Liebe Sprüche – romantisch

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Mag, wer zu prahlen liebt, mit Liebe prahlen; ich will nicht preisen, was nicht zu bezahlen.

Shakespeare, Sonette (Sonnets), 1609. Aus: Sonett XXI. Übersetzt von Karl Kraus, 1933

An die Liebe Alle suchen sie dich und überall lockst du. Aus tausend Verhüllungen schimmert dein unenträtselt Gesicht. Aber wenigen nur gewährst du Erfüllung, selige Tage, reines Glück. Zärtlich wehn dich die Blumen, die scheuen Gräser, der Schmetterlinge heiterer Flug, wilder der Wind und das ewig sich wandelnde Meer. Wunderbar strahlst du aus den Augen des Menschen, der ein Geliebtes in seinen Armen hält, vom tönenden Sternenhimmel überwölbt. In die zitternde Seele schweben Schauer von Leben und Tod.

Stoecklin, Die singende Muschel, 1925

Damit Liebe entstehen kann, muss notwendig Glaube vorangehen.

Melanchthon, Loci praecipui theologici, 1559. Übers. Internet Originaltext: Ut igitur dilectio oriatur, necesse est praecedere fidem.

Liebe ist die Freude, die zwei Herzen miteinander teilen.

Internet

Liebe ohne Gegenliebe ist eine Frage ohne Antwort.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Wo die Liebe hinfällt, da bleibt sie liegen und wär' es ein Misthaufen.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Im gemeinen Leben heißt oft die Epilepsie das böse Wesen. Was wäre das gute Wesen? Jemand glaubt, man könne den epileptischen Zuckungen im Paroxysmus der gekrönten Liebe diesen Namen geben.

Lichtenberg, Sudelbuch L, 1796-1799

Die Liebe macht gleichgültig gegen Ruhm und Glanz, allein gegen die Menschlichkeit nicht.

Hippel, Lebensläufe nach aufsteigender Linie nebst Beylagen A, B, C, 1778-81

Die Liebe ist stark Getränk für die Seele. Sie betrinkt sich in ihr, und Verliebten geht's kein Haar besser als Leuten, die ein Gläschen über den Durst getrunken haben.

Hippel, Lebensläufe nach aufsteigender Linie nebst Beylagen A, B, C, 1778-81

Der Liebe Beginn, nicht jedoch ihr Ende liegt in dem freien Ermessen der Seele.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Amor animi arbitrio sumitur, non ponitur.

Ein Liebender weiß zu wünschen, nicht weise zu sein.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Amans, quid cupiat, scit; quid sapiat, non videt

Liebe kann man nicht entreißen, aber sie kann vergehen.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Amor extorqueri non pote, elabi potest

Zu lieben ist der Vorteil der Jugend, doch das Vergehen des Alters.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Amare iuveni fructus est, crimen seni

Geliebt wird, was nützt.

Ovid, Briefe vom Schwarzen Meer (Epistulae ex Ponto), nach seiner Verbannung von 12 bis 17 n. Chr. 2, 3, 15 Originaltext: Nil, nisi quod prodest, carum est.

Wenn du liebst, kannst du nicht denken, und wenn du denkst, nicht lieben.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Cum ames, non sapias, aut cum sapias, non ames

Selten muss sein, was du lange lieben willst.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Rarum esse oportet, quod diu carum velis

Die knabenhafte Dichterliebe ist unstreitig das Gefühl, das unsere Träume von der keuschen Wollust des Himmels am meisten verwirklicht.

Poe, Gesammelte Werke, 6 Bde., hg. von Franz Blei, München 1922. Bd. VI: Marginalien. Übers. B. Bessmertny

Im Verborgenen beginnen die Augen die Liebe, der Liebesakt vollendet sie.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Oculi occulte amorem incipiunt, consuetudo perficit

Tausenderlei Gründe gibt es, warum immer ich liebe.

Ovid, Amores (Liebesgedichte), 49 Gedichte in drei Büchern, entstanden ab 16 v. Chr. 2,4. Übers. Internet Originaltext: Centum sunt causae, cur ego semper amem

Wen die wahre Liebe ergriffen hat, den wird sie festhalten.

Seneca, Thyestes. V. 551. Übers. Internet Originaltext: Quos amor verus tenuit, tenebit

Ich hab' nicht Worte – ach! – zu sagen, Was Liebe uns an Glück verspricht.

Poe, Gesammelte Werke, 6 Bde., hg. von Franz Blei, München 1922. Bd. VI: Gedichte. Aus: Tamerlane. Übers. K. Merling