Religion Sprüche – klassisch

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Kämpfe niemals gegen die Religion oder gegen anderes, was von Gott abzuhängen scheint, denn all dies hat zu viel Gewalt über törichte Geister.

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Die Anfänge einer Religion mögen den Diebstahl einer Münze, eines Hammels verhindert haben. Es kommt aber früher oder später ein Zeitpunkt, da um dieser selben Religion willen sich Hunderttausende von Menschen die Gurgel abschneiden oder auf dem Scheiterhaufen winden.

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Es gibt, die Religion sei, welche sie wolle, nur einen Gott, nur eine Tugend, nur eine Wahrheit, nur ein Glück. Du findest alles, wenn du der Stimme deines Herzens folgst.

Mendelssohn Bartholdy, A., Briefe. An seine Tochter Fanny, am 5. April 1819

Der Protestantismus ist eine Philologie, keine Religion.

Ball, Die Folgen der Reformation. Zur Kritik der deutschen Intelligenz, 1919

Sollten es nicht die guten Menschen sein, die die Religion verehren; anstatt daß die Religion die guten Menschen macht?

Lichtenberg, Sudelbuch K, 1793-1796. [K 73]

Der Deutsche hat ein Herz für die Religion, und keinen Stein will er dafür, selbst den Stein der Weisen nicht.

Menzel, Streckverse, 1823

Welches ist die Religion, die unter allen Religionen die vortrefflichste ist? Es ist Unschuld und Rechtschaffenheit.

Diez, Denkwürdigkeiten von Asien, in Künsten und Wissenschaften, Sitten, Gebräuchen und Alterthümern, Religion und Regierungsverfassung aus Handschriften und eigenen Erfahrungen gesammelt, 1811-15. Buch der Glücklichen

Es ist ja nichts so frei, nichts also ungedrungen, Als wohl der Gottesdienst; so bald er wird erzwungen, So ist er nur ein Schein, ein hohler falscher Ton; Gut von sich selber tun, das heißt Religion, Das ist Gott angenehm.

Opitz, M., Gedichte. Aus: Trostgedichte in Widerwertigkeit des Krieges

In der Gegenwart, wo es keine ausschließliche Nationalreligion mehr gibt noch geben kann, muss man alle Kulte dulden, die die anderen dulden, solange ihre Dogmen den staatsbürgerlichen Pflichten nicht widerstreiten.

Rousseau, Vom Gesellschaftsvertrag oder Prinzipien des Staatsrechtes (Du Contrat social ou Principes du droit politique), entstanden 1754-58, Erstdruck 1762. 8. Die bürgerliche Religion

Katechismus! Eine gelehrte Religion ist an sich verdächtig.

Hille, Gestalten und Aphorismen, in: Gesammelte Werke von Peter Hille, Band 2, hg. von seinen Freunden 1904 (posthum)

Der einzige echte Einwand gegen die christliche Religion lautet schlicht, dass sie eine beliebige Religion unter anderen ist.

Chesterton, Orthodoxy, 1908. Die Paradoxa des Christentums (The Paradoxes of Christianity). Übers. Internet

Wie viel hat doch der religiöse Mensch vor dem Philosophen voraus, da er mit dem Innersten der Natur in heiligen Personen menschlich verkehren kann.

Pauly, Aphorismen, 1905

Die Religionen haben ihr Dauerndes nicht bloß in der Gottesidee, sondern auch darin, dass sie in der Weltanschauung aller Zeiten den transzendenten Teil der Welt in Anerkennung erhalten, ohne welchen jede Weltanschauung falsch und seicht ist.

Pauly, Aphorismen, 1905