sage, Scham hält mich zurück am Kleide; Liebe treibt mich, daß ich wage, Scham will, daß ich schweig' und leide; So daß, wenn dies enge Bangen Keck nicht endet ein Entschluß, Rettungslos mich töten muß. Schamerröthen auf den Wangen Und im Herzen das Verlangen.
Verrieth mein blasses Angesicht Dir nicht mein Liebeswehe? Und willst du, daß der stolze Mund Das Bettelwort gestehe? O, dieser Mund ist viel zu stolz Und kann nur küssen und scherzen; Er spräche vielleicht ein höhnisches Wort, Während ich sterbe vor Schmerzen.
Heimweh Jetzt ist es Nacht Das ist die Zeit der Liebe… Gib deinen weichen Arm, daß ich darin mich bette im leisen Schimmer, den der Mond verstreut. Gib deinen Mund mir, daß ich müd mich küsse. Gib mir dein Schmeichelwort, dass alles schwere Rauschen des fernen Tages drin sich niederlege. Gib deine Seele mir, daß meine im weichen Schoß aufschluchzen kann Denn es ist Nacht. Das ist die Zeit der Liebe.
Der Widerstand verschafft der Liebe immer kräftigere Waffen.
Das Schenken und Austauschen von Haar ist eines der köstlichsten Liebesspiele.
Dieses also mußt du bedenken, o Knabe, und die Freundschaft des Liebhabers kennenlernen, daß sie nicht wohlwollender Natur ist, sondern daß nur nach Art der Speise um der Sättigung willen, gleichwie Wölfe das Lamm, so lieben den Knaben Verliebte.
Die Erinnerung an eine alte Liebe erwacht gar schnell, wenn man sich in der Nähe des Wesens befindet, das sie einst in uns entzündete, die Begierden werden unwiderstehlich, wenn die Illusion nicht durch die Abwesenheit aller Reize gestört wird.
Kein Menschenleben ist so arm, daß die Liebe mit ihrem himmlischen Strahl es nicht einmal erleuchtet hätte.
Du bist … Du bist für meine arme Seele Wie treuer Stab dem Sinkenden, Wie Wein dem gierig Trinkenden, Wie Himmelstrost in Falsch und Fehle. So lebt mein Herz, das ängstlich-zage, Beglückt im Schatten deiner Mächte Das halbe Leben meiner Tage, Das ganze Leben meiner Nächte.
Ein Will in zweien Herzen Verursacht lieblichs Scherzen.
Man muß mehr Kunst anwenden, wenn man sich geliebt machen will; man muß geschickt die Mittel herausfinden, die zünden, mit Liebe allein macht man noch keine Liebe.
Der Mensch unserer Liebe, gleichviel in wie gesteigertem Zustand geistiger und seelischer Ergriffenheit beider, bleibt ein Priester im Meßgewand, der nur notdürftig zu ahnen vermag, was er zelebriert.