Liebe Sprüche – romantisch

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Durch Liebe ward das Bittre süß und hold, durch Liebe ward das Kupfer reines Gold, durch Liebe ward die Hefe rein und klar, die Liebe bot der Krankheit Heilung dar, durch Liebe wird belebet, wer entschlafen, durch Liebe werden Könige zu Sklaven… Die Liebe macht das tote Brot zur Seele, macht ewig, die vergängliche, die Seele!

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Denn die Liebe, die von den Begierden erzeugt wird, ist eine Hoffnung; erst die Liebe, die der Befriedigung der Begierden folgt, ist die Wirklichkeit.

Balzac, Der Ehevertrag (Le contrat de mariage), 1835 (dt. 1846)

Der Reiz der Neuheit und die Überwindung der Schwierigkeiten – das ist es grade, was verbotene Begierden erweckt; und Menschen, die sich täglich sehen und mit allen ihren Unvollkommenheiten kennenlernen, werden nie lüstern nacheinander werden; und wenn sie dennoch Liebe zueinander fassen, so wird das eine vernünftige Liebe sein, bei welcher die Sinne nur die Nebenrolle spielen und der man keine Hindernisse in den Weg legen sollte.

Knigge, Benjamin Noldmann's Geschichte der Aufklärung in Abyssinien, oder Nachricht von seinem und seines Herrn Vetters Aufenthalte an dem Hofe des großen Negus, oder Priesters Johannes, 2 Bde., 1791

Ihr wollt alle nur die Liebe zur Möglichkeit haben. Ich habe nur die Liebe zur Unmöglichkeit.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1906

Die Heimführung Ich geh nicht allein, mein feines Lieb, Du mußt mit mir wandern Nach der lieben, alten, schaurigen Klause, In dem trüben, kalten, traurigen Hause, Wo meine Mutter am Eingang kau'rt Und auf des Sohnes Heimkehr lau'rt. »Laß ab von mir, du finstrer Mann! Wer hat dich gerufen? Dein Odem glüht, deine Hand ist Eis, Dein Auge sprüht, deine Wang' ist weiß; – Ich aber will mich lustig freun An Rosenduft und Sonnenschein.« Laß duften die Rosen, laß scheinen die Sonn', Mein süßes Liebchen! Wirf um den weiten weißwallenden Schleier, Und greif in die Saiten der schallenden Leier, Und singe ein Hochzeitslied dabei; Der Nachtwind pfeift die Melodei.

Heine, H., Gedichte. Buch der Lieder. Junge Leiden. Romanzen, 8.

Was wäre denn die Liebe, Wär' sie nicht treu und wach In Freuden wie in Leiden, In Ehren und in Schmach?

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Was ist denn Liebe anders als verstehen und sich darüber freuen, daß ein andrer in andrer und entgegengesetzter Weise als wir lebt, wirkt und empfindet? Damit die Liebe die Gegensätze durch Freude überbrücke, darf sie dieselben nicht aufheben, nicht leugnen. – Sogar die Selbstliebe enthält die unvermischbare Zweiheit (oder Vielheit) in einer Person als Voraussetzung.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Zweiter Band. Erste Abteilung. Vermischte Meinungen und Sprüche

Wenn du mich anblickst, werde ich schön.

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Liebe ohne Eifersucht ist wie Gulasch ohne Paprika.

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Den edelsten der Triebe Veredle mit Bedachtung: Zu jedem Kilo Liebe Nimm ein Gran Selbstverachtung!

Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. Frühjahr 1882

Nach der Liebe verlangt doch jede und die braucht doch jedes Weib, das eines bleiben will.

Anzengruber, Der Schandfleck, 1877

Er hielt sie fest und drückte sie an sich. Erst auf einem Rasenabhang ließ er sie nieder, nicht ohne Bewegung und Verwirrung.

Goethe, Die Wahlverwandtschaften, 1809. 1. Teil, 12. Kap.

Nacht ist es: nun reden lauter alle springenden Brunnen. Und auch meine Seele ist ein springender Brunnen. Nacht ist es: nun erst erwachen alle Lieder der Liebenden. Und auch meine Seele ist das Lied eines Liebenden.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Zweiter Teil, 1883. Das Nachtlied

Sie haben wegen der Trunkenheit Sie haben wegen der Trunkenheit Vielfältig uns verklagt Und haben von unsrer Trunkenheit Lange nicht genug gesagt. Gewöhnlich der Betrunkenheit Erliegt man, bis es tagt; Doch hat mich meine Betrunkenheit In der Nacht umhergejagt. Es ist die Liebestrunkenheit, Die mich erbärmlich plagt, Von Tag zu Nacht, von Nacht zu Tag In meinem Herzen zagt. Dem Herzen, das in Trunkenheit Der Lieder schwillt und ragt, Daß keine nüchterne Trunkenheit Sich gleich zu heben wagt. Lieb-, Lied- und Weinestrunkenheit, Ob's nachtet oder tagt, Die göttlichste Betrunkenheit, Die mich entzückt und plagt.

Goethe, J. W., Gedichte. West-östlicher Divan, entst. 1814-1819, Erstdruck Cotta, Stuttgart u. Tübingen 1819. Das Schenkenbuch

Bei einer Linde Seh ich dich wieder, du geliebter Baum, In dessen junge Triebe Ich einst in jenes Frühlings schönstem Traum Den Namen schnitt von meiner ersten Liebe? Wie anders ist seitdem der Äste Bug, Verwachsen und verschwunden Im härtren Stamm der vielgeliebte Zug, Wie ihre Liebe und die schönen Stunden! Auch ich seitdem wuchs stille fort, wie du, Und nichts an mir wollt weilen, Doch meine Wunde wuchs – und wuchs nicht zu, Und wird wohl niemals mehr hienieden heilen.

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Wenn niemand uns liebt, hören wir auf, uns selbst zu lieben.

Staël, Über Deutschland (De l'Allemagne), 1813. Deutsch von Friedrich Buchholz u. a., Reutlingen 1815

Nein, kein Gott ist die Liebe, verblendet ist, wen sie ergriffen.

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Zu sehn, zu hören dich und nicht zu lieben, ist keines Menschen Sache.

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Die Liebe ist eine gewaltige Kraft; sie ist die einzige unüberwindliche Kraft dieser Welt.

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Was ist alles, was in Jahrtausenden die Menschen taten und dachten, gegen Einen Augenblick der Liebe? Es ist aber auch das Gelungenste, Göttlichschönste in der Natur! dahin führen alle Stufen auf der Schwelle des Lebens. Daher kommen wir, dahin gehn wir.

Hölderlin, Hyperion oder der Eremit in Griechenland, 2 Bde., 1797-99. Erster Band. Zweites Buch. Hyperion an Bellarmin

Du kannst so reich sein wie Krösus, so schön wie eine Blume, so weise wie Salomon, so stark wie ein Bär – mangelt es dir jedoch an der Liebe, so bist du ein armer Wicht.

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