Religion Sprüche – nachdenklich
171 Sprüche gefunden
Religion zu haben ist Pflicht des Menschen gegen sich selbst.
Wenn es keine Versprechungen gäbe, womit sollte die Religion bezahlen?
Wenn man sich nur ein wenig frei über Religion und das Elend des Menschen ausläßt, läßt man sich ohne Widerstand unter die überlegenen Geister einreihen.
Und es tut mir gut, etwas Schweres zu machen. Das hindert nichts daran, daß ich ein schreckliches Bedürfnis (soll ich das Wort sagen?) nach Religion habe. Dann gehe ich in die Nacht hinaus und male die Sterne…
Der Quietismus ist die Heuchelei des perversen Mannes und die wahre Religion der liebevollen Frau.
Gar viele sind stolz darauf, sich zu einer Religion zu bekennen, deren Gebote sie nicht befolgen.
Religion und Moral können der Kraft des Temperaments einen Zügel anlegen; sie können sie nicht zerstören.
Eine Religion, die den Menschen finster macht, ist falsch; denn er muss Gott mit frohem Herzen und nicht aus Zwang dienen.
Ihr streitet um die Religion und ist doch gar kein Streit in der Religion; es sind nur mancherlei Gaben, aber es redet nur Ein Geist.
Die christliche Gemeinde dieses Orts Besteht aus Lehrern Und aus Zuhörern. Wo sind denn die Thäter des Worts?
Sollten es nicht die guten Menschen sein, die die Religion verehren; anstatt daß die Religion die guten Menschen macht?
Es ist ja nichts so frei, nichts also ungedrungen, Als wohl der Gottesdienst; so bald er wird erzwungen, So ist er nur ein Schein, ein hohler falscher Ton; Gut von sich selber tun, das heißt Religion, Das ist Gott angenehm.
Man lässt die Religion den Fanatismus und die Heuchelei entgelten, aber diese liegen in der menschlichen Natur selbst; die Freiheit hat auch beides und es ist einerlei, ob der Vorwand, Menschen zu morden, mit der Firma "Ungläubige" oder "Aristokraten" gerechtfertigt werden soll.
Nichts ist für eine Religion oder für ein System unheilvoller, als vom Gendarmen beschützt zu werden.
Die religiöse Erregung ist ihrem Wesen nach immer die Sehnsucht, das Überweltliche klarer wahrzunehmen, um es inbrünstiger fühlen zu können.
Bei einem unwissenden und barbarischen Volk wird sie [die Religion] zu einem Instrument aller Greuel, und dieses ist um so gefährlicher, als es der Aberglaube heiligspricht; bei einem aufgeklärten und wissenden Volk kann sie zum Quell vieler Tugenden werden.
Wenn man die Gefahr vor Augen sieht oder der Mensch viele Leiden hat, so nimmt er seine Zuflucht zum Gebet.
Denn was soll mir Religion, wenn sie stocken bleibt?
Seltsam, dass die Menschen so gern für ihre Religion fechten und so ungern nach ihren Vorschriften leben.
Die Religion selbst ist eben darum so tief herabgesunken, weil sie bei den meisten Menschen als ein bloß überkommenes Erbstück im Gedächtniß haftet und nicht bis ins Herz und aus dem Herzen wieder, als eine schöne Blume der individuellen Menschheit, an das Licht gedrungen ist.
Der einzige echte Einwand gegen die christliche Religion lautet schlicht, dass sie eine beliebige Religion unter anderen ist.