Liebe Sprüche – tiefgründig

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Die Mängel erkennt nur der Lieblose; deshalb, um sie einzusehen, muß man auch lieblos werden, aber nicht mehr, als hiezu nötig ist.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus Wilhelm Meisters Wanderjahren, 1829. Betrachtungen im Sinne der Wanderer

Man lebt zweimal, das erste Mal in der Wirklichkeit, das zweite Mal in der Erinnerung.

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Man muß bezaubern, wenn man etwas Wesentliches bekommen will.

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Das heißt wirklich lieben: Jemand beleidigen und verwunden, um ihn zu bessern! Ich finde es hart, jemanden zu beurteilen, bei dem die schlechten Eigenschaften die guten überwiegen.

Montaigne, Essais, Erstdruck 1579, erste Gesamtausgabe 1595 (posthum)

Ich meine, es müßte einmal ein sehr großer Schmerz über die Menschen kommen, wenn sie erkennen, daß sie sich nicht geliebt haben, wie sie sich hätten lieben können.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1906

Man müßte so sich ineinanderlegen wie Blütenblätter um die Staubgefäße.

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Man muß schon jeglichen Geistes bar sein, wenn Liebe, Bosheit und Not ihn nicht wecken.

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Mit Dir denke ich laut.

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Wie der stille See seinen dunklen Grund in der tiefen Quelle hat, so hat die Liebe eines Menschen ihren rätselhaften Grund in der Liebe Gottes.

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Die Gegensätze sind im Grunde Ähnlichkeiten. Wenn die Dinge den höchsten Grad ihrer Gegensätzlichkeit überschreiten und ihre Verschiedenheit bis zum Äußersten geht, dann sind sie, unbegreifliches Werk der göttlichen Vorsehung, einander ähnlich.

Ibn Hazm, Das Halsband der Taube oder Von der Liebe und den Liebenden. Über die Kennzeichen der Liebe

Die vollkommene Liebe wird uns nicht auf einmal zuteil, weil wir nicht alles auf einmal hergeben.

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Lieben heißt mit dem Herzen bewundern; bewundern heißt mit dem Verstand lieben.

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Er und ich zusammen in einem Raum, das sind zwei Personen. Er allein in einem Raum und ich allein in einem Raum, das sind zwei andere Personen. Er allein in einem Raum und ich allein in keinem Raum oder umgekehrt oder anders oder früher oder später – wir zwei sind nicht zu zählen.

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Vernünftig lieben wollen, heißt die Vernunft verlieren.

Boufflers, S., Gedichte. Aus: Le cœur

Wenn man liebt zweifelt man oft an dem, wovon man am festesten überzeugt ist.

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Ein Mal zu lieben ist Gefühl, zwei Mal zu lieben ist Kunst, drei Mal zu lieben ist Gewohnheit, vier Mal Labilität und darüber hinaus, "o mein Gott…!"

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Die Vernunft ist gut, aber besser ist die Liebe, die uns der Vernunft entreißt. Es kommt nicht darauf an, viel zu denken, sondern viel zu lieben.

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O! sie sind pfiffig, solang sie es nur mit dem Kopf zu tun haben, aber sobald sie mit dem Herzen anbinden, werden die Böswichter dumm.

Schiller, Kabale und Liebe, entstanden 1782/83, Erstdruck 1784. 5. Akt, 1. Szene, Luise

Die Liebe zu einer intelligenten Frau ist ein Päderastenvergnügen.

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Die da brennen in der wahren Minne und auf einem steten Grund bauen, die Wahrheit und Frucht bringen mit vollem Haufen des seligen Endes, die wohnen in der Höhe.

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Wenn der Mann sich immer wieder in der Frau täuscht, so liegt es daran, daß er und sie nicht ganz dieselbe Sprache sprechen. Die Worte haben für beide nicht ganz dieselbe Bedeutung und denselben Sinn, nämlich in Fragen der Liebe.

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