Religion Sprüche – klassisch

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Es gibt nur zwei wahre Religionen, die eine, die das Heilige, das in und um uns wohnt, ganz formlos, die andere, die es in der schönsten Form anerkennt und anbetet. Alles, was dazwischen liegt, ist Götzendienst.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus Wilhelm Meisters Wanderjahren, 1829. Aus Makariens Archiv

IX. Axiom Die Religion ist nicht wahr, weil die Evangelisten und Apostel sie lehrten, sondern sie lehrten sie, weil sie wahr ist.

Lessing, Axiomata, wenn es deren in dergleichen Dingen giebt. Wider den Herrn Pastor Goeze, in Hamburg, 1778

Liebet Gott und die Kreatur, feiert die Sonne und machet Musik: So habt ihr eine Religion!

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Religion ist die Poesie der unpoetischen Menschen.

Grillparzer, Studien zur Philosophie und Religion. 1835

Ich halte mich fest und fester an die Gottesverehrung des Atheisten [Spinoza] und überlasse euch alles, was ihr Religion heißt und heißenmüßt.

Goethe, J. W., Briefe. An Friedrich Heinrich Jacobi, 5. Mai 1786

Bleibe der Religion Deiner Väter getreu, und hasse die theologischen Kannengießer.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. An meinen Sohn Johannes 1799

Es ist physisch unmöglich, daß wahrhaft religiöses Wissen oder reine Sittlichkeit unter den Volksklassen bestünde, die nicht mit ihrer Hände Arbeit ihr Brot erworben.

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Die Vernunft ist eine irdische Pflanze, obgleich die schönste und herrlichste; die Religion aber eine himmlische.

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Wir können ebensogut erwarten, daß Samen auf kahlen Felsen wachsen, als daß eine milde und philosophische Religion unter unwissenden und rohen Wilden eingeführt werden könnte.

Buckle, Geschichte der Zivilisation in England (History of Civilization in England), 2 Bde., 1857-61

Der Protestantismus hat zu seiner Zeit, wenn wir es recht verstehen wollen, seinen Goethe, seinen Napoleon hervorgebracht: die Deutsche Literarische und die Französische Revolution….

Carlyle, Über Helden, Heldenverehrung und das Heldentümliche in der Geschichte (On Heroes, Hero-Worship, and The Heroic in History), 1841

Religiosität ist aller weiblichen Vollkommenheit Krone.

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Zoroasters Religion ist zugleich Philosophie, der Griechen Religion ist zugleich Kunst, Moses Religion ist zugleich Staat, Christus Religion ist bloß Seele und Leben, aus welchem alles dies kommen kann.

Herbart, J. F., Rezensionen. Rezension zu: Religion, Wissenschaft, Kunst und Staat, in ihren gegenseitigen Verhältnissen betrachtet von Joh. Jac. Wagner. Erlangen, 1819

Religion ohne Autorität ist nichts wie Philosophie.

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Unreinlichkeit, schlotteriges Wesen gehören nicht zur Religiosität; weder 1. Petrus 3.3.4, noch ein anderer Text der Schrift verdammt Nettigkeit der Kleidung; diese ist nichts weniger als Sünde, sie ist sogar Pflicht! Sauberkeit ist in der Tat nahezu Religiosität.

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Jede herrschende Religion war einst Ketzerei.

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Nur die mißverstandene Religion kann uns von dem Schönen entfernen, und es ist ein Beweis für die wahre, für die richtig verstandene wahre Religion, wenn sie uns überall auf das Schöne zurückbringt.

Lessing, Wie die Alten den Tod gebildet, 1769

Die Religionen sind der Ausdruck des ewigen und unzerstörbaren metaphysischen Bedürfnisses der Menschennatur.

Burckhardt, Weltgeschichtliche Betrachtungen, 1905 (posthum). 2. Die Religion

Die Religion ist eine der herrlichsten und verständlichsten Offenbarungen der Gottheit.

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Die Religion bedarf keines äußeren Schutzes von Seiten des Staates. Sie steht in ihrer Heiligkeit hoch erhaben über allem irdischen Tun und Treiben. Der Schmutz der Erde kann die himmlische Reinheit ihres Wesens weder erreichen, noch trüben.

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Die Reformation vertauschte eigentlich nur eine Autorität mit der anderen: die Tradition mit der Bibel.

Krauß (Hg.), Vischer. Aussprüche des Denkers, Dichters und Streiters, um 1900

Selbst wenn es keinen Gott gäbe, die Religion wäre dennoch heilig und göttlich.

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