Liebe Sprüche – romantisch

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Liebe genießt: im Entbehren, im Wirken, im Leiden für Andere!

Hufeland (Hg.), Worte des Herzens von J. C. Lavater. Für Freunde der Liebe und des Glaubens, hg. von Christoph Wilhelm Hufeland, 8. Auflage 1852 (EA: 1825)

Alles kann die Liebe überdauern, nur nicht die Erreichung ihres Ziels.

Wertheimer, Buch der Weisheit. Aphorismen. Zweite Auflage und Neue Folge, 1920 (posthum)

Pflicht ohne Liebe macht verdrießlich. Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos. Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart. Wahrheit ohne Liebe macht kritiksüchtig. Erziehung ohne Liebe macht widerspruchsvoll. Klugheit ohne Liebe macht gerissen. Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch. Ordnung ohne Liebe macht kleinlich. Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch. Macht ohne Liebe macht grausam. Ehre ohne Liebe macht hochmütig. Besitz ohne Liebe macht geizig. Glaube ohne Liebe macht fanatisch.

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Sternenlied Wir ziehen über Berg und Tal Und übers weite Meer; Wir ziehen über Menschenqual Und Menschenglück daher. Wir kennen, was in stiller Brust Sich vor der Welt verhüllt, Und was mit namenloser Lust Ein einsam Auge füllt. Und wenn der Schmerz die Seele quält, Wir geben ihr die Ruh', Und wenn die Lieb ihr Glück erzählt, So hören wir ihr zu. Wir schau'n auf manches kühle Grab, An dem ein Mensch sich härmt, Und schimmern in die Laub' hinab, In der die Liebe schwärmt.

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Nur wenn du die Empfindung hast, Als ob dein Leben jetzt beginne, Dann ist dein liebend Herz erfaßt Von einer wahren, echten Minne.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Liebe ist der einzige Weg, auf dem jeder zu einer gewissen Größe gelangen kann.

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Von kleinen Zeichen lebt die Liebe.

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Wozu sind die Millionen Menschen auf dieser Erde, da so wenige nur einen finden, der sie liebt! – Ach, sie kömmt mir wüst und entvölkert vor, sie ist nur eine große Masse, voller stummen Leichen, die in und auf ihr sind. Sind sich alle die Armseligen selber genug? Haben sie kein Bedürfnis nach Liebe und Mitempfindung? Sie sterben alle, ohne gelebt zu haben, sie sind Leichen, die sich bewegen, und diese Fähigkeit an die Natur abgeben und sich hinlegen und verwesen.

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Die Menschen hassen und merken in der Liebe leicht das Gefühl der Unabhängigkeit.

Jean Paul, Bemerkungen über uns närrische Menschen, 1783-99. Jenner 1797

In der Ferne fühlt sich die Macht, wenn zwei sich redlich lieben.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand. 1827. Balladen, aus: Das Blümlein Wunderschön (Lied des gefang'nen Grafen)

Es ist eine unaussprechliche Glückseligkeit, wenn Gesinnungen und Empfindungen zwischen zwei Wesen wechseln, ohne irgend anzustoßen.

Goethe, J. W., Briefe. An Charlotte von Stein, 14. Juli 1782

Nur aus Liebe entstehen die tiefsten Einsichten.

Nietzsche, Einleitung in das Studium der klassischen Philologie (Vorlesung), 1871

Ach, zwei liebende Herzen, sie sind wie zwei Magnetuhren: Was in der einen sich regt, muß auch die andere mitbewegen, denn es ist nur eins, was in beiden wirkt,eineKraft, die sie durchgeht.

Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre, 1795/6. 1. Buch, 17. Kap.

Meine ungeduldige Liebe fließt über in Strömen, abwärts, nach Aufgang und Niedergang. Aus schweigsamem Gebirge und Gewittern des Schmerzes rauscht meine Seele in die Täler.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Zweiter Teil, 1883. Das Kind mit dem Spiegel

Warum gabst du uns die tiefen Blicke, Unsre Zukunft ahndungsvoll zu schaun, Unsrer Liebe, unserm Erdenglücke Wähnend selig nimmer hinzutraun? Warum gabst uns, Schicksal, die Gefühle, Uns einander in das Herz zu sehn, Um durch all die seltenen Gewühle Unser wahr Verhältnis auszuspähn? Ach, so viele tausend Menschen kennen, Dumpf sich treibend, kaum ihr eigen Herz, Schweben zwecklos hin und her und rennen Hoffnungslos in unverseh'nem Schmerz; Jauchzen wieder, wenn der schnellen Freuden Unerwart'te Morgenröte tagt. Nur uns armen liebevollen beiden Ist das wechselseit'ge Glück versagt, Uns zu lieben, ohn' uns zu verstehen, In dem andern sehn, was er nie war, Immer frisch auf Traumglück auszugehen Und zu schwanken auch in Traumgefahr. Glücklich, den ein leerer Traum beschäftigt! Glücklich, dem die Ahndung eitel wär! Jede Gegenwart und jeder Blick bekräftigt Traum und Ahndung leider uns noch mehr. Sag, was will das Schicksal uns bereiten? Sag, wie band es uns so rein genau? Ach, du warst in abgelebten Zeiten Meine Schwester oder meine Frau. Kanntest jeden Zug in meinem Wesen, Spähtest, wie die reinste Nerve klingt, Konntest mich miteinemBlicke lesen, Den so schwer ein sterblich Aug' durchdringt; Tropftest Mäßigung dem heißen Blute, Richtetest den wilden, irren Lauf, Und in deinen Engelsarmen ruhte Die zerstörte Brust sich wieder auf; Hieltest zauberleicht ihn angebunden Und vergaukeltest ihm manchen Tag. Welche Seligkeit glich jenen Wonnestunden, Da er dankbar dir zu Füßen lag, Fühlt' sein Herz an deinem Herzen schwellen, Fühlte sich in deinem Auge gut, Alle seine Sinnen sich erhellen Und beruhigen sein brausend Blut! Und von allem dem schwebt ein Erinnern Nur noch um das ungewisse Herz, Fühlt die alte Wahrheit ewig gleich im Innern, Und der neue Zustand wird ihm Schmerz. Und wir scheinen uns nur halb beseelet, Dämmernd ist um uns der hellste Tag. Glücklich, daß das Schicksal, das uns quälet, Uns doch nicht verändern mag!

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. An Charlotte von Stein, hier 1776, Erstdruck 1848

Gedanken, Leidenschaft, Entzücken, was immer auch bewegt das Blut, sind sämtlich nur der Liebe Diener und nähren ihre heil'ge Glut.

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Die Liebe hat von jeher Romane gespielt, oder die Kunst zu lieben ist immer romantisch gewesen.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Bruchstücke psychologischer Enzyklopädistik

Liebt die ganze Schöpfung Gottes. Liebt die Tiere, liebt die Pflanzen, liebt jegliches Ding. Wer jegliches Ding liebt, wird auch das Geheimnis Gottes in den Dingen erfassen.

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Die Liebe ist es: in der Kraft der unvergänglichen Gottheit, von auserlesener Schönheit … Sie erscheint in Gestalt eines Menschen, weil der Sohn Gottes, als er sich mit dem Fleische bekleidete, den verlorenen Menschen im Dienst der Liebe erlöste.

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Man muß alle seine Liebe aufsammeln für den einen Gegenstand, den man noch nicht einmal gesehen hat, aber erwartet.

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Im Königreich der Seele soll die Liebe Königin sein.

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