Religion Sprüche – nachdenklich

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Es ist gerecht, alle Religionen ohne Unterschied zu dulden, wenn sie nur nichts weiter verlangen, als Gewissensfreiheit und sich nicht an den bürgerlichen oder politischen Gesetzen vergreifen wollen.

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Ein Weiser ist in Religionsfragen weder abergläubisch noch gottlos.

Rivarol, Maximen und Gedanken, in: Die französischen Moralisten. Verdeutscht und hg. von Fritz Schalk, Leipzig 1938. Politik

Mach dir deine eigenen Götter und unterlasse es, dich mit einer schnöden Religion zu beflecken.

Haringer (Hg.), Epikur. Fragmente zur Lebenskunst, 1947

Wir haben gerade genug Religion in uns, einander zu hassen, aber nicht genug, einander zu lieben.

Swift, Gedanken über verschiedene Gegenstände (Thoughts on Various Subjects), gemeinsam mit Alexander Pope verfasst

Die Religionen müssen alle toleriert werden und muß der Fiskal nur ein Auge darauf haben, daß keine der anderen Abbruch tue; denn hier kann jeder nach seiner Fasson selig werden.

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Nicht der Altar, und der bessere Gott, nur das heilige Feuer, welches die Opfer entflammt, adelt die Religion.

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Religion ist ein Prisma, von dessen sieben Farben sich jeder seine Lieblingsfarbe wählen mag, alle aber rühren nur voneinemSonnenstrahl.

Weber, Demokritos oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen, 12 Bde., 1832-40. Weitere Religionsbetrachtungen eines einfältigen Laien

Uns ist Religion die Polizei, und ihre Diener sind ein stehend Heer.

Herder, J. G., Gedichte. Aus: Schwungkräfte der Menschheit

Es liegt wohl im Wesen des Religiösen, daß es, wenn es sich einmal auf den Weg gemacht hat, nicht mehr Halt machen kann.

Morgenstern, C., Briefe

Religionsstreitigkeiten sind des Teufels Erntezeit.

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Vernichtet die Religionen, und ihr habt die Religion zerstört.

Börne, O närrische Leute, O komische Welt!, 1819

Denn, du weißt es, die Religionen sind wie die Leuchtwürmer: sie bedürfen der Dunkelheit um zu leuchten.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Zweiter Band. Kapitel 15. Über Religion

Jede Religion ist eine Art Kreditanstalt; und keiner sieht das gerne angezweifelt, worauf er seinen Kredit gesetzt hat.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Keine Religion hat so viele Menschenopfer gefordert und auf eine so schmähliche Weise hingeschlachtet als diejenige, die sich rühmt, sie für immer abgeschafft zu haben.

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Es ist am Ende an der Religion das beste, daß sie Ketzer hervorruft.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1838

Möchten doch alle erkennen, daß in der Vielfalt der Religionsformen nur eine Religion sich kundgibt.

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Wenn die Religion von dem vielen Dampf, den sie machen muß, nur nicht bald selbst verdampft!

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Der Drang, die göttliche Religion auszubreiten, sank zur schmutzigen Habgier und Ehrsucht und das Gotteshaus selbst zum Theater herab, in dem sich nicht mehr Kirchenlehrer, sondern Redner hören ließen, denen es nicht darauf ankam, das Volk zu belehren, sondern bloß es zur Bewunderung hinzureißen und die Andersdenkenden öffentlich anzugreifen und nur das Neue und Ungewohnte zu lehren, weil es eben das Volk am meisten bewunderte.

Spinoza, Theologisch-politischer Traktat (Tractatus theologico-politicus), 1670 (anonym)

Niemand ist weiter von der wahren Religion entfernt, als wer sich selbst für sehr religiös hält.

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Wenn man nur dem Gehör geschenkt hätte, was Gott zum Herzen der Menschen gesagt hat, so hätte es niemals mehr als eine Religion auf der Erde gegeben. Der Schein einer Religion überhebt sie der Mühe, wirklich eine zu besitzen.

Rousseau, Briefe. An Erzbischof Beaumont, 1762

Eine Religion, welche nicht oder nicht mehr fähig ist, sich auf die Höhe der erworbenen Wissenschaft zu erheben, ist eine tote Religion.

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