Religion Sprüche – klassisch

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Religion: Alte; Poesie: Religion der Jugend.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass. Skizziertes. Zweifelhaftes. Unvollständiges

Bei den Alten war die Religion schon gewissermaßen das, was sie uns werden soll – praktische Poesie.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Religiöse Fragmente

Wenn es einen Gott gibt, muß der Atheismus ihm wie eine geringere Beleidigung vorkommen als die Religion.

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Die verschiedenen Religionen sind nur verschiedene Tore zu derselben Stadt.

Müller, F. M., Essays. Erster Band: Beiträge zur vergleichenden Religionswissenschaft, 2. vermehrte Auflage 1879. Vorrede

Religion ist das, was die Armen davon abhält, die Reichen umzubringen.

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Eure Religion wurde auf steinerne Tafeln geschrieben mit dem eisernen Finger eines zornigen Gottes, damit ihr sie nicht vergeßt. Das kann der Rote Mann nicht verstehen und nicht im Gedächtnis bewahren. Unsere Religion, das sind die Lebensformen unserer Väter, die Träume unserer alten Männer, die ihnen der Große Geist schickt, die Visionen unserer Häuptlinge. Und das ist in das Herz meines Volkes geschrieben.

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Mein Glaube Welche Religion ich bekenne? Keine von allen, Die du mir nennst! »Und warum keine?« Aus Religion.

Schiller, F., Gedichte. Tabulae Votivae, in: Musenalmanach für das Jahr 1797

Es gibt nur einen einzigen mächtigen Hebel aller Zivilisation, die Religion.

Bachofen, Das Mutterrecht. Eine Untersuchung über die Gynaikokratie der alten Welt nach ihrer religiösen und rechtlichen Natur, 1861

Die Religion ist [...] das Opium des Volks.

Marx, Zur Kritik der Hegelschen Rechts-Philosophie, 1843-44. Einleitung. Wird häufig (z.B. von Lenin) als ›Religion ist das Opium für das Volk‹ wiedergegeben.

Wo Tausende anbeten und verehren, Da wird die Glut zur Flamme, und beflügelt Schwingt sich der Geist in alle Himmel auf.

Schiller, Maria Stuart, 1800. 5. Akt, 7. Auftritt, Maria

Ein Weiser ist in Religionsfragen weder abergläubisch noch gottlos.

Rivarol, Maximen und Gedanken, in: Die französischen Moralisten. Verdeutscht und hg. von Fritz Schalk, Leipzig 1938. Politik

Mach dir deine eigenen Götter und unterlasse es, dich mit einer schnöden Religion zu beflecken.

Haringer (Hg.), Epikur. Fragmente zur Lebenskunst, 1947

Religionen sind nur die Flüsse, die zum Meer führen.

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Nicht der Altar, und der bessere Gott, nur das heilige Feuer, welches die Opfer entflammt, adelt die Religion.

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Religionsstreitigkeiten sind des Teufels Erntezeit.

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Vernichtet die Religionen, und ihr habt die Religion zerstört.

Börne, O närrische Leute, O komische Welt!, 1819

Keine Religion hat so viele Menschenopfer gefordert und auf eine so schmähliche Weise hingeschlachtet als diejenige, die sich rühmt, sie für immer abgeschafft zu haben.

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Tretet ein, denn auch hier sind die Götter.

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Unmöglich ist es zu vergleichen, welcher Prozeß der größere gewesen: die Entstehung des Staates oder die einer Religion.

Burckhardt, Weltgeschichtliche Betrachtungen, 1905 (posthum)

In dunklen Zeiten wurden die Völker am besten durch die Religion geleitet, wie in stockfinstrer Nacht ein Blinder unser bester Wegweiser ist; er kennt Wege und Stege besser als ein Sehender. – Es ist aber töricht, sobald es Tag ist, noch immer die alten Blinden als Wegweiser zu gebrauchen.

Heine, Gedanken und Einfälle, in: Letzte Gedichte und Gedanken von Heinrich Heine, hg. von Adolf Strodtmann 1869. II. Religion und Philosophie

Der Drang, die göttliche Religion auszubreiten, sank zur schmutzigen Habgier und Ehrsucht und das Gotteshaus selbst zum Theater herab, in dem sich nicht mehr Kirchenlehrer, sondern Redner hören ließen, denen es nicht darauf ankam, das Volk zu belehren, sondern bloß es zur Bewunderung hinzureißen und die Andersdenkenden öffentlich anzugreifen und nur das Neue und Ungewohnte zu lehren, weil es eben das Volk am meisten bewunderte.

Spinoza, Theologisch-politischer Traktat (Tractatus theologico-politicus), 1670 (anonym)