Religion Sprüche – nachdenklich

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Es gibt unter uns viele verschiedene Religionen, und nicht hierin liegt das Übel, sondern darin, daß ein jeder seinen Glauben für den besten und richtigsten hält und die anderen schmäht, ohne gründlich über sie nachgedacht zu haben.

Leskow, Die Geschichte vom Christen Theodor und von seinem Freund, dem Juden Abraham, 1886

Die christliche Religion ist eine Religion für Menschen in concreto, wie wir sind, die Vernunftreligion eine solche für Menschen in abstracto, die wir nicht sind.

Hilty, Bausteine. Aphorismen und Zitate aus alter und neuerer Zeit, gesammelt von Prof. Dr. C. Hilty, 1910 (posthum)

Über die Priester sollen wir fühlen wie Voltaire; über die Religion selbst wie Fénélon.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Ist nicht die Religion ein Mantel, die Ehrlichkeit ein auf schmutzigen Wegen angetragenes Paar Schuhe, die Eigenliebe ein Überrock, die Eitelkeit ein Hemd und das Gewissen eine Hose, die zwar unzüchtige und schmutzige Teile bedeckt, aber für unzüchtige und schmutzige Zwecke leicht heruntergelassen wird?

Swift, Märchen von einer Tonne (A Tale of a Tub), 1704

Nicht trotz unseres eifrig gepflegten Religionsunterrichts ist unsere Jugend religiös indifferent; sie wird es durch den Übereifer der dogmatischen Unterweisung.

Sallwürk, Haus, Welt und Schule. Grundfragen der elementaren Volksschulerziehung, 1902

Die Vorstellung, es sei die Pflicht eines Menschen, daß ein anderer Mensch religiös sei, lag allen Religionsverfolgungen zu Grunde, die jemals ins Werk gesetzt wurden, und einmal anerkannt, würde sie dieselben insgesamt vollständig rechtfertigen.

Mill, Über Freiheit (On Liberty), 1859. Übersetzt von Theodor Gomperz, 1869

Die Bekenner aller Konfessionen – haben viele Unglaubensgenossen.

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Die Religion hat so viele Menschen böse gemacht, tut es noch und wird es immer tun.

Diderot, Unterhaltung eines Philosophen mit der Marschallin von C. (Entretien d'un philosophe avec la maréchale de ***), 1776

Milde gegen andere Sekten, die aufrichtigste Nachsicht gegen die Verschiedenheit der Meinungen und ein redliches Bestreben, die Nächstenliebe und das Wohlwollen beiderseits zu fördern – dies sind die wahrsten und die besten Beweise einer Kirche für den göttlichen Ursprung der Religion.

Fox, C. J., Reden

Verachte keine Religion, denn sie ist dem Geist gemeint, und Du weißt nicht, was unter unansehnlichen Bildern verborgen sein könne.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. An meinen Sohn Johannes 1799

Keine Religion, die verfolgt, ist göttlich; verfolgende Religion ist erwürgende Liebe.

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Unreinlichkeit, schlotteriges Wesen gehören nicht zur Religiosität; weder 1. Petrus 3.3.4, noch ein anderer Text der Schrift verdammt Nettigkeit der Kleidung; diese ist nichts weniger als Sünde, sie ist sogar Pflicht! Sauberkeit ist in der Tat nahezu Religiosität.

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Nur die mißverstandene Religion kann uns von dem Schönen entfernen, und es ist ein Beweis für die wahre, für die richtig verstandene wahre Religion, wenn sie uns überall auf das Schöne zurückbringt.

Lessing, Wie die Alten den Tod gebildet, 1769

Jesus brachte das Licht zur Erde. Seine Jünger machten daraus die Flamme.

Vacano, Die Gottes-Mörder. Roman, 1871

Eine Religion, die nicht von der Regierung beschützt wird, entwickelt gewöhnlich mehr Energie und höhere Lebenskraft als eine, die von ihr beschützt wird.

Buckle, Geschichte der Zivilisation in England (History of Civilization in England), 2 Bde., 1857-61

Die Religion bedarf keines äußeren Schutzes von Seiten des Staates. Sie steht in ihrer Heiligkeit hoch erhaben über allem irdischen Tun und Treiben. Der Schmutz der Erde kann die himmlische Reinheit ihres Wesens weder erreichen, noch trüben.

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Wer dem Volke die Religion nehmen will, ist entweder ein Bösewicht oder ein Narr.

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Religion soll Religion bleiben, d. h. Innenkultus des Menschen, mit welchem der äußere Mensch und seine Stellung nichts gemeinsam haben.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Die Religion soll nicht die Dienerin der Hierarchie, sondern die Hierarchie die Dienerin der Religion sein.

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Belästige niemanden wegen seiner Religion. Respektiere den Standpunkt des anderen und verlange, daß man auch deinen respektiert.

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Daß die Religion selbst Kriege veranlaßt hat, ist abscheulich.

Lichtenberg, Sudelbuch H, 1789-1793. [H 53]