Liebe Sprüche – zukunft

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In der Kathedrale unserer Herzen wird immer ein Licht für dich brennen.

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Vergangene Liebe ist bloß Erinnerung. Zukünftige Liebe ist ein Traum und ein Wunsch. Nur in der Gegenwart, im Hier und Heute, können wir wirklich lieben.

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Trunken steht nun der Baum. Rundum gestützt trägt sein Schoß tausend Früchte des Jahrs. Liebe des Sommers war groß. Tropft auch der Seim aus in der Frucht, klopft auch der Apfel ins Gras – keine des Blühens im Mai, keiner der Liebe vergaß. Reife, reife auch du, Liebe, in uns wie der Saft der in der reifenden Frucht Keim neuen Lebens erschafft.

Binding, Sieg des Herzens. Gedichte, 1937

Im Sommer O komm mit mir aus dem Gewühl der Menge, Aus Rauch und Qualm und tobendem Gedränge, Zum stillen Wald, Dort wo die Wipfel sanfte Grüße tauschen, Und aus der Zweige sanft bewegtem Rauschen Ein Liedchen schallt. Dort zu dem Quell, der durch die Felsen gleitet Und dann zum Teich die klaren Wasser breitet, Führ ich dich hin. In seinem Spiegel schau die stolzen Bäume Und weiße Wolken, die wie sanfte Träume Vorüberziehn. Dort laß uns lauschen auf der Quelle Tropfen Und auf der Spechte weit entferntes Klopfen, Mit uns allein. Dort wollen wir die laute Welt vergessen, An unsrem Herzschlag nur die Stunden messen Und glücklich sein!

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Der gute Glaube Schönes Leben! du liegst krank, und das Herz ist mir Müd vom Weinen, und schon dämmert die Furcht in mir, Doch, doch kann ich nicht glauben, Daß du sterbest, so lang du liebst.

Hölderlin, F., Gedichte

Begegnung Was doch heut Nacht ein Sturm gewesen, Bis erst der Morgen sich geregt! Wie hat der ungebetne Besen Kamin und Gassen ausgefegt! Da kommt ein Mädchen schon die Straßen, Das halb verschüchtert um sich sieht; Wie Rosen, die der Wind zerblasen, So unstet ihr Gesichtchen glüht. Ein schöner Bursch tritt ihr entgegen, Er will ihr voll Entzücken nahn: Wie sehn sich freudig und verlegen Die ungewohnten Schelme an! Er scheint zu fragen, ob das Liebchen Die Zöpfe schon zurecht gemacht, Die heute Nacht im offnen Stübchen Ein Sturm in Unordnung gebracht. Der Bursche träumt noch von den Küssen, Die ihm das süße Kind getauscht, Er steht, von Anmut hingerissen, Derweil sie um die Ecke rauscht.

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Schicke dich, geliebtes Kind, in unruhevolle Zeiten; dann und wann kann Sturm und Wind unverhofft in Hafen leiten. Nun ist wohl niemand besser dran, als wer getreu und klug und ewig lieben kann.

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Geflüster der Nacht Es ist ein Flüstern in der Nacht, Es hat mich ganz um den Schlaf gebracht; Ich fühl's, es will sich was verkünden Und kann den Weg nicht zu mir finden. Sind's Liebesworte, vertrauet dem Wind, Die unterwegs verwehet sind? Oder ist's Unheil aus künftigen Tagen, Das emsig drängt sich anzusagen?

Storm, T., Gedichte. In: Die deutsche Lyrik der Gegenwart. Eine Anthologie, zusammengestellt von Fritz Lemmermayer, Verlag von Hermann Bruckner, Leipzig, o. J. [1884]

Schöne Fremde Es rauschen die Wipfel und schauern, Als machten zu dieser Stund Um die halbversunkenen Mauern Die alten Göttec die Rund. Hier hinter den Myrtenbäumen In heimlich dämmernder Pracht, Was sprichst du wirr wie in Träumen Zu mit, phantastische Nacht? Es funkeln auf mich alle Sterne Mit glühendem Liebesblick, Es redet trunken die Ferne Wie von künftigem, großem Glück!

Eichendorff, J., Gedichte

L*ass I*mmer E*ine B*rücke E*ntstehen

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Die erste, leidenschaftliche Liebe wird ja allerdings vergehen; aber dann wird eine andere, noch schönere Liebe kommen.

Dostojewski, Aufzeichnungen aus einem Kellerloch, Erstdruck 1864. Zweiter Teil, VI. Übersetzt von Hermann Röhl 1923

Wehr im Beginne dem Übel; zu spät wird Heilung bereitet, Wenn durch langen Verzug Stärke gewonnen es hat.

Ovid, Remedia amoris (Heilmittel gegen die Liebe). V. 91. Originaltext: Principiis obsta (sero medicina paratur).

Pilgers Morgenlied Morgennebel, Lila, Hüllen deinen Turn um. Soll ich ihn zum Letzten Mal nicht seh'n! Doch mir schweben Tausend Bilder Seliger Erinnerung Heilig warm ums Herz. Wie er so stand, Zeuge meiner Wonne, Als zum ersten Mal Du dem Fremdling Ängstlich liebevoll Begegnetest Und mit einem Mal Ew'ge Flammen In die Seel' ihm warfst! – Zische, Nord, Tausend-schlangenzüngig Mir ums Haupt! Beugen sollst du's nicht! Beugen magst du Kind'scher Zweige Haupt, Von der Sonne Muttergegenwart geschieden. Allgegenwärt'ge Liebe! Durchglühst mich, Beutst dem Wetter die Stirn, Gefahren die Brust, Hast mir gegossen Ins früh welkende Herz Doppeltes Leben, Freude, zu leben, Und Mut!

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese

Ich sandte, daß sie folgen deiner Fährte (1891) Die Träume fort; Daß es durch Liebe dich verwirr, gewährte Ich keinem Wort. Verschiednen Lebensaltern, Lebensorten Entstammen wir. Kein Sieg von gleichen Einsichten und Worten Führt mich zu dir. Im Herzenstempel, fern von deinen Blicken, Schließ ich mich ein: Die Jugend bet ich an, und mein Entzücken Wird sie stets sein.

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Was uns fehlt! Und keine Zunge redet mehr vom Heil'gen Geiste trunken; Die Poesie, das fromme Kind, ist scheu von uns gewichen, Der Himmel dünkt uns trüb und grau, und Sonn' und Mond verblichen; Die groß geschaut und groß gebaut, sie schlummern in den Särgen, Auf ihren Gräbern kriechen wir als ein Geschlecht von Zwergen, Nichts blieb uns als die schlimmste Kunst, zu zweifeln und zu richten, Und wenn sich ein Gigant erhebt, so ist er's im Vernichten. Wohl grübelt ihr und möchtet gern das große Rätsel lösen, Aus welchem tiefverborgnen Quell der Strom sich wälzt des Bösen, Ihr eilt geschäftig hin und her, um Wust auf Wust zu türmen, Und meint mit eures Witzes Rat den Himmel zu erstürmen, Doch seht, nur eines Donners Schlag, nur eines Blitzes Flammen, Und eurer Weisheit Pelion und Ossa stürzt zusammen. Ich aber sage euch: Fürwahr, es wird nicht anders werden, Bis ihr den Blick nicht himmelwärts erhebt vom Staub der Erden, Bis ihr dem Geist der Liebe nicht, dem großen Überwinder, Demütig euer Herz erschließt und werdet wie die Kinder; Denn wo die Liebe wohnt, da hat ein ew'ger Lenz begonnen, Da grünen alle Wälder auf, und rauschen alle Bronnen, Ihr offenbart sich, was dem Blick der klugen Welt verborgen, In trüber Dämmrung sieht sie schon den rosenroten Morgen, Das Brausen wird ihr zur Musik, zum Reigen das Gewimmel, Helljauchzend steigt ihr Lied empor auf Flügeln in den Himmel, Sie ist ein Kind und doch ein Held mit unbesiegten Waffen, Und weil sie noch an Wunder glaubt, so kann sie Wunder schaffen.

Geibel, E., Gedichte. Zeitstimmen

Schweig, Herz, kein Schrei! Schweig, Herz, kein Schrei! Denn alles geht vorbei! Doch, daß ich auferstand und wie ein Irrstern ewig sie umrunde, ein Geist, den sie gebannt, das hat Bestand. Ja, alles geht vorbei. Nur dieses Wunderband, aus meines Herzens tiefstem Grunde zu ihrem Geist gespannt, das hat Bestand. Ja, alles geht vorbei. Doch sie, die mich erkannt, den Harrenden, wildfremd an Ort und Stunde, ging nicht vorbei, sie stand, reicht mir die Hand. Ja, alles geht vorbei. Doch diese liebe Hand, die ich in tiefer, freudenheller Stunde an meinem Herzen fand, die hat Bestand.

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Die Nacht Am Himmel ist gar dunkle Nacht; Die müden Augen zugemacht Hat längst ein jedes Menschenkind; Es wacht nur noch der rauhe Wind. Der jaget sonder Rast und Ruh Die Fensterläden auf und zu, Die Wetterfahne hin und her, Daß sie muß ächzen und stöhnen schwer. Doch sieh! aus jenem Fenster bricht In's Dunkel noch ein mattes Licht. Wer ist's wohl, der in tiefer Nacht Bei seiner Lampe einsam wacht? Ich schleiche dicht an's Fensterlein, Schau' durch die runde Scheib' hinein, Und einen Jüngling zart und schön Seh' ich an einem Bette stehn. Und wie ich nach dem Bette schau', Da schlummert eine kranke Frau. Er bückt sich über's Bett hinein, Es muß des Knaben Mutter sein. Vom Bette läßt er nicht den Blick, Er streicht das braune Haar zurück, Sacht' hält er ihr das Ohr zum Mund, Ob sie noch athme zu dieser Stund.

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Solange ich bin, werde ich deiner harren, und sei es, bis sich auf mein schmiegsam schwarzes Haar der Jahre weißer Reif legt.

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Und weint die Königin in ihrer Kammer, Und klagt ihr wilder Schmerz den Himmel an, So seht ihr hier ein angstbefreites Volk Zu eben diesem Himmel dankend flehen – Wer Tränen ernten will, muß Liebe säen.

Schiller, Wilhelm Tell, 1802-1804. 5. Akt, 1. Szene, Melchthal

Geben und nehmen kann uns das Glück, was wir hoffen und lieben: Aber die Hoffnung beherrscht, so wie die Liebe, das Glück.

Bouterwek, Neue Vesta. Kleine Schriften zur Philosophie des Lebens und zur Beförderung der häuslichen Humanität, hg. von Fr. Bouterwek, 11 Bde., 1803-1810. Dritter Band, 1804. Sinnsprüche nach alten Autoren

Goldlieb weiß nicht, wo die Sterne stehen.

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