Liebe Sprüche – romantisch

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Ein Irrtum, welcher sehr verbreitet Und manchen Jüngling irreleitet, Ist der: daß Liebe eine Sache, Die immer viel Vergnügen mache.

Busch, Bildergeschichten. Der heilige Antonius von Padua, 1870

An vollen Büschelzweigen, Geliebte, sieh nur hin! Laß dir die Früchte zeigen, Umschalet stachlig grün. Sie hängen längst geballet, Still, unbekannt mit sich; Ein Ast, der schaukelnd wallet, Wiegt sie geduldiglich. Doch immer reift von innen Und schwillt der braune Kern; Er möchte Luft gewinnen Und säh die Sonne gern. Die Schale platzt, und nieder Macht er sich freudig los; So fallen meine Lieder Gehäuft in deinen Schoß.

Goethe, J. W., Gedichte. West-östlicher Divan, entst. 1814-1819, Erstdruck Cotta, Stuttgart u. Tübingen 1819. Buch Suleika

Geheime Liebe fordert Schweigen, Und Edelsinn ist dem nicht eigen, Der laut und prahlend davon spricht.

Langbein, A. F. E., Gedichte. Aus: Die Ungenannte

Die Liebe ist das Kind der Freiheit.

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Liebe ist Erkenntnis, und die ist Besitz.

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Niemand hat jemals probiert, einen Staat zu gründen mit der Macht der Liebe.

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Der Zauber der Liebe veredelt das, was durch sie berührt wird.

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Wahre Liebe öffnet die Arme und schließt die Augen.

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Wo Liebe ist, ist Glück.

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Die wahre Liebe bedarf weder Sympathie noch Freundschaft, sie lebt vom Wunsch und nährt sich vom Betrug, wirklich liebt man nur das, was man nicht kennt.

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Die Liebe hat viele Mysterien, und dies erste Verliebtsein ist auch ein Mysterium, wenn es auch nicht das größte ist – die meisten Menschen sind in ihrer Leidenschaft wie wahnsinnig, sie verloben sich oder machen andre dumme Streiche, und in einem Augenblick ist alles zu Ende, und sie wissen weder, was sie erobert, noch was sie verloren haben.

Kierkegaard, Entweder – Oder. Ein Lebensfragment (Enten – Eller. Et Livs-Fragment), Erstdruck unter dem Pseudonym Victor Eremita 1843. Erster Teil. Das Tagebuch des Verführers. Übersetzt von Alexander Michelsen und Otto Gleiß, 1885

Liebesleid Wollt vorübergehen, Doch es mußt geschehen, Daß ich deine Küsse Wie im Traum gepflückt. Daß ich leiden müsse, Wenn du mich beglückt. Gehe nun im Leide Wie im Festtagskleide, Hast mit Küssen, Liebster, Mich so reich geschmückt. Will mit deinen Klagen Dir nur eines sagen, Ewig leiden müssen, Ist, was mich beglückt. –

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Mit einem gemalten Band Kleine Blumen, kleine Blätter Streuen mir mit leichter Hand Gute junge Frühlingsgötter Tändelnd auf ein luftig Band. Zephir, nimms auf deine Flügel, Schlings um meiner Liebsten Kleid; Und so tritt sie vor den Spiegel All in ihrer Munterkeit. Sieht mit Rosen sich umgeben, Selbst wie eine Rose jung. Einen Blick, geliebtes Leben! Und ich bin belohnt genug. Fühle, was dies Herz empfindet, Reiche frei mir deine Hand, Und das Band, das uns verbindet, Sei kein schwaches Rosenband!

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Lieder

Der Preis deiner Liebe bist du selbst.

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Liebesglück Nicht beneid ich die Herrscher der Welt Um die gewaltigen Reiche. Reicher bin ich, nun du mir gesellt, Der ich keine vergleiche. Hielten sich jene den Göttern gleich, Lach ich und küsse dich munter. – Königin, auch in unserem Reich Geht die Sonne nicht unter!

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Hinterlistig strömt Amor in das arglose, unbewehrte Herz. Dem müßig Herumsitzenden pflegt dieser Knabe nachzustellen, die Tätigen verabscheut er ...

Ovid, Remedia amoris (Heilmittel gegen die Liebe)

Liebe und Frühling Ich muß hinaus, ich muß zu dir, Ich muß es selbst dir sagen: Du bist mein Frühling, du nur mir In diesen lichten Tagen. Ich will die Blumen nicht mehr sehn, Nicht mehr die grünen Matten, Ich will nicht mehr zum Walde gehn Nach Duft und Klang und Schatten. Ich will nicht mehr der Lüfte Zug, Nicht mehr der Wellen Rauschen, Ich will nicht mehr der Vögel Flug Und ihrem Liede lauschen. Ich will hinaus, ich will zu dir Ich will es selbst dir sagen: Du bist mein Frühling, du nur mir, In diesen lichten Tagen.

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Alle sind von mir beleidigt, nicht einzelne. Und was die Liebe betrifft, sollen alle rabiat werden und nicht die, die betrogen wurden.

Kraus, Nachts. Aphorismen, 1924. II. Kunst

Nur der Gegenstand der wahren Liebe entwickelt und offenbart auch das wahre Wesen des Menschen.

Feuerbach, Tagebuch, 1834-36

In alten Tagen Ich glaube in alten Tagen, da liebt ich ein Mägdelein. Mein Herz ist krank und trübe, es mag wohl ein Märchen sein. Ich glaube in alten Tagen, da sonnte sich einer im Glück, war ich's oder war es ein andrer, vergebens sinn ich zurück. Ich glaube in alten Tagen, da sang ich, ich weiß nicht was, hab' ich denn alles vergessen, seitdem sie mich vergaß?

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Die Liebe saß als Nachtigall Im Rosenbusch und sang, Es flog der wundersüße Schall Den grünen Wald entlang. Und wie er klang, da stieg im Kreis Aus tausend Kelchen Duft, Und alle Wipfel rauschten leis, Und leise ging die Luft. Die Bäche schwiegen, die noch kaum Geplätschert von den Höhn, Die Rehlein standen wie im Traum Und lauschten dem Getön. Und hell und immer heller floß Der Sonne Glanz herein, Um Blumen, Wald und Schlucht ergoß Sich goldig roter Schein. Ich aber zog den Weg entlang Und hörte auch den Schall – Ach, was seit jener Stund' ich sang, War nur sein Widerhall.

Geibel, E., Gedichte. Jugendgedichte. Erstes Buch. Lieder als Intermezzo, 17.